Von Ordnung, Zuordnung, Einordnung ….. und ganz im Gegenteil

Es gibt vier Arten von ….
(was wünscht sich die geneigte Leserschaft hier zu lesen?
In welchem Thema sollen wir mit der Vier-Arten-Zuordnung heute einmal Ordnung schaffen?)

Es gibt vier Arten von …


…digitalen Nomaden.

Steht da im Titel eines Artikels meiner Blogleseliste. Ich bin ja selber so eine. Also lese ich natürlich den Artikel. Vielleicht kann ich da ja etwas dazu lernen. Am Schluss angekommen steht da:

«In Wirklichkeit gibt es keine vordefinierten Muster und keine geschriebenen Regeln mehr. Man erfindet seinen Alltag als Remote Worker neu. Denn wir sind alle unterschiedlich. Unsere Erwartungen an Reisen und selbstständiges Arbeiten können von Person zu Person unterschiedlich sein.»

https://www.famille-nomade-digitale.com/les-4-types-de-digital-nomads/ (Übersetzung V. Lévesque)

Diesem letzten Absatz kann ich durchaus zustimmen. Ich habe mich in der Auflistung der Kategorien, wie meistens in solchen Typisierungen, ganz gleich zu welchem Thema, nicht einmal zu- und schon gar nicht einordnen können.

Warum klassifizieren? Warum wirken solche «es gibt x Arten von…- Teaser» so einladend und finden sich in so vielen Titeln und Aufklärungsversprechen?

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Eine Zugfahrt – ein Kaffee – eine besondere Bekanntschaft!

Wir freuen uns sehr, einer Auswahl von Blogartikeln aus dem Musterwandler-Blog, der nicht mehr fortgeführt wird, hier im Forum Agile Verwaltung ein neues Zuhause bieten zu können. Wir wünschen euch eine spannende Lektüre.

Von Martina Nolte (Hochschule Niederrhein),
Kontakt: martina.nolte@hs-niederrhein.de

Eine Zugfahrt – ein Kaffee – eine besondere Bekanntschaft!

Nach einer wirklich wissensreichen und interessanten Tagung des Forums Agile Verwaltung stiegen Tobias Koch (Heinrich-Heine-Universität) und ich (Martina Nolte, Hochschule Niederrhein) in den Zug von Berlin nach Düsseldorf. Nach dem hektischen Einstieg in Berlin entschieden wir uns, erstmal einen entspannten Kaffee im Zug-Café zu trinken. Dort saß bereits ein freundlicher Mann, der bereitwillig seine Sachen zur Seite nahm, um uns einen Platz zu ermöglichen. Ich bestellte einen Kaffee und fragte ihn – als Dank – ob er ebenfalls einen mochte. Er bejahte! Dies war der Beginn eines großartigen Gesprächs auf dem Weg durch die Republik.

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Lernzirkel – Lernwege im Kontext der Digitalisierung

Wir freuen uns sehr, einer Auswahl von Blogartikeln aus dem Musterwandler-Blog, der nicht mehr fortgeführt wird, hier im Forum Agile Verwaltung ein neues Zuhause bieten zu können. Wir wünschen euch eine spannende Lektüre.

Vor gut einem Jahr bin ich der Begeisterung einer Musterwandler-Kollegin gefolgt und habe meinen ersten Working-Out-Loud-Zirkel gestartet. Los ging es zu Beginn des Lockdowns im März. Es war der Start einer anstrengenden Zeit, da die mit der Pandemie einhergehenden Anforderungen an unser E-Learning-Team uns gut gefordert haben. Will frau in der Zeit noch was Neues angehen? JA! Ich habe die wöchentlichen Zirkeltreffen immer wieder als sehr bereichernd erlebt. Und es tat gut, gerade in der Zeit sich auch einen Freiraum für etwas anderes einzuräumen.

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Agilität alias Entwicklungsorientierung und die Omas und Opas mit im Boot

Das Buch

Vor einem Monat haben einige Autor:innen rund um die Hochschule für agile Bildung in Zürich ein wissenschaftliches Buch beim Beltz-Verlag veröffentlicht. Es heißt allerdings nicht „Agile Bildung …“, sondern „Entwicklungsorientierte Bildung – ein Paradigmenwechsel“.  Der alternative Begriff für Agilität passt gut in die Entwicklung der Bildungslandschaft und wäre ein echter Paradigmenwechsel, könnte man ihn gesellschaftsfähig machen.

Im Bildungsbereich kann man klare zeitliche Orientierungs-Phasen erkennen. Wissensorientierung … das war seit Beginn von Schule eigentlich immer der zentrale Fokus. Erst in den Siebzigern kam die Kompetenzorientierung als Schlagwort dazu … und ist leider auch nach 50 Jahren noch nicht breit in jedem Unterricht gelandet. Wenn Sie bei Ihren Kindern andere Erfahrungen gemacht haben, Gratulation.

Wir meinen natürlich trotzdem, dass es schon jetzt an der Zeit ist, den nächsten Schritt zu gehen. Entwicklungsorientierung … wobei Kompetenzorientierung und Wissensorientierung immer noch klar mit dabei sind. Integriert. Eine Ganzheit. Etwa so wie auf dem Bild.

Eltern von Schulkindern werden mir sicher zustimmen, weil sie täglich erfahren, dass die heutige Schule nicht wirklich an die VUCA-Welt des 21. Jahrhunderts angepasst ist.

Die Veranstaltung zum Buch

Unser kleines Online-Literaturcafé zum Buch hat am 11. Mai 2022 stattgefunden. Oft erzählen bei solchen Veranstaltungen Autor:innen viel. Und die Teilnehmer:innen fragen am Ende wenig. Wir hatten deshalb zwei Experimente gestartet:

Jede:r Autor:in  kam mit einer eigenen offenen Frage zur Veranstaltung, die die Gäste schon vorher geschickt bekamen. «Wenig referieren, schnell in die Diskussion einsteigen» war die Idee. Und sie hat wohl ziemlich gut funktioniert, wenn ich den Rückmeldungen Glauben schenken darf! Ich selbst saß als Zeichner in der Hausmeisterei (Ein „Raum“, den wir neben den Sessionräumen auf wonder.me eingerichtet hatten) und wartete auf „Aha-Sätze“.

Das war das zweite Experiment: Wir wollten schauen, ob man Teilnehmer:innen dazu bewegen kann, ihre Aha-Momente während der Veranstaltung in einzelne Sätze zu packen, die ich dann visualisieren konnte. Das Ergebnis kann man hier sehen! Am Ende des Blogbeitrags. Und ja, ich persönlich finde: Beide Experimente sind gelungen und zur Nachahmung und Weiterentwicklung empfohlen.

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In eigener Sache: Stellenmarkt für Agilisten

Auf unserer letzten Blogredaktion am vergangenen Freitag haben wir uns überlegt, wie wir den Service für unsere Leserinnen und Leser verbessern können.

Dabei haben wir uns seit Längerem mal wieder die Zugriffszahlen angeschaut und waren überrascht, wie oft die Seite „Stellenmarkt für Agilisten“ angeklickt wird. Dabei ist das Angebot an Stellen dort relativ mager und auch nicht regelmäßig aktualisiert.

Das haben wir gleich verbessert: veraltete Angebote entfernt und ein neues eingestellt. Und die Zugriffszahlen sind natürlich ein Hinweis darauf, dass viele Leser:innen Stellen suchen – weil sie vielleicht nicht richtig glücklich sind, wo sie aktuell arbeiten. Und sicher werden sie oft Stellen suchen, in denen sie „agiler“ arbeiten können. Also haben wir uns überlegt, dass wir auch Stellengesuche veröffentlichen wollen. Und haben ein Formular auf die Seite gestellt, das Interessent:innen mit ihren Wünschen und Fähigkeiten befüllen können. Eure Angaben werden anonymisiert auf unserer Seite veröffentlicht und ihr benachrichtigt, wenn Stellenanbieter sich melden.

Wir sind gespannt, ob wir damit einen Beitrag in eurem Sinne leisten können. Schaut doch mal auf die Seite „Stellenmarkt„.

Tool zur Einführung der E-Akte: die „Kriterienliste“

Mittlere oder kleinere Verwaltungen (Kommunen, Hochschulen, kleine Kreisverwaltungen) wählen ein DMS oft sehr pragmatisch aus: Der Projekt-Verantwortliche – meist jemand aus der IuK – hört sich um. Er fragt bei den Nachbarn, was die denn so beschafft haben. Er erkundigt sich beim kommunalen Rechenzentrum des Landes. Oder er geht auf eine Messe und schaut, was es so an Produkten gibt. Für mehr ist nicht Zeit.

Meistens ist nicht einmal ein Lastenheft vorhanden, geschweige denn eine Vision, wie wir künftig in der E-Akte arbeiten wollen. Wer sollte ein solches Lastenheft denn auch erstellen? Die IuK-Abteilungen ertrinken schon in den Routinearbeiten.

Die Ergebnisse der Beschaffung sind mäßig bis schlecht. Gerade die Marktführer unter den Produkten sind unübersichtlich, langsam, decken die heutigen Hauptbedürfnisse kaum ab. Deshalb stellen wir jetzt hier ein Tool vor, mit dem man schnell Kriterien für die DMS-Auswahl aufstellen und eine Marktabfrage machen kann. Und wir laden ein zu einer kurzen kostenlosen Konferenz im Juni, auf ihr Fragen stellen könnte. Das ist auch eine Möglichkeit für Projektleiter:innen, sich untereinander zu vernetzen.

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Des Verwaltungspudels Kern – oder: wo (überall) ist ein Hund begraben?

Folgende Geschichte ist mir begegnet. Es klingt ein bisschen wie eine Episode aus einer Sitcom: Sie will einen nicht-deutschen Mann heiraten und so verlangt das deutsche Standesamt ein Ehefähigkeitszeugnis vom Zukünftigen. Das bekäme sie, beziehungsweise er beim für ihn zuständigen Konsulat seines Herkunftslandes. Zwar fand sie, die Ehefähigkeit ihres Auserwählten würde sie eigentlich gern persönlich selbst feststellen, aber gut. Also Fahrt zum nächstgelegenen Konsulat zur Bestellung des Ehefähigkeitszeugnisses (dafür braucht es einen Ferientag wegen der Entfernung und der Öffnungszeiten) und einen dreistelligen Eurobetrag. Tatsächlich kam nach wenigen Wochen das bestellte Ehefähigkeitszeugnis.

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Wenn der Bierdeckel die Arbeit erleichtert…  

Von Essenz, Strategie und vom Fokushalten in der Praxis
Ein Beitrag von Veronika Levesque und Christine Gebler

Drei Menschen sitzen in der Gastwirtschaft am Stammtisch «Kein Bier vor Vier» und genießen den Feierabend. Abelia Abteilleit, die einen Bereich in einer Behörde leitet, Lennie Liest, interessierter Verwaltungsmensch und Blogleser des Forums Agile Verwaltung und Beate Berate, die Organisationsberaterin ist. Es herrscht hörbar gute Stimmung.

Abelia Abteilleit
Mensch Lennie, hör mal, ich muss dir was erzählen. Ich hab bei der Arbeit jetzt endlich auch einen Bierdeckel. Richtig toll. Einen selbst entwickelten!

Lennie Liest  
Ja, klar, wir sitzen hier in einer Kneipe!  

Abelia Abteilleit
Nein, so mein‘ ich das nicht – einen Bierdeckel mit unserer Vision und Ausrichtung für unsere Arbeit.  Ja, Du hast richtig gehört. Das Thema Bierdeckel hatten wir schon mal – erinnert ihr Euch?? Da wollte so´n Politiker die Steuererklärung total einfach machen; hat leider nicht geklappt. Aber wir haben´s geschafft. Wir haben eine strategische Ausrichtung entwickelt, die auf einen „Bierdeckel“ passt. 

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QR-agil … unbürokratisch, kreativ, sofort

Im Moment kommen Hunderttausende ukrainische Schulkinder in Europa an.

Ursprünglich wollte ich aufbauend auf meinen letzten Blogbeitrag von der Weiterentwicklung der sprechenden Physikmagazine schreiben. Weil ich doch inzwischen noch die QR-Code-Möglichkeit eingesetzt habe und dann sehr einfach mit Hilfe von epubli.de auch Magazine ausdrucken lassen kann. Eigentlich eine Weiterbildungsidee für unsere Hochschule für agile Bildung in Zürich. Aber eigentlich auch direkt umsetzbar für ukrainische Schulkinder?

Denn ja, diese QR-Code-Technik kann jede:r ganz leicht einsetzen. Das funktioniert auch für Arbeitsblätter. Man kann Arbeitsblätter „zum Sprechen“ bringen und damit den Lernenden die Möglichkeit eröffnen, zeitlich unabhängig von der Lehrperson zu lernen. Und als Lehrperson bekommt man damit die Möglichkeit, leistungsstarke Schüler:innen mit agilen Ansätzen „von der Pädagogenleine“ zu lassen. Um sie später wieder als „Lehr-Assistent:innen“ einzubeziehen. Ich ziehe übrigens vor epubli den Hut, weil man einerseits schnell Hefte online und kostenlos als pdf zur Verfügung stellen, aber auch gleichzeitig denselben Inhalt „on demand“ als gedrucktes Magazin bzw Workbook bestellen kann. Mehr dazu unter aufeigenefaust.com/physik/

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FAV-Frühjahrskonferenz: Das Programm steht und der Link zum Ticketshop funktioniert jetzt auch!

Diesen Artikel haben wir schon einmal am Montag veröffentlicht. Aber shit happens: der Link zum Ticketshop lief auf eine falsche Seite. Der richtige Link lautet: https://en.xing-events.com/OWBDCER. Und noch einmal die Informationen in Gänze.

Am Mittwoch, dem 15. Juni 2022, von 9:45 bis 17:00 Uhr, findet die Frühjahrskonferenz des Forums Agile Verwaltung statt. Geplant ist ein Hybridformat, d.h. gleichzeitig eine Präsenzveranstaltung in der Buhlschen Mühle in Ettlingen und ein Onlineformat im schönen @ttlingen.

Das aktuelle Programm als pdf-Download findet ihr hier:

Der Ticketshop zum Anmelden befindet sich hier: https://en.xing-events.com/OWBDCER. Und die Konferenzseite mit allen zusätzlichen Informationen – z.B. zu reservierten Hotelzimmern usw. – findet ihr hier.

Wenn ihr Fragen habet oder Anregungen, dann schreibt uns bitte eine E-Mail an konferenz[ett]agile-verwaltung.org.

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