Neues aus Weit im Winkl – Folge 2.2

Ja wir spinnen diese Idee des agilen Schulverwaltens einfach einmal weiter. Nicht als Blaupause für ein tatsächliches Konzept, eher als Anregung für ein Neudenken von Altmustern. „Haben wir doch schon gemacht. Vor 13 Jahren. Verwaltungsreform,“ rufen jetzt manche Insider aus Baden-Württemberg.

Wikipedia meint dazu: „Die Verwaltungsstrukturreform in Baden-Württemberg zum 1. Januar 2005 erweist sich in Hinsicht auf die Vernetzung einer Vielzahl von Spezialisten unter einem Dach als besonders vorteilhaft, indem sie sich bewusst für den Beibehalt einer 3-gliedrigen Verwaltungsstruktur und gleichzeitig für das Auflösen zahlreicher Sonderbehörden entschied, mit dem Ziel, dem Bürger als Verwaltungspartner, abhängig von der Aufgabe, entweder Landratsämter oder Regierungspräsidien anzubieten. Damit sollte das Kernziel der Reform einer bürgerfreundlichen, effizienten Verwaltung unter dem Motto:
Ein Haus
Ein Gebiet
Eine Behörde
Eine Entscheidung
erreicht werden. Die klaren Strukturen und Zuständigkeiten sowie die damit erzeugten Bündelungen führen zu einer größeren Verwaltungseffizienz, Klarheit und Akzeptanz der Verwaltungsentscheidungen und -strukturen bei Unternehmen, Verbänden und den Bürgern. Durch die hierarchische Struktur können innerhalb des Regierungspräsidiums bereits Interessensunterschiede entschieden werden, womit die Regierungsebene entlastet wird.“

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Agilität in der Verwaltung – Fokus nicht nur auf den Kunden, sondern auch auf den Anwender

Spätestens seit dem „Neuen Steuerungsmodell“ Mitte der 90er ist der Kundenbegriff fester Bestandteil des Repertoires der öffentlichen Verwaltung geworden. Moderne Verwaltungen streben Dienstleistungs- und Kundenorientierung an. Und dennoch ist der Begriff des Kunden und seine Anwendbarkeit in der öffentlichen Hand nicht unumstritten. Cornelia Vonhof hat bereits in einem vergangenen Blogpost das Thema aus Sicht der Bürgerorientierung näher beleuchtet und auf die Problematik des Kundenbegriffs, wie er im Neuen Steuerungsmodell angewandt wird, hingewiesen.

Auch die Prinzipien des Agilen Manifests und agile Managementrahmen wie Scrum nutzen den Begriff des Kunden, allerdings zumeist im weiteren Sinne, indem sie zusätzlich den Nutzer bzw. Endanwender – implizit – einbeziehen. Diese Erweiterung kann auch der öffentlichen Verwaltung helfen, sich mit dem Begriff des Kunden auszusöhnen und die mit der Anwendung des Kundenbegriffs verbundenen Herausforderungen lösen.

Der Kundenbegriff – eine Definition

Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert den Kunden als „tatsächlicher oder potenzieller Nachfrager auf Märkten. Kunden können Einzelpersonen oder Institutionen (organisationales Kaufverhalten) mit mehreren Entscheidungsträgern sein.“ (Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kunde-37108/version-260551)

Die Kundenbeziehung ist nach dieser Definition durch eine Wirtschaftsbeziehung basierend auf Leistung und Gegenleistung gegründet, die auf einem Markt geknüpft wird. Es findet also ein ökonomischer Tausch statt, bei dem der Kunde für eine Leistung bezahlt und der auf einem Aushandlungsprozess basiert. Der Kunde ist also derjenige, der „bezahlt“ und in die Rolle des Auftraggebers tritt.

Der Kundenbegriff in der öffentlichen Verwaltung

Basierend auf der Definition wird klar, warum der Kundenbegriff sich in der öffentlichen Verwaltung so schwer tut. Weiterlesen „Agilität in der Verwaltung – Fokus nicht nur auf den Kunden, sondern auch auf den Anwender“

Was passiert genau bei der digitalen Transformation? Eine Artikelrezension

Der Begriff Digitale Transformation geistert irgendwie rum. Aber ich bin mir nicht sicher, ob die Beteiligten ein gutes Verständnis von den Zusammenhängen haben. Bei meiner Recherche ist mir ein Artikel besonders aufgefallen, weil die Autoren dort sehr gut beschreiben, was passiert, wenn Dienstleistungen digitalisiert werden.

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Agile Entscheidungen – langfristige Kurzweil

In Wien unterwegs – wunderbare Stadt… . Hier schlendere ich bewusst und absichtsvoll völlig planlos durch die Stadt. Und dadurch passieren mir hier immer wieder Begegnungen und Trouvaillen, die ich im Alltag selten finde. Liegt das an der Einzigartigkeit Wiens? Oder liegt das an der Offenheit und dem Freiraum, die durch meine Planlosigkeit entstehen? Mit Verlaub: ich glaube, beides.

Manchmal, wenn ich an einem besonders originellen oder lauschigen Ort vorbeikomme, spüre ich leicht zupfend den Reflex, den Ort zu notieren, vielleicht doch eine Liste von Lieblingsorten zu verfassen. Dann stelle ich mir vor, wie ich beim nächsten Wienbesuch die Liste zücke und an Lieblingsorte zurückkehre……… Und dann schüttele ich über mich selbst den Kopf. Weiterlesen „Agile Entscheidungen – langfristige Kurzweil“

Neues aus Weit im Winkl – Folge 2.1

Liebe Leser/innen

Wahrscheinlich wundern Sie sich als Verwaltungsinteressierte, warum hier im Blog immer mal wieder Beiträge aus dem Bereich agil lernen und lehren auftauchen. Also aus einem Gebiet, das doch so weit entfernt von Verwaltungen und Silos scheint. Mit ein paar neuen Folgen aus unserer fiktiven Laborschule in Weit im Winkl wollen wir diesen Zusammenhang für Sie herstellen.

agil schulverwalten

Und uns dabei an die Vision einer agil angehauchten Schulverwaltung wagen. Die mit einem eher geringen Aufwand so Vieles an den von ihnen verwalteten Schulen sich erfolgreich bewegen lassen könnte. Das Bild dazu gibt es hier. https://www.aufeigenefaust.com/2018/07/02/agil-schulverwalten/

Folge 2.1 – Wie alles begann.

Die Story

Wir schreiben das Jahr 2033. Zwanzig Jahre ist es nun her, dass das Laborgymnasium in Weit im Winkl, kurz vor Basel erstes Tal rechts – also direkt an der Schweizer Grenze, zur „teilautonomen“ Schule wurde. Insiderkreise sprachen schon gar nicht mehr von Schule, sondern vom Café L.

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In eigener Sache: Ergebnisse der FAV-Mitgliederversammlung vom 20.07.2018

Am vergangenen Freitag haben die Mitglieder des Forums Agile Verwaltung an der HdM in Stuttgart ihr halbjährliches physisches Treffen veranstaltet. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Vereinsformalia ging es um die Themen FAV-Vision, Vernetzung, einen Rahmen für das Wachstum und die Inhalte der Konferenz 2019.  Weiterlesen „In eigener Sache: Ergebnisse der FAV-Mitgliederversammlung vom 20.07.2018“

Scrum als Rahmen für bürgerschaftliches Engagement

Warum gerade Scrum für bürgerschaftliches Engagement geeignet ist, möchten wir im Folgenden aufzeigen. Dazu lohnt ein Blick darauf, was bürgerschaftliches Engagement ist und unter welchen Rahmenbedingungen bürgerschaftliches Engagement überhaupt entstehen bzw. gedeihen kann. Im Anschluss werden wir zeigen, warum Scrum für bürgerschaftliche Projekte geeignet ist und helfen kann, bürgerschaftlichem Engagement einen professionellen Rahmen zu geben, ohne in die Motivation der Engagierten einzugreifen. Weiterlesen „Scrum als Rahmen für bürgerschaftliches Engagement“