Rezension: Wie sich Menschen organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen

Bild: Logo im Twitter-Account von Lars Vollmer

Ich folge den Artikeln und Büchern des Unternehmers und Organisationsberaters Lars Vollmer schon länger, und habe auch einige Mal die von seinem mitinitiierten Netz intrinsify.me veranstalteten, sehr inspirierenden ‚Wevents‘ des Gedankenaustausches rund um Arbeitsorganisation besucht. Er hat vor ein paar Tagen sein neuestes Buch veröffentlicht, das quasi eine Ergänzung zu seinem vorherigen  Zurück an die Arbeit ist, und es genauso in sich hat, und das ich  gerne weiterempfehlen möchte.

Schon der Titel wird Viele irritieren, vermutlich sogar provozieren, besonders wenn sie sich bisher in der ausfüllenden Rolle des dirigierenden, alles kontrollierenden Chefs sehen. Mich selbst hat der Titel sehr angesprochen, reicht er doch viel Spielraum zur Entfaltung an, der Möglichkeit, sich berufen zu fühlen, seiner Bestimmung folgen zu können, oder ganz einfach, sich so einbringen zu können, dass es wie ein Spiel wird.

Die Aufmachung des Buchs ist dann auch so ungewöhnlich wie sein Inhalt. Es ist kleinformatig, mit festem Buchdeckel, und behandelt auf 81 kompakten, klein geschriebenen Seiten ohne Bilder siebeneinhalb Gedanken rund um die Organisation von Arbeit.

Und jetzt werde ich genauso ungewöhnlich auf die Details eingehen und die genauso anregenden Twitter-Nachrichten von Herrn Vollmer zu diesen Gedanken folgen lassen. Ich wünsche mit diesen Gedanken-Schnipseln viel Spaß, und wenn es anregt, auch bei der Lektüre des Buchs Wie sich Menschen organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen


Dass standardisierte Praktiken nicht immer der richtige Weg sind, müssen Sie nicht so schmerzhaft am eigenen Leib erleben wie @MuhammadAli. Stattdessen lege ich Ihnen mein neues Buch ans Herz – das schlägt nur verbal zu.


Für mich ist Ocean’s Eleven ein Lehrfilm für perfekte Komplizenschaft, gerade weil ein in Gesellschaft und Wirtschaft meist überschätzter Aspekt fehlt.
Suchen Sie die geeignetsten Komplizen, tüfteln Sie gemeinsam den besten Plan aus und dann schlagen Sie zu. Am Ende wird die Beute geteilt. Und wenn der Coup schiefgeht, sind alle dran. Ich schreibe darüber, was ich von George Clooney und Brad Pitt gelernt habe.


Führungskräftelosigkeit in Vollendung finden Sie dort, wo Sie es wahrscheinlich nicht vermuten: im Jazzclub. Jazzmusiker sind die großen Meister darin, sich zu organisieren, ohne dass es jemanden gibt, der allen sagt, was sie tun sollen.

Autoritäre Anführer poltern gerne: »Jeder ist ersetzbar!»
Das ist ein Irrglaube – jedes Team ist ein sensibles Gebilde aus Menschen mit Können und Persönlichkeit, nicht aus Positionen und Wissen.
Wie kultureller Kitt entsteht, sehe ich schön am DFB-Team

Hat jemand seine Zuständigkeit erfüllt, hat er Dienst nach Vorschrift gemacht. So weit, so gut. Aber was passiert, wenn alle Dienst nach Vorschrift machen? Ist Dienst nach Vorschrift positiv oder negativ?


Warum hat Jesus seine wichtigsten Botschaften in Form von Gleichnissen verfasst? (Jedenfalls haben das die Autoren der Bibel ihm so in den Mund gelegt.) – Weil das Gleichnis ein wirksames Stilmittel ist. So habe ich das in meinem neuen Buch auch gemacht.

Die Vorteile einer selbst zusammengestellten Mannschaft sind die fehlende Rolle des Vorgesetzten und die nicht vorhandenen Kontrollen und Sanktionen. Trotzdem wird nicht jeder tun und lassen, was er will. Denn: Die Verantwortung ist nicht verschwunden, sondern kollektiviert.
Wenn es um gemeinsamen Erfolg geht, dann ist das Fairste, die Beute nach einem erfolgreichen Beutezug zu teilen. Vorbildlich geht es da beim Fußball zu: Spieler, die im Krankenhaus sind oder auf der Tribüne sitzen, erhalten die gleiche Prämie.

Sie arbeiten so hart, dass Sie sich schon längst einen Porsche als Dienstwagen verdient haben? Na worauf warten Sie dann noch? Im Video verrate ich Ihnen, wie Sie zu Ihrem Wunsch-Dienstwagen kommen könnten.

Autor: Dr. Martin Bartonitz

Geboren 1958 und aufgewachsen in Dortmund, am Rande des Kohlenpotts, einem Schmelztiegel während der Gründerzeit eingewanderter Menschen. 1992 nach der Promotion in experimenteller Physik gewechselt von der Messprozess- in die Geschäftsprozesssteuerung. Mit Blick auf die Erfahrungen in der Optimierung der Effizienz von Prozessen in der Bürowelt kam in den letzten Jahren immer mehr die Erkenntnis: Das Business machen die Menschen. Und wenn nur nach der Effizienz geschaut wird, dann wird auch noch die letzte Motivation in den Unternehmen zerstört. Daher sollten Organisation und auch die eingesetzte Software die Menschen in ihrer Kreativitität unterstützen und sie nicht knechten. Selbstbestimmtheit statt Fremdbestimmung sollte uns den nächsten Schub in unserer gesellschaftlichen Entwicklung bringen. Aufgrund dieser Überzeugung schreibe ich hier mit.

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