Nachlese: Konferenz Agile Verwaltung 2019

Dem Team des Forum Agile Verwaltung hat die Austragung auch unseres 3. Kongresses wieder viel Spaß gemacht, waren doch viele Menschen aus öffentlichen Organisationen gekommen, die schon auf dem Weg sind oder sich auf den Weg machen wollen, ihre Arbeitswelt zum Wohle aller Beteiligten umzukrempeln und die Gelegenheit der Vernetzung zu nutzen.

Eine der Neuerungen in diesem Jahr ist, dass wir den Keynote-Vortrag sowie einen Teil der anderen Vorträge aufgezeichnet haben. So können besonders Jene, denen wir aufgrund der Ausbuchung mit 130 Teilnehmern absagen mussten, doch noch ein Stück teilnehmen. Vor dem Keynote-Vortrag gab es noch eine kurze Vorstellung von uns und einige Worte zur Organisation und dem Ablauf des Kongresses durch Veronika (siehe hier inklusive Foliensätze):

Veronika stellt das FAV-Team vor und stimmt in den Tagesverlauf ein

Wir haben uns sehr gefreut, konnten wir doch Roland Haag und Christine Gebler vom Personal- und Organisationsamt der Stadt Heidelberg gewinnen, uns über ihre Werkstatt zu berichten:
Heidelberg auf dem Weg zur agilen Stadtverwaltung
Dabei beleuchteten sie die Frage, welche Herausforderungen noch zu bewältigen sind. Wir durften erfahren, wie sie sich uns auf den Weg gemacht haben, und wie sie sich aufgestellt haben, um agiler zu werden. Nun aber Matz ab:


Roland Haag und Christine Gebler vom Personal- und Organisationsamt sprechen darüber, wie sich die Wohlfühl Stadt Heidelberg auf den Weg ins Agile gemacht hat

Nach diesem sehr inspirierenden und impulsgebenden Vortrag folgte neben zwei weiteren Vorträgen einer, der sich mit den rechtlichen Planken, die ein agiles Vorgehen schwer machen kann, beleuchtete. Eigentlich ein trockenes Thema, aber sowohl Prof. Dr. Hermann Hill von der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer als auch seine Zuhörer hatten dennoch Freude an dieser Session:

Prof. Dr. Hermann Hill bringt das trockene Thema Recht mit Spaß an der Sache rüber

Es folgten Vertiefungsworkshops und die Stärkung zum Mittag. Danach gabe es wieder drei parallele Vorträge von denen der folgende wieder aufgezeichnet wurde. Matthias Burgbacher, 1/4 des „Amts für unlösbare Aufgaben“ stellt uns die Behörde von Morgen vor. Hier werde an routinebrechenden Lösungsansätzen für die Verwaltung der Zukunft ge arbeitet. In diesem Lab treffen zwei Welten aufeinander – öffentliche Verwaltung und Kreativwirtschaft. Matthias zeigte auf, wie gemeinsam Bürokratieroutinen identifiziert, innoviert und in kollaborativen Interaktionsformaten Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden:

Matthias Burgbacher vom „Amt für unlösbare Aufgaben“ stellt Ungewöhnliches vor

Und wieder ging es anschließend in vertiefende Workshops, um dann zum Schluss gemeinsam die Zusammenfassung anzuschauen. Hatte bisher Heinz seine künstlerischen Kräfte allein walten lassen, so bekam er dieses Mal Verstärkung von Veronika und Falk, die aufmerksam durch die Räume wandelten und Eindrücke aufsammelten, und am Ende zu einem gemeinsame Werk zusammenstellten:

Un am Ende der Veranstaltung gab es noch die Tagungschronik als Zusammenfassung

Bleibt am Ende noch einen großes Danke an alle Teilnehmer zu sagen, die in den unterschiedlichen Workshops in ihrer offenen Art beigetragen haben, diese aktiv mitzugestalten!

Zum Abschluss noch einige Twitter-Impressionen, die insgesamt über diesen Link angeschaut werden können: Twitter-Hastag #FAV2019

Autor: Dr. Martin Bartonitz

Geboren 1958 und aufgewachsen in Dortmund, am Rande des Kohlenpotts, einem Schmelztiegel während der Gründerzeit eingewanderter Menschen. 1992 nach der Promotion in experimenteller Physik gewechselt von der Messprozess- in die Geschäftsprozesssteuerung. Mit Blick auf die Erfahrungen in der Optimierung der Effizienz von Prozessen in der Bürowelt kam in den letzten Jahren immer mehr die Erkenntnis: Das Business machen die Menschen. Und wenn nur nach der Effizienz geschaut wird, dann wird auch noch die letzte Motivation in den Unternehmen zerstört. Daher sollten Organisation und auch die eingesetzte Software die Menschen in ihrer Kreativitität unterstützen und sie nicht knechten. Selbstbestimmtheit statt Fremdbestimmung sollte uns den nächsten Schub in unserer gesellschaftlichen Entwicklung bringen. Aufgrund dieser Überzeugung schreibe ich hier mit.

3 Kommentare zu „Nachlese: Konferenz Agile Verwaltung 2019“

  1. Und eine weitere Erwähnung:

    #FAV 2019: Sind Sie ein „Agile Native“?
    Großes Interesse, rege Beteiligung, spannende Workshops und Vorträge: Die Konferenz Agile Verwaltung 2019 gab der Diskussion um die Behörde der Zukunft neue Impulse.

    Die Veranstaltung am 21. Februar 2019 in Ettlingen bei Karlsruhe war die dritte Konferenz ihrer Art. Die 130 Teilnehmer aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft beleuchteten das Thema Agilität aus verschiedenen Blickwinkeln. Immer wieder galt es dabei, genau zu klären: Was bedeutet eigentlich agil? Und welche Möglichkeiten und Grenzen zeigen sich dabei in der täglichen Arbeit?

    Wie normal ist Agiles Denken?
    Unter anderem trafen zwei Welten aufeinander: Öffentliche Verwaltung und Kreativwirtschaft. Dabei ging es darum, gemeinsam Bürokratieroutinen zu identifizieren und in kollaborativen Interaktionsformaten Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

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  2. André Claaßen schreibt über seinen Besuch der Konferenz wie folgt:

    Mein Tag auf der Konferenz Agile Verwaltung 2019 in Ettlingen
    Vor einigen Tagen hatte ich ein kurzes Gespräch mit einem langjährigen Experten der öffentlichen Verwaltung. Als ich ihm mitteilte, dass ich zur Konferenz des Forums Agile Verwaltung fahre, war seine Reaktion unerwartet harsch:

    Agiles Arbeiten? Herr Claaßen, Agilität hat in der öffentlichen Verwaltung wirklich nichts zu suchen. Und das hat einen ganz einfachen Grund: Wir brauchen ein rechtssicheres und planvolles Vorgehen im Projektmanagement.

    Ich erwiderte, dass Agilität eine hilfreiche Ergänzung und kein Widerspruch sein muss. Dennoch reiste ich mit einem etwas beklommenen Gefühl nach Ettlingen, einer kleinen Stadt in der Nähe von Karlsruhe.

    Weiter hier

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