Digital zusammen arbeiten im Hackathon #wirvsvirus – ein Erfahrungsbericht

Agiles Arbeiten in Verwaltungen bedeutete für mich bisher meist analoges Zusammenarbeiten und face-to-face-Kontakte über die Silogrenzen hinweg: beispielsweise in Workshops und in der täglichen Arbeit Teamergebnisse visualisieren oder Prototypen bauen. Das liegt auch daran, dass die Digitalisierung schleppend läuft und dass gerade in Kommunen, in denen Kollegen meist kurze Wege zu einer Besprechung haben, virtuelle Zusammenarbeit weniger gebräuchlich war. Bis zum vergangenen März-Wochenende fragte ich mich daher, wie sich übergreifendes, gemeinsames Arbeiten in Verwaltungen während der Corona-Krise „retten“ ließe, da alle Workshop-Aktivitäten für ungewisse Zeit eingestellt sind. Doch mit der Krise ändert sich auch genau das: durch die ins homeoffice verlagerte Arbeit ist momentan nur noch virtuelle Kooperation möglich. Im Hackathon #wirvsvirus habe ich erlebt, wie das mit den passenden Apps digital gehen kann.

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Der Blick auf agile Abläufe durch die Brille des dreibeinigen Trampolins

Vorspann: „Ach wieder dieser Pädagoge vom FAV“, werden manche der regelmäßigen Blogleser/innen sagen. „Und sagt heute nix zu Corona und Schulschließung?“ Als ich diesen Artikel eingestellt habe, war Corona noch weit weg. Aber natürlich habe ich auf unseren pädagogischen Kanal des Forums agil lernen und lehren schon seit Anfang der Woche begonnen, ehemalige Schüler/innen von mir mental in Sachen dreibeiniges Trampolin&Co in diesen unwirklichen Zeiten zu begleiten.  Und natürlich dürfen alle anderen mitlesen. Falls Sie also Kinder zu Hause sitzen haben, sagen Sie denen doch einmal, dass ich behaupten würde, dass man durch Blickwinkeländerungen im eigenen Kopf Schule nach der Coronapause mit ganz anderen Augen sehen könnte. Und damit Schule viel einfacher würde. Otto Kraz

Wer das Forum agile Verwaltung schon länger kennt, der weiß, dass ich als Gründungsmitglied einen sehr speziellen Part im FAV spiele … den mit der ganz eigenen Außensicht – ohne wirklich tieferes Verständnis von Verwaltungsabläufen zu besitzen, aber ausgestattet mit einem sehr hohem Interesse an funktionierenden Verwaltungen – speziell natürlich Bildungsverwaltungen – quasi als ganz normaler Verwaltungskunde. Ein Part von mir im FAV: Agile Denkmuster mit verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Ich selbst komme aus dem Bildungsbereich. Deshalb habe ich auch die Rolle des Betriebssystems im Forum agil lernen und lehren übernommen. In der pädagogischen Abteilung des FAVs. Bis 2015 war ich Gymnasiallehrer und Schulentwickler. Ich zeichne gerne, ich visualisiere mit Hochgenuss komplexe Zusammenhänge, um sie verständlicher zu machen. Zeitgemäße Bildung ist komplex, die Welt ist komplex, Verwaltungen müssen zeitgemäß auf eine komplexe Welt reagieren lernen.

Für meine persönliche Beschreibung der Schulentwicklung im Lande füge ich ein Bild ein und überlasse Ihnen als Betrachter die Interpretation.
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Wenden wir uns aber nun der Verwaltung zu. Ich habe für die Tagungschronik unserer diesjährige Jahreskonferenz in Ettlingen nach einem roten Faden gesucht und habe dabei den Fokus nicht auf die Effektivität agiler Prozessabläufe gerichtet, sondern auf den persönlichen Mehrwert für jeden Einzelnen, der sich auf agile Prozesse einlässt.

Weil der persönliche Mehrwert der stärkste Treibstoff für Veränderungen ist. Dabei fiel mir als Beobachtungsgrundlage die Selbstbestimmungstheorie ein, die in den 80er Jahren entstand und seither als eine feste Größe in der Motivationsforschung gilt. Weil ich in Sachen Visualisierung immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten bin und gerade über ein Animations-App gestolpert war, entstanden das dreibeinige Trampolin als Visualisierungsidee. Inzwischen denke ich, dass dieses Trampolin für so manchen Zeitgenossen eine schnelle Methode sein könnte, um agiles Mindset zu erklären und weiterzuentwickeln. Um im Job Erfolg zu haben und sich gleichzeitig etwas Gutes zu tun. Motivation ist persönlicher Treibstoff und dieser Treibstoff tut gut. Sich was Gutes tun ist auch ein echter Gesundheitsfaktor und wenn sich dann noch die eigene Behörde stark dabei entwickeln kann, dann passt es doch für alle.

Näheres habe ich Ihnen als Fünfminutenfilm zusammengebastelt.
Lehnen Sie sich zurück und entspannen Sie sich.

Heinz Bayer alias Otto Kraz

 

Neues aus Agilhausen – so gehen wir die Zeit der Schulschließungen an

Nun ist es soweit, alle Schulen und Kindertagesstätten werden geschlossen. Auch bei uns in Agilhausen haben wir einen Krisenstab eingerichtet und werden ab dieser Woche den Schulbetrieb und die Betreuung in den Kindertagesstätten gemäß den Handlungsanweisungen stark einschränken. Es ist insgesamt eine seltsame Situation. Doch diese aktuelle Situation ist auch hoch spannend. Zum einen, weil wir alle nicht wirklich wissen was, wann und wie kommen wird. Die Lage ist komplex und nicht wirklich prognostizierbar. Das ist VUCA in Reinform. Sollen wir experimentieren und mutig sein? Wenn es um die Gesundheit unserer Mitmenschen in Agilhausen geht, dann wagen wir keine Exeprimente, sondern gehen mit Ruhe und mit aus jetziger Sicht angemessenen Maßnahmen voran.

Wenn es jedoch um den Schulbetrieb geht, dann sind Exeprimente genau das Richtige, um die Schule 4.0 mit Leben zu erfüllen. Da war doch was mit Digitalisierung und so. Dann lauschen wir einfach mal einem Gespräch mit tollen Ideen.

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Agilhausen – die agilste Stadt Deutschlands

Morgens um 8 Uhr in Agilhausen, der agilen Musterstadt. Alexander betritt energiegeladen sein Büro im ersten Stock des Rathauses. An der Wand – gegenüber von seinem Schreibtisch – hängt ein großes Kanbanboard. In knapp einer Stunde werden sich rund 8 Kolleginnen und Kollegen wieder davor versammeln und gemeinsam besprechen, was sie seit gestern alles erledigen konnten und was heute ansteht.

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Agile Projekte in öffentlichen Verwaltungen – Teil 4

In diesem vierten Beitrag möchte ich nun gerne die Ergebnisse unseres Artikels „Agilität und Nutzerzentrierung in der öffentlichen Verwaltung“, den wir im Rahmen der „Mensch und Computer“ 2019 veröffentlicht haben, vorstellen.

Looks, H., Fangmann, J., Thomaschewski, J. & Schön, E.-M., (2019). Agilität und Nutzerzentrierung in der öffentlichen Verwaltung. In: Fischer, H. & Hess, S. (Hrsg.), Mensch und Computer 2019 – Usability Professionals. Bonn: Gesellschaft für Informatik e.V. Und German UPA e.V.. DOI: 10.18420/muc2019-up-0301

Jannik Fangmann hat bereits in einem Beitrag über die Entwicklung seines Screening-Instruments zur Fortschrittsermittlung in der agilen Transformation berichtet. Nach der Durchführung der Bestandsaufnahme [1] (die Ergebnisse wurden bereits vorgestellt – Teil 1 und Teil 2) und der Entwicklung des Screening-Instrumentes erkannten wir das Potenzial dieser beiden Forschungsergebnisse und setzten uns zum Ziel, diese zusammenzubringen.

Durch eine Anpassung des Screening-Instrumentes an den Kontext öffentliche Verwaltung möchten wir es ermöglichen, den Fortschritt der agilen Transformation in diesem Kontext messen und vergleichbar machen zu können. Um festzustellen, ob das Screening-Instrument in der öffentlichen Verwaltung anwendbar ist, wurde zunächst das Transformationspotenzial anhand der Ergebnisse der durchgeführten Bestandsaufnahme [1] analysiert.

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Wie agil ist Tradition? Die Schweiz und ihre Beteiligungskultur

In letzter Zeit fanden sich an dieser Stelle vielfach Artikel zu Bürgerräten, Partizipation, Beteiligungsverfahren und lebendiger Demokratie. Wie macht das … die Schweiz? Die Insel der Basisdemokratie, die Heimat der Volksabstimmungen.

Die Willensnation.

Ist das nicht ein wundervoller Begriff? Willensnation – ich habe mich sofort verliebt! Nicht über Herrscher, Kriege, adlige Hochzeiten entstanden, sondern Willensnation – mit immerhin vier verschiedenen Sprachregionen. Eidgenossen, die kollaborieren, damit sie frei bleiben können.

Das Konzept der Willensnation zieht sich mehr oder weniger direkt durch viele politische Prozesse. Was ist das?

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Archivare als Records Manager. Chance oder notwendiges Übel?

Theoretisch könnten es sich Archivare auf den ersten Blick gesehen leicht machen. Schriftgutverwaltung ist zumindest nicht direkt Teil ihres gesetzlichen Auftrags. Unmittelbare negative Folgen einer defizitären Schriftgutverwaltung, wie verlängerte Entscheidungsprozesse, erschwertes Arbeiten, fehlende Rechtssicherheit und Auskunftsfähigkeit oder kurz die Entstehung eines Negativklischees, wie z.B. dem Bild einer lahmen oder gar inkompetenten Behördenmühle, ist ausschließliches Problem der aktenführenden Stellen und des Archivträgers. 

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