Public Money, Public Code

… wir könnten uns endlich darauf konzentrieren, die Gesellschaft zum Wohle aller zu verbessern. Wenn auch Du der Meinung bist, dass die Infrastruktur von Morgen auch in unseren Händen liegen sollte, dann unterstütze uns!

Aufforderung von Free Software Foundation Europe

Ich unterstütze schon, denn ich finde diesen Ansatz mehr als förderungswürdig. Dieses Mal habe ich zwar kein Thema mit direktem Bezug zu agiler Organisation, aber ich finde, es passt zu Menschen mit agiler Haltung, um die es hier in ähnlicher Weise geht.

Stell dir vor, dass die Software, die im Auftrag der Öffentlichen Verwaltung angeschafft wird ( = public money) , unter einer freien Lizenz steht ( = public code) , so dass diese von anderen Verwaltung kostenfrei aufgegriffen und erweitert werden kann, und diese wieder … Ich finde das eine geniale Idee:

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Jürgen Habermas und die verwaltete Welt

Der 90. Geburtstag des Sozialphilosophen Jürgen Habermas soll uns ein Anlass sein, uns mit den Anregungen zu beschäftigen, die seine Philosophie gerade für die Ansätze agilen Handelns in der öffentlichen Verwaltung liefern kann. Sie ist nämlich für unsere Alltagsroutinen von einem überraschenden Reichtum. Weiterlesen „Jürgen Habermas und die verwaltete Welt“

Der agile dritte Raum

„Third Space in Hochschulen – Ein Raum für neue Aufgaben

Neue akademische Handlungsfelder und professionelle Rollen von Akademikern haben in vielen Hochschulen einen Raum hervorgebracht, der weder im Kernbereich von wissenschaftlicher oder künstlerischer Lehre und Forschung noch in der Administration oder in der Hochschulleitung angesiedelt ist. Dieser Raum wird – in Anlehnung an soziologische Theorien (Salden 2013) – als Third Space bezeichnet. …“

( aus wissenschaftsmanagement.de 1/2015 )

Third Space

Als ich im letzten Jahr als Chronist einer Tagung zum Thema Third Space an der FH Muttenz eine Zusammenfassung des Tages entwickeln sollte, habe ich mich dem mir neuen Begriff genähert, indem ich ihn aus dem Hochschulbereich in die Schule „übersetzt“ habe. Als Science Fiction, denn mit einem schulischen agilen Third Space würde Schule einen riesigen Schritt in Richtung Zukunft und in Richtung zufriedene Lehrer/innen und damit auch Schüler/innen machen können – das wurde mir recht schnell klar.

Es war einmal einmal vor ziemlich vielen Jahren.

Ein Science Fiction, der schon morgen in Baden-Württemberg und auch anderswo stattfinden könnte, würden Gelder dafür in die Hand genommen.

Wilde agile schulische Fantasien von Otto Kraz

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Das Cynefin-Modell: ein Problem auf Komplexitätsgrad prüfen, bevor man sich auf den Lösungsweg begibt

Problem ist nicht gleich Problem. Wenn ich eine Pizza backen will, nehme ich mir ein Kochbuch und folge der Anweisung Schritt für Schritt. Wenn ich Arzt bin, eine Diagnose bei etwas unklaren Symptomen stellen soll und mich dafür strikt an ein Lehrbuch halten will, habe ich vermutlich den Beruf verfehlt. Dave Snowden hat ein Modell entwickelt, das Problemstellungen in verschiedene Stufen unterteilt. Das möchte ich hier vorstellen. Weiterlesen „Das Cynefin-Modell: ein Problem auf Komplexitätsgrad prüfen, bevor man sich auf den Lösungsweg begibt“

#AusDerAgilenMethodenkiste: Die fünf Phasen einer Retrospektive

Sprint_Retrospective_Board
Bildnachweis: Dr. Ian Mitchell – Own work, CC BY-SA 3.0, Wikimedia

Eines der 12 Prinzipien des agilen Manifesto lautet:

„In regelmäßigen Abständen reflektiert das Team, wie es effektiver werden kann, und passt sein Verhalten entsprechend an.“

Der Scrum Leitfaden führt hierfür die Retrospektive als Teil des Scrum-Prozesses ein. Der Scrum-Prozess rhythmisiert die Durchführung der Retrospektive als Teil des Sprints: am Ende jedes Sprints führt das Team eine Retrospektive durch.

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Wer muss die „best practice“-Vorstellung der E-Rechnung bezahlen? Die Bürger? Die Mitarbeiter?

Die deutschen Verwaltungen digitalisieren sich: so soll die Botschaft lauten. Seit Monaten sind die Fachzeitschriften für öffentliche Verwaltung voll von Berichten über Pläne oder schon abgeschlossene Projekte zur Einführung der elektronischen Rechnung. Diese Erfolge in allen Ehren. Aber was sagt dies aus über die folgenden Digitalisierungsaufgaben? Weiterlesen „Wer muss die „best practice“-Vorstellung der E-Rechnung bezahlen? Die Bürger? Die Mitarbeiter?“

Agilität im Subtext – „subsidiäre Führungsstrukturen“

Wir kennen das alle hier: Starke Schwankungen in den Anforderungen, Transformation und Digitalisierung oder Anfragen, die nicht einfach so in die Strukturen passen, zwingen unsere Organisationen, Aufbau- und Ablauforganisation und auch Führungsstrukturen unter die Lupe zu nehmen, auf der Suche nach Entlastung und zur adäquaten Aufgabenerfüllung.. Gleichzeitig ist es weder wünschenswert noch möglich, sich selbst und die ganze Belegschaft in neue unabsehbare Organisationsexperimente zu stürzen.

In mehreren Projekten der oben beschriebenen Art habe ich, sobald das Stichwort ‘Führungsstrukturen’ fiel, die Führungspersonen erst einmal gefragt:
«Und wenn wir die Führungsstrukturen dieses Mal einmal von unten begönnen? Also angefangen bei den Nutzern und den Aufgaben her das Feld tief im operativen aufrollten und dann subsidiär nach oben in Richtung strategische Führung und Steuerung deklinierten?» [Man beachte den sanften Konjunktiv 🙂 … .]

Als Grundkonzept also ein subsidiäres Organisationsverständnis.

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