Agile Anmerkungen zum aktuellen Stand der eGovernment-Projekte

In unserer beliebten Reihe „der agile Besserwisser“ beugen wir uns heute über die Frage: „Wie steht es eigentlich mit der Einführung von eGovernment in deutschen Kommunalverwaltungen?“. Dazu haben wir uns ein Beispiel aus einem bayerischen Landratsamt erzählen lassen. Weiterlesen „Agile Anmerkungen zum aktuellen Stand der eGovernment-Projekte“

Zuständigkeiten und Zustände: Eine Fehlentscheidung einer Arbeitsagentur – und wie sie vermutlich zustande kam

Dieser Artikel ist ein Ping-pong – Wolf macht den Anfang und schlenzt dann das Bällchen elegant übers Netz schweizwärts, damit Veronika damit weiterspielt…

Eine Arbeitsagentur bestellt für eine schwer depressive Versicherte einen Chirurgen als Gutachter. Der bescheinigt ihr Gesundheit. Daraufhin wird ihr Hilfeantrag abgelehnt. Wie mag eine solche Fehlentscheidung wohl zustande kommen? Würden agile Arbeitsmethoden das verhindern?

Die Datenlage

Unsere Kenntnisse dieses Falls stammen aus einer Tageszeitung. /1/ Trotz dieser dünnen Faktenbasis haben wir uns entschieden, ihn zum Gegenstand unserer Überlegungen zu machen.

Der Fall

Die Chronik der Ereignisse ist schnell erzählt: Weiterlesen „Zuständigkeiten und Zustände: Eine Fehlentscheidung einer Arbeitsagentur – und wie sie vermutlich zustande kam“

Vortrag „Agilität und Öffentliche Verwaltung“ auf dem Scrum-Day in Stuttgart

Am 31. Mai 2017 waren Thomas Michl und ich auf den Scrum-Day in Stuttgart eingeladen, um dort einen Vortrag zum Thema „Agilität und Öffentliche Verwaltung“ zu halten.

Für die agile Community, die sich auf dem Scrum-Day einmal im Jahr trifft und die nach wie vor vorwiegend der Software-Branche entstammt, war das Thema einigermaßen exotisch. Immerhin fanden ca. 12 Teilnehmer in den kleinen Vortragssaal K1/K3.

Themen unseres Vortrags waren:

  1. Was macht die Verwaltung so starr? Das Zuständigkeitsprinzip und wie es sich seine (Behörden-)Welt erschafft.
  2. Erste Agilisierungsversuche, damit die Öffentliche Verwaltung ihre Kernaufgaben besser leisten kann: Die Stadt Ängelholm (SE)
  3. Die deutschen Ansätze, den Herausforderungen gerecht zu werden: Digitalisierung und „E-Akte“

Zum Schluss fand eine Diskussion mit den Teilnehmern statt zum Thema
„Wie könnten agile Agenten die Verwaltung beim Neudenken unterstützen?“ Dabei gab es einige interessante Ideen, zum Beispiel „Scrum-Tisch der Stadt X lädt Verwaltungsspitze zum Ideenaustausch ein“.

Wer sich für den Vortrag interessiert, kann ihn hier downloaden: PRÄSENTATION Scrum-Day ‚Agilität und öffentliche Verwaltung‘ 2017_05_31

Von Sog und Druck und Kopfgeburten

In einer bestimmten Zeit in Richtung auf ein Ergebnis, ein Produkt oder ein Ziel hin zu arbeiten – oder arbeiten zu lassen –  ist einer der Kerne des alltäglichen betrieblichen Arbeitens.

Zeit
Zeitnot
Zeitdruck
DEADLINE …

Es gibt Führungs- und Organisationsverständnisse, die sich im ganzen Spektrum von
„Ohne Druck bewegt sich keiner und nichts.“ (sic, mehrfach so gehört) bis
„Wer intrinsisch motiviert ist, arbeitet ganz von selbst und gerne.“
bewegen.

Mich beschäftigt derzeit folgende Frage: 1974z0aivue1ajpg
Druck benötigt Kraftaufwand – und zwar sowohl an der Stelle, wo er aufgebaut und eingesetzt wird, als auch dort, wo er auftrifft.
Sog hingegen ist weniger einfach zu fassen und zu beschreiben.

Bericht von einer Forschungsreise nach Ängelholm

Ganz schön mutig (oder frech?). „Första agila kommun av Sverige“ – „Erste agile Kommune Schwedens“ – so nennt sich Ängelholm am Öresund, ganz im Südwesten des Landes. Würde eine deutsche Verwaltung sich so nennen – würde sie die erste sein wollen?

Ängelholms Rathaus mit zwei Forschungsreisenden

Auf jeden Fall geht ein Flair des Mutes zum Experiment von dieser Verwaltung aus – nicht der einzige Punkt, der uns neugierig gemacht hat.

Was können wir von Ängelholm lernen für unsere Mission, die deutsche Verwaltung zu agilisieren?

Weiterlesen „Bericht von einer Forschungsreise nach Ängelholm“

Methoden, die auch agil können – zum Beispiel ‚Tastoo‘

In einem der Grundlagenartikel dieses Blogs über Agilität und Verwaltung ging es um den Umgang mit Fehlern und wie aus vermeintlichen Fehlern tolle Produkte entstehen können. So wie Post-it’s. Die Methode ‚Tastoo’ ist so ein Beispiel.
gruppe-rundeErfundene Praxis: Vor einigen Jahren wollten zwei Kollegen und ich für eine Reihe von Schulen, die den gleichen Grundauftrag haben, aber grosse Freiheiten in der Umsetzung und Ausgestaltung geniessen (ja, das tun sie auch zuweilen, geniessen), eine Blaupause erstellen. Blaupause im Sinne von: „So funktioniert Schule. Das sind die Aufgaben, die wir alle erfüllen, die wir gemeinsam haben, es sind viele und wir leisten eine Menge. Wir machen sie sichtbar.“ Weiterlesen „Methoden, die auch agil können – zum Beispiel ‚Tastoo‘“

Reblog: Ideen für agile Ansätze in Kindertagesstätten

Letzte Woche haben wir auf einen Artikel von Thomas Michl im Blog von Hendrik Epe zum Thema „Warum das agile Manifest der Softwareentwicklung auch der Sozialwirtschaft den Weg weist“ hingewiesen (Link zum Artikel). Jetzt hat Hendrik darauf geantwortet und aus seiner (vor allem: Eltern-)Sicht Gedanken zu möglichen agilen Methoden in Kindertagesstätten entwickelt.

Wir halten den Artikel von Hendrik für inhaltlich interessant. Ein weiterer Grund, ihn unseren Lesern zu empfehlen: Verwaltung, die ja auch im Namen unseres Forums vorkommt, ist für uns nicht nur die „klassische“ Kernverwaltung in Kommunen, Ländern und dem Bund. Sondern zu ihr gehört in unserer Sicht der gesamte Umfang des Öffentlichen Dienstes, der aus gesellschaftlichen Mitteln für gesellschaftliche Zwecke geleistet wird. Und dazu gehören Kitas allemal.

Hier geht’s zum Artikel von Hendrik Epe: „Agiles Management in Kitas – Spinnerei oder eine echte Lösung?