Aktuelle Webinare, Webkonferenzen und Online-Seminare

Webkonferenzen: Welche neuen (Arbeits-)Erfahrungen in der Corona-Krise wollen wir in die Zukunft mitnehmen?

Die Webkonferenz, die für den 05.05.2020 vorgesehen war, musste ausfallen, weil der Provider Unitymedia in weiten Teilen Deutschlands das Internet gekappt hatte. Darunter auch für einen Moderator.

Die Webkonferenz wird jetzt nachgeholt am Mittwoch, 13.05.2020, von 17-18:30. Kostenlose Anmeldung unter XING erbeten: https://www.xing.com/events/2864438

Eine zweite Webkonferenz zum gleichen Thema findet statt am Freitag, 15.05.2020, von 15-16:30 Uhr. Kostenlose Anmeldung unter XING erbeten: https://www.xing.com/events/2838371

Nähere Infos zu den Inhalten findet ihr auf: https://agile-verwaltung.org/unsere-kostenlosen-online-seminare-und-webkonferenzen/

Webinar: „Erst Strukturen, dann die Tools“. Wie Teams Taskboards, Chatrooms, Dateiablagen so gliedern können, dass sie einen guten Überblick kriegen

Das Webinar findet am Mittwoch, 20.05.2020, von 15 bis 17 Uhr statt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bitte auf XING: https://www.xing.com/events/2859755

Nähere Infos zu den Inhalten findet ihr auf: https://agile-verwaltung.org/unsere-kostenlosen-online-seminare-und-webkonferenzen/

Online-Seminar zum gleichen Thema „Erst strukturen, dann die Tools“

Zum gleichen Thema bieten wir ein Seminar an, in dem nicht nur Theorie vermittelt wird, sondern auch Lösungen für die und mit den Teilnehmenden erarbeitet werden. Das Online-Seminar findet am 14. und 28. Juli 2020 jeweils von 13 bis 16 Uhr statt.

Anmeldung unter https://www.xing.com/events/2859533

Online-Seminar „Agile Projekte mit Scrum und mehr

Eine Einführung ins agile Projektmanagement nach Scrum bieten wir für alle Interessierten, die die Projekte in ihrer Verwaltung entstressen und erfolgreich gestalten werden. Es wird nicht nur das Scrum-Framework behandelt, sondern insbesondere auch die Frage „Wie starte ich ein agiles Projekt?“

Vier Termine, 06. bis 09. Juli 2020, jeweils 13 bis 16:30 Uhr.

Anmeldung unter XING: https://www.xing.com/events/2859041

Nähere Infos zu den Inhalten findet ihr unter: http://kompetenzmanufaktur-agile-verwaltung.org/inhouseseminar-agile-oe-projekte-in-der-offentlichen-verwaltung-mit-scrum/

 

Schloss Blackboard und der Lambda-Faktor auf digitalen Plattformen

Lehrerbashing

Es ist soweit. Der SPIEGEL hat es auf der Titelseite. Es war zu erwarten. Weil alle Eltern über Wochen sehr nah bei den Lehrer/innen ihrer Kinder waren (oder sehr fern), da musste es so kommen. Die große Lehrerschelte hat begonnen. Allerdings, darauf sei hingewiesen, der Spiegeltitel heißt „Schulversagen“ und nicht Lehrerversagen. Und die Titelgeschichte heißt: „Der deutsche Leerplan und der Text darunter: Die Krise entlarvt schonungslos die Mängel und Rückständigkeit unseres Schulsystems. Nun starten die Lehranstalten neu, ein heikles Experiment.“

 Turbo-VUKA-Zeiten

Ja, hier will ich gerne einsteigen. Ich habe in den letzten Wochen viele Homeschooling Stories erzählt bekommen … aber auch viele Homeoffice-Geschichten von Lehrer/innen. Und ich kann den Spiegel-Untertitel nur unterstreichen: Unser Schulsystem passt schon lange nicht mehr zur Gegenwart, aber im Moment eben schon gar nicht zu Turbo-VUKA-Zeiten. In solchen Zeiten wird vieles schonungslos offengelegt. Die heutige Durchschnittsschule ist noch immer nicht zentral auf Eigenständigkeit und Teamarbeit angelegt, sondern eben immer noch meist auf abprüfbare Einzelarbeit und zentrale Stoffvermittlung, allen guten Vorworten in Bildungsplänen zum Trotz. Da die digitalen Voraussetzungen in den letzten Jahren nicht für alle Schulen angelegt wurden und meist nur sehr unvollständig, haben es im Moment auch „richtig gute“ Lehrer/innen sehr schwer, ihre Schulmeisterkompetenz zu zeigen. Außer sie haben schon selbst außerhalb des Üblichen privat mit viel Eigeneinsatz individuell das Rad neu erfunden. Wie nervenaufreibend: Etwa dieses Suchen nach den richtigen Plattformen und Ideen, mit denen man nun mit seinen Schüler/innen auch emotional Schule machen will. Es gibt so viele auf dem Markt. Nicht jede Plattform passt zu jeder Lehrperson. Es geht – nebenbei bemerkt – aus meiner Sicht bei der Digitalisierung von Schulen in erster Linie überhaupt nicht um Aktivboards und Computerausstattung an den Schulen selbst.

Bis zu den Sommerferien – mal so eine konkrete Idee

Bevor ich nun in längere Ausführungen zur Schule der Zukunft abschweife, will ich gerne einmal eine konkrete umsetzbare Idee für die Schulen bis zu den Sommerferien in die Welt setzen.

Ich erzähle Ihnen dazu die Geschichte einer speziellen Abitursfeier und Sie denken bitte parallel, wenn Sie Lehrperson sind, darüber nach, was Ihr Kopf für Ideen spinnt, wenn Sie die Geschichte hören. Und wenn Sie Eltern sind, dann fragen Sie einmal Ihre Kinder, wie sie sich wohl im Schloss Blackboard fühlen würden, hätte ihre Lehrer/in ein solches Schloss im eigenen Besitz. Und wenn Sie erfahren, dass das Ihren Kindern gefallen würde, dann schicken Sie doch diesen Blog-Link an die Schule Ihres Kindes, damit die sich ein solches Schloss anschaffen können. Falls sie es nicht schon haben. Vom Digitalpakt sind erst 40 Millionen von 5 Milliarden abgerufen worden. An Geld kann es also im Moment nicht mangeln. Die notwendige Hardware für den Schlossbesuch ist meist vorhanden (Lehrer Laptop, Schüler Smartphone) und da ja jetzt jeder Schüler mit einem Zuschuss von 150 Euro bedacht werden soll, könnte man auch umgehend alle Schüler/innen mit Schul-Smartphones  ausstatten. Aber noch einmal: Zumindest die allermeisten älteren Schüler/innen besitzen sowieso schon eines.

Schloss Blackboard

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4 Thesen zur agilen Verwaltung

Im Februar 2001 trafen sich 17 Softwareentwickler in einer verschneiten Lodge in den Wasatch Mountains im US-Bundesstaat Utah. Sie wollten sich entspannen und Ski fahren,  aber auch über ein anderes, besseres Arbeiten diskutieren, da sie mit den üblichen Projektmanagement-Methoden nicht zufrieden waren. Bei diesen war nicht vorgesehen, dass sich zwischen dem ursprünglichen Auftrag und der finalen Lieferung substanzielle Dinge veränderten. Im Arbeitsalltag der IT-Entwickler aber war es Normalität, dass während der Programmierung plötzlich neue Anforderungen an eine Software auftauchten. Deshalb suchten sie nach Ansätzen, die es ihnen ermöglichten, schnell auf neue Anforderungen zu reagieren.

Das agile Manifest 

Was an einem bierseligen Abend entstanden ist, ist das „Manifest für agile Software-Entwicklung“, das inzwischen weit über den IT-Bereich hinaus Auswirkungen auf die Arbeitsprozesse in modernen Unternehmen hat. Der Grundgedanke lässt sich in einem Satz zusammenfassen: „Je mehr du nach Plan arbeitest, desto mehr bekommst du das, was du geplant hast, aber nicht unbedingt das, was du wirklich brauchst.“ 

Vor dieser Situation steht auch die öffentliche Verwaltung. Immer mehr Projekte haben eine Komplexität und Dynamik, bei denen die bisherigen Strukturen und Arbeitsweisen an ihre Grenzen kommen. Aber es gibt auch genügend Unterschiede zwischen Softwareentwicklung und öffentlicher Verwaltung. Daher habe ich die Ansätze aus dem agilen Manifest für die öffentliche Verwaltung übersetzt. Herausgekommen sind vier Thesen zur agilen Verwaltung.

Starke Resonanz in der Akademie Mont-Cenis

Erstmals vorgestellt habe ich die vier Thesen zur agilen Verwaltung auf dem New Work Day der Akademie Mont-Cenis (Fortbildungsakademie des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen). Die Initiatorin der Veranstaltung, Frau Kaul (Fachbereichsleiterin Digitalisierung in der Landesverwaltung) hatte die Thesen zusammen mit den Original-Formulierungen aus dem agilen Manifest auf Plakate gedruckt und im Raum aufgehängt. Ursprünglich war meine Idee, damit eher provokante Thesen zu formulieren, um die Diskussion in Gang zu bringen. Um so erstaunter war ich über die Reaktionen: Zum Veranstaltungsende war fast kein Plakat mehr übrig, weil wir so viele Anfragen von den ca. 120 Teilnehmern bekommen haben, ob sie ein Plakat mitnehmen dürften, um es in ihrer Verwaltungseinheit aufzuhängen. Offensichtlich entsprachen diese Thesen genau dem, was sie sich vorstellten und wünschten. 

Für jede These gilt, dass immer beide Teile, der rechte und der linke, wichtig sind, aber die einleitenden Werte sind die wichtigeren und sollen handlungsleitend sein. 

Das alltägliche Handeln schrittweise verändern

Ich habe diese Thesen mit den unterschiedlichsten Menschen aus der öffentlichen Verwaltung, vor allem aus NRW, diskutiert und bei Ableitungsleitern aus Ministerien, Bereichsleitern und Führungskräften aus den Bezirksregierungen sowie Mitarbeitern aus der Kommunalverwaltung die gleiche Reaktion erlebt: Viele sind sich darin einig, dass diese Thesen wie Wegweiser für wünschenswerte Veränderungen sind. 

Sicherlich ist es nicht möglich, diese Thesen von heute auf morgen umzusetzen, aber der Weg ist lohnenswert. Davon bin ich überzeugt: Wenn wir anfangen, unser alltägliches Handeln schrittweise an diesen Thesen auszurichten, dann wird sich die öffentliche Verwaltung und die Arbeitswelt der Menschen nachhaltig und positiv verändern. 

Die öffentliche Verwaltung nach Corona

Ein gedanklicher Spaziergang zur besonderen Situation der Verwaltung in Corona und nach Corona. Wissen hat da niemand. Antworten schon gar nicht. Aber wir nehmen gern alle Interessierten und Zugewandten mit auf eine Gedankenwanderung.

Wir befinden uns im virtuellen Kaffeeraum des Forum Agile Verwaltung. Drei Menschen pusten den Dampf von ihren Tassen und philosophieren dabei über einen Brückenschlag zwischen Vorher, Jetzt und Später. Da sind Wolf in Karlsruhe im sehr ruhigen eigenen Büro, Vero im nicht ganz freiwilligen HomeOffice in Basel und Otto in Hinterwendlingen in seiner Pensionistenklause. Falk hält die drei moderierend von Frankfurt an der Oder aus sanft am Zügel, damit die Gedankengänge nicht ins gar zu Wilde davon galoppieren… .

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#GeschichtenAusAgilhausen: Kollegiale Beratung zur Projektportfolio-Steuerung mit Kanban

Vor ein paar Wochen hatte ein Kollege aus der benachbarten Stadt bei Alexander angerufen: „Servus Alexander. Hier ist Robert Müller. Du hattest auf dem Amtsleitersprengel vor zwei Tagen was erzählt, das mich aufhorchen hat lassen. Ich würde gerne dazu mehr hören. Hättest Du mal ein oder zwei Stunden Zeit für mich?“ Seit dem Anruf waren ein paar Tage vergangen. Natürlich hatte Alexander seine Hilfe angeboten und hatte mit Robert vereinbart, dass sie sich heute im 10 Uhr im Rathaus von Agilhausen treffen wollten.

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„Wie können Hochschulen kurzfristig große Volumina von Online-Veranstaltungen etablieren?“ – Kostenlose Webkonferenz am 9. April 2020

Viele Hochschulen haben durchaus Erfahrungen mit Online-Angeboten von Vorlesungen oder Seminaren. Jedoch sind diese oft begrenzt auf einzelne besonders digital-affine Lehrende Veranstaltungen oder Studiengänge. Wie kann es demgegenüber gelingen – aufbauend auf den schon vorhandenen Erfahrungen zu virtuellen Vorlesungs- und Seminarangeboten – kurzfristig große Volumina von Online-Veranstaltungen zu etablieren?

Genau diesen Schatz gilt es jetzt in extrem kurzer Zeit zu heben, das Wissen zu transferieren und für eine ganze Hochschule nutzbar zu machen. Dazu bieten wir eine Webkonferenz an. Weitere Angebote zu anderen Themen folgen in den nächsten Tagen. Weiterlesen „„Wie können Hochschulen kurzfristig große Volumina von Online-Veranstaltungen etablieren?“ – Kostenlose Webkonferenz am 9. April 2020″

Nextcloud und Kanban in der Lehre

Grundfunktionen der Nextcloud

Nextcloud ist eine Sharing- und Sync-Plattform. Im Kern geht es also immer um Dateien, die gemeinsam bearbeitet oder geteilt werden. Dabei lassen sich andere Funktionen wie ein Chat mit der Datei verbinden, um sich über die Datei abzustimmen. Wie auch bei anderen Plattformen lassen sich für jede Datei Links erzeugen, die wiederum in anderen Content-Management-Systemen eingebunden werden können.

Nextcloud ergänzt Moodle in der Lehre

Die Lehre findet in diesem Semester unter besonderen Bedingungen statt – plötzlich ist digital en vogue und alle sind froh, dass es das Web gibt. Und vieles was wir machen, müssen wir erst ausprobieren – auch das ist neu: wir dürfen experimentieren! Insofern stelle ich ihnen etwas vor, von dem ich noch nicht genau weiß, wie es die Lernenden aufnehmen werden. Die Didaktik versucht man natürlich mitzudenken, aber erst einmal geht es um eine Idee, möglichst schnell online gehen zu können.

Die entscheidende Rahmenbedingung ist, es geht nur digital – die synchrone und die asynchrone Kommunikation. Und natürlich möchte man die Lernenden nicht allein lassen. Also einfach nur die Dateien auf Moodle bereitstellen, genügt daher nicht. Es müssen also Tools her, mit denen ich beide Kommunikationsformen abbilden kann. In meiner Vorlesung müssen die Lernenden eine Projektarbeit machen, die ich auch begleiten möchte. Darüber hinaus sollen die Lernenden en passant Projektmanagement lernen und verstehen. Dies war der Moment für eine Nextcloud. Neben den Grundfunktionen bietet diese Webplattform auch die Möglichkeit ein Kanban-Board anzulegen. Meine Studierenden erhalten über das Kurs-weite Kanban-Board eine komplette Übersicht über alle Aufgaben (Hausaufgaben, Projektaufgaben etc.) und sind so hoffentlich immer im Bilde, ob ihre persönlichen Ressourcen noch zu den Aufgaben passen. In Verbindung mit Moodle, wo ich auch themenspezifische Diskussionsforen eingerichtet habe, lässt sich so die asynchrone Kommunikation bewerkstelligen.

Fehlt noch die synchrone Kommunikation. Auch hier verlasse ich mich auf die Webkonferenz-Funktion der Nextcloud. Mit der App Talk lässt sich eine sehr einfach zu bedienende Webkonferenz einrichten. Ein kritischer Faktor ist dabei die Anzahl der Teilnehmer einer Webkonferenz. Ich werde meine Vorlesung maximal 60 Min. als Webkonferenz (ich gebe meinen Bildschirm frei) halten. Die Teilnehmer bitte ich dann, ihr Mikrofon und Bild auszuschalten. Fragen sind dann nur per Chat erlaubt. Zu den anschließenden Q&A-Sessions gebe ich genaue Zeitfenster vor und reduziere die Gruppe auf kleinere Formate. Dann können auch online Fragen gestellt werden.

Um den Lernenden jederzeit für Fragen zur Verfügung zu stehen, kann die Chat- und Konferenzfunktion auch mobil genutzt werden –  Talk gibt es auch als mobile App für das Smartphone.

Meiner ersten Einschätzung nach erhält man mit der Nextcloud eine sichere und stabile Lösung, mit der der Sprung in das digitale Zeitalter nicht allzu schwierig ist.

Links:

  1. Mehr zur Nextcloud
  2. Mehr zu Moodle