In eigener Sache: Umfrage zu den Themen der Konferenz „Agile Verwaltung 2018“

Der Termin für die nächste Jahreskonferenz steht fest: Es ist Donnerstag, der 22. Februar 2018, von 9:30 bis 17:00 Uhr. Am Abend vorher findet ein zwangloser Kennenlernabend statt, für alle, die dann schon angereist sind. Am Tag danach – Freitag 23. Februar 2018 – werden wir zwei ganztägige Vertiefungsworkshops zu speziellen Themen veranstalten.

Wir haben uns insgesamt 13 Themen überlegt, aber nur für 6 oder 7 von ihnen wird auf der Konferenz Zeit sein. Also möchten wir euch, liebe Leser, bitten, uns bei der Auswahl zu unterstützen. Dazu wird unten ein Umfrageformular angeboten,  in dem ihr unverbindlich alle euch interessierenden Themen ankreuzen könnt.

„Erste Agile Kommune Schwedens“: Bericht aus Ängelholm

Ängelholm ist eine der wenigen Kommunalverwaltungen Europas, die sich einer systematischen Einführung agiler Arbeitsmethoden verschrieben haben. Zwei Mitglieder des Projektteams berichten über den dreijährigen Weg zur Einführung und über die ersten drei Jahre praktischer Erfahrungen.

Strategische Planung auf kommunaler Ebene: Die Methode der Szenariobasierte Planung

Strategische Planung wird für Kommunen immer wichtiger und immer schwieriger. Mobilitätskonzeption (möglichst 30 Jahre im voraus), Wohnungsmangel, demografische Drift, Bildungsoffensive, Digitalisierung und das unter großem Spardruck – all das hängt zusammen, jede Entscheidung an einer Stelle beeinflusst jede andere und die Umwelt ist alles andere als stabil. Wie soll man da planen? Die szenariobasierte Planung kann die Unsicherheiten nicht beseitigen, bietet aber Anhaltspunkte für einen produktiven Umgang damit.

Rechtliche Rahmenbedingungen für agiles Arbeiten

Ist Agilität überhaupt „erlaubt“ in der öffentlichen Verwaltung? Welche Grenzen setzen uns die gesetzlichen Vorschriften, wenn wir unsere Aufbau- und Ablauforganisation umgestalten wollen? Diese Fragen möchten wir uns gerne von erfahrenen Verwaltungsjuristen auseinandernehmen und daraus die Antworten zusammensetzen lassen.

Strategische Zielbestimmung mit Mitarbeitern – spielerisch

Es führt kein Weg daran vorbei: Die Mitarbeiter müssen künftig an der Strategieentwicklung beteiligt werden. Nicht nur 1% Führungskräfte müssen die Entwicklungen beobachten, die sich in der Kommune tun, sondern 90 oder 100% der Beschäftigten. Sonst können komplexe Entwicklungen nicht schnell und vielsichtig genug wahrgenommen werden. Wie aber eine neue Kultur der Aufmerksamkeit und Achtsamkeit anstoßen und entwickeln? Spielerische Methoden wie Speedboat, Remember the Future, der fiktive Zeitungsartikel und andere werden vorgestellt und praktisch durchgespielt.

Agiler Pflegeprozess – Agile Methoden in der ambulanten Pflege

Ard Leferink von Buurtzorg (NL) hat auf der 2017er Konferenz den inneren Aufbau dieser großen niederländischen Pflegeorganisation vorgestellt (Referat siehe unter Konferenzergebnisse). Aber dieser Aufbau beruht auf den neuen Methoden der Pflege selbst: möglichst weitgehende Mobilisierung des Pflegebedürftigen, Einbeziehung des Umfeldes, keine Arbeitstaktung nach Kennzahlen. Diese Pflegemethoden sind Inhalt des Vortrags 2018.

Integrale, agile Beratung im Kontext des SGB

Eine qualitativ gute Beratung von Bürger*innen rückt verstärkt in das Blickfeld, um dem Anspruch an eine gute Dienstleistung der öffentlichen Verwaltung gerecht zu werden. Wo Menschen persönlich involviert sind, insbesondere also im Kontext des SGB, ist das eine komplexe Herausforderung, die nicht selten mehrere Akteure in- und außerhalb der Verwaltung involviert. Wie kann sich die Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten für diesen Bereich entwickeln, um zum einen hilfreiche Beratungsansätze zu transportieren, aber zum anderen auch um den Blick für andere (Arbeits-)Organisationsmodelle zu öffnen, die besser geeignet sind, um komplexe Situationen zu bearbeiten und zu lösen?

Personalgewinnung im Public Service: agiles Recruiting in Verwaltungen

Der Öffentliche Dienst konkurriert seit jeher mit anderen Branchen um das rarer werdende Arbeitskräfteangebot. Das Locken mit finanziellen Anreizen ist begrenzt. Welche anderen Möglichkeiten gibt es, motivierte Mitarbeiter zu gewinnen? Vorgestellt wird u.a. eine Jobbörse für selbstbestimmte Arbeit.

Agilität und Verwaltung

Die höchste Form der Organisation ist die Selbstorganisation. Diese Erkenntnis hat sich leider noch nicht in vielen Führungsetagen durchgesetzt. Noch immer orientieren sich die meisten Führungskräfte und Bildungseinrichtungen an den Organisations- und Führungskonzepten des 20. Jahrhunderts: Funktional-hierarchische Aufbau- und Ablauforganisation, Prozessmanagement, Qualitätsmanagement, Innovationsmanagement, Projektmanagement.

Moderne Organisationsdesigns und Managementsysteme sind konsequent auf die gestiegene Komplexität des Umfeldes ausgerichtet: Mehr Transparenz, mehr Dezentralisierung, mehr Mitverantwortung, mehr Vernetzung, mehr Partizipation und mehr Agilität.

Im 21. Jahrhundert gibt es „das richtige Organisationsmodell“ im Sinne von Best Practices nicht mehr. Jede Organisation ist gefordert, eine funktionierende Organisationensorganisation zu finden und zu gestalten.

Agilität und Digitalisierung

„Die“ Digitalisierung gibt es gar nicht – es gibt ein Bündel von technologischen Herausforderungen und von technologischen Gestaltungsmöglichkeiten und von beidem zusammen.

Aber die Frage steht: Soll die öffentliche Verwaltung sich eher als Reagierende oder eher als Gestaltende darstellen?  Bislang hat der Public Sector der Wirtschaft die technologische Innovationsführerschaft widerspruchslos zuerkannt. Dass das kein Naturgesetz ist, möchten wir gerne anhand von aktuellen Beispielen „eGovernment“ und „E-Akte“ aufzeigen.

Agiles Lernen an Schulen: Auf-den-letzten-Drücker-Scrum. Ein grober Entwurf eines spannenden Projekts

Dies ist ein pädagogisches Experiment – frei nach einer Erfolgsgeschichte vor 10 Jahre am Faust-Gymnasium in Staufen, bei der es uns geglückt ist, durch eine mentale Spezialbegleitung während zehn Wochen vor den Zeugnissen 42 versetzungsgefährdete Schüler&innen vor der Nichtversetzung zu retten …

Ein Versetzungs-Scrum als dramatisches Lehrstück.

Agile berufliche Weiterbildung

Personalentwickler kennen es alle: Mitarbeiter werden auf Fortbildungen geschickt. Sie kommen meist auch zurück, aber die mitgebrachten Ergebnisse und ihre Umsetzung in die tägliche Arbeitspraxis sind – nun, sagen wir mal – nicht recht durchschaubar.

Bieten agile Ansätze hier nachweislich bessere Erfolge? Ein Bericht aus der Praxis.

Agilität und Hoheit – Der Spagat zwischen Service public und hoheitlichen Aufgaben im Öffentlichen „Dienst“

Der grundsätzliche Auftrag  der öffentlichen Verwaltung ist es, für Stabilität, Verbindlichkeit, Rechtstreue und vor allem Verlässlichkeit zu sorgen.  Ihr obliegt der „Schutz des Geltenden“.  Gleichzeitig werden ihr Statik, Unbeweglichkeit und Kompliziertheit vorgehalten.
Der manchmal schmerzhafte Spagat zwischen Erfüllung hoheitlicher Aufgaben einerseits und dem Dienstleistungsgedanken andererseits will ständig neu definiert und gemeistert werden. Was heißt das in der Praxis? Ein Erfahrungsbericht.

Agile Bürgerbeteiligung

Partizipation, also die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Gruppen oder Initiativen, gewinnt zusehends an Bedeutung. Dies äußert sich einerseits in der Komplexität der Probleme, welchen sich die Politik und die Gesellschaft gegenüber sieht, und andererseits in der Intensität und Häufigkeit partizipativer Prozesse. Hierbei kommt eine große Vielfalt unterschiedlicher Methoden zum Einsatz. Von Informationsveranstaltungen über Bürgerversammlungen und Planungsworkshops bis hin zu Fokusgruppen oder das Einrichten fixer Arbeitsgruppen. Was sich aber auch zeigt, ist dass kein einheitliches Verständnis von Partizipation und dessen Nutzen vorhanden ist. Daher ist es entscheidend, sich genau damit auseinanderzusetzen. Es braucht eine Diskussion über einheitliche Standards, Rahmenbedingungen und Qualitätskriterien von Partizipationsprozessen in Gemeinden und Regionen.

„Scrum“, „Kanban“, „Product Backlog“ – mir schwirrt der Kopf!

Die Konferenz ist keine Versammlung von Insidern und Eingeweihten. Im Gegenteil, als Forum wollen wir Brücken schlagen zwischen dem Herkömmlichn und (oft) Bewährten und neuen Tendenzen.

In einem visualisierten Galoppritt durch die verbreitesten agilen Methoden Scrum und Kanban lernen die Teilnehmer deren hauptsächlichen Begriffe und Vorstellungen kennen und sind anschließend in der Lage, mindestens genauso viele Anglizismen in einem Satz unterzubringen wie langjährige Agilisten.

Agile Teams – im Prinzip okay, aber wie bilden die sich?

Viel ist von agilen Herausforderungen für Führungskräfte die Rede. Aber auch Mitarbeiter stehen vor anstrengenden Neuorientierungen, wenn sie auf einmal in Projekten oder gar im Alltag in „cross-funktionalen Teams“ zusammenarbeiten sollen.

Über die Hürden, die bei der agilen Teambildung regelmäßig auftreten, und Tritthilfen zu ihrer Übersteigung.

 

Im folgenden Formular könnt ihr alle Themen ankreuzen, die euch interessieren. Ihr könnt auch selbst Themenwünsche anmelden (im Feld „Other“). In diesem Fall schickt uns aber bitte zusätzlich eine E-Mail an forumagileverwaltung[ätt}gmail.com, falls wir Rückfragen zu den Inhalten haben.

Außerdem könnt ihr euch per E-Mail unverbindlich in eine Interessentenliste für die Konferenz eintragen lassen. Ihr erhaltet dann das Programm zugeschickt, wenn es fertig ist. Interessenten erleichtern uns die Planung und Kalkulation und erhalten als Dank einen Frühbucherrabatt von 20%, wenn sie sich später anmelden.

 

Autor: Wolf Steinbrecher

Volkswirt und Informatiker. Zuerst als Anwendungsentwickler in Krankenhäusern und Systemhäusern tätig. Dann von 1995 bis 2008 Sachgebietsleiter für Organisation und Controlling in einem baden-württembergischen Landkreis (1.050 MA). Seitdem Berater für Teamarbeit und Dokumentenmanagement. Teilhaber der Common Sense Team GmbH Karlsruhe, www.commonsenseteam.de. Blogger bei www.teamworkblog.de.

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