Agile Methoden einführen – eine Frage der Differenzierung?

Vor einigen Jahren habe ich in einem Führungskräfte-Seminar das Riemann-Thomann-Modell kennen gelernt. Dieses wird in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet – beispielsweise als Tool zur (Selbst-)Einschätzung von Beziehungen zwischen Personen und bei der Entwicklung von Teams. Weiterlesen „Agile Methoden einführen – eine Frage der Differenzierung?“

‚Methode Agilität‘ im Alltag – der Mensch als agiles Wesen?

Die Präsentationen agiler Methoden sind auf diesem Blog besonders viel gelesen. Heute möchte ich eine Art Methode zum Selbstmanagement und zur Selbstwirksamkeit zeigen. Denn in unserem (gemeint ist das Forum Agile Verwaltung) Verständnis von Agilität sind es nicht – oder nicht nur – die Methoden, die Spielräume zur Entwicklung bieten, sondern insbesondere auch der Brückenschlag zwischen Haltung, Kulturfragen und Handlung.

Seit fast 20 Jahren hängt ein von mir selbstgemaltes Bild über meinem Schreibtisch – es ist von Arbeitsstelle zu Arbeitsstelle bei jedem Bürowechsel mitgekommen und ich schaue tagtäglich darauf. Und nicht nur ich ….

Auf dem Bild steht, was ich brauche, um die Arbeit gut zu machen und um sie auch weiterhin und über längere Zeit gut machen zu können.
Gewisse Grundlagen und Prinzipen leiten das Handeln – innere Freiheiten, äussere Bedingungen und generelle Grundsätze.

Mich unterstützen diese ‚5 Freiheiten‘:

Die Freiheit zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist, 
– anstatt das, was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.

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Zukunftswerkstatt der Wirtschaftsförderung Region Freiburg: „Digitale Wege in der Region“

Am 23. Januar 2019 fand  in Freiburg eine Konferenz von Kommunalverwaltungen über alle Ebenen zum Thema „Digitalisierung“ statt. Eingeladen hatte die Wirtschaftsförderung Region Freiburg (WFR), eine Vereinigung aus Stadtkreis Freiburg, den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen sowie verschiedenen Städten und Gemeinden. Eingeladen waren alle Verwaltungen der Region, unabhängig ob Mitglied in der WFR oder nicht. Das regionale Format, verbunden mit einer vertikalen Durchlässigkeit (Großstadt und Kreise – Kreisstädte – kleinere Gemeinden), könnte eventuell auch anderen Regionen Anregungen vermitteln. Weiterlesen „Zukunftswerkstatt der Wirtschaftsförderung Region Freiburg: „Digitale Wege in der Region““

Bürger-Chatbot aus Heidenheim an der Brenz

Auf dem Austauschtag des E-Government Städtenetzwerks Baden-Württember, der am 10. Dezember 2018 in Karlsruhe stattfand, hat Manuel Schlegel von der Stadt Heidenheim einen Beitrag über den neuen Chatbot der Stadt Heidenheim berichtet. Der Bot soll die oft aufwendige Suche der Bürger nach Informationen auf der Homepage der Stadt erleichtern.

Die Stadt Heidenheim probiert mit ihrem Vorgehen bei der Erstellung des Bots in verschiedener Hinsicht Wege aus, die für Verwaltungen (und auch Privatunternehmen) neu und spannend sind:

Aus agiler Sicht ist bemerkenswert:

  • Der radikal nutzerfokussierte Ansatz. Die Stadt hat die verschiedenen Suchstrategien differenzierter Nutzergruppen untersucht (nach Altersgruppen usw.), bevor sie sich an eine Lösung gemacht hat.
  • Die kritische Auseinandersetzung auch mit aktuellen Modeströmungen. Statt der gängigen technisch fokussierten Herangehensweise („Wir programmieren jetzt erstmal eine App!“) hat Heidenheim das kritische Nachdenken vor das Handeln gesetzt, sich kritisch mit bestehenden Ansätzen beschäftigt und sich schließlich für eine ganz andere, nicht app-orientierte Lösung entschieden.
  •  Der Mut, auch „unfertige“ Lösungen dem Publikum zu präsentieren, um Feedback zu erhalten und besser zu werden. Jeder kann die Beta-Version in einer Testumgebung ausprobieren und der Stadt seine Erkenntnisse mitteilen.

Kora Screendesign, Teil 1

Es folgt der Text von Manuel Schlegel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stadt Heidenheim an der Brenz: Weiterlesen „Bürger-Chatbot aus Heidenheim an der Brenz“

Agilität: Alter Wein, nur neue Schläuche? Ist das Kunst oder kann das weg?

Nicht erst seit das Buch Agile Verwaltung erschienen ist, erreicht mich die wiederkehrende Frage: Ist der ganze Hype um «agil» eigentlich nur Marketing? Geldmaschine für Berater? Neues Buzzword und eine frische Managementsau, die da durchs Dorf getrieben wird? Was ist denn überhaupt neu an dem?

Systemiker und andere sagen – nicht zu Unrecht –, 

  • dass sie so oder sehr ähnlich schon lange…
  • dass es immer um die gleichen Grundbedürfnisse des Menschen und generische Prinzipien gehe…
  • und dass das Problem doch in erster Linie die Umsetzung  sei – wissen tun wir’s doch schon lange, ‘agil’ ist nur wieder ein anderes Etikett, aber es wird halt nicht richtig getan…

Diskussionen dazu – auch publizierte – gibt es einige. Ich stelle mich dem heute hier einmal mit einer persönlichen Betrachtung. Auch aus einer gewissen Betroffenheit heraus… Weiterlesen „Agilität: Alter Wein, nur neue Schläuche? Ist das Kunst oder kann das weg?“

Universität Rostock: Die Zentrale Verwaltung verändert sich

von Sybille Hambach und Jan Tamm

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Megatrends oder WARUM wir uns verändern müssen

Der Alltag der Zentralen Verwaltung (ZUV) der Universität Rostock (UR) und anderer Hochschulverwaltungen – wie auch von Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen – hat sich seit ca. 2010 grundlegend verändert: Es sind immer mehr, aufeinander verweisende Rechtsgrundlagen zu beachten; für die Auseinandersetzung mit einem Sachverhalt sind viele Informationen irgendwie relevant; Fragestellungen werden zunehmend komplexer; zur Lösung eines einzelnen Problems müssen immer mehr verwaltungsinterne Fachexperten einbezogen werden; viele von uns verbringen viel Zeit in mehr und immer mehr Terminen; alles soll schneller gehen und viele Sachverhalte sind gleichzeitig von höchster Priorität. Kurz zusammengefasst: Die Anforderungen an die Verwaltung und ihre Mitarbeiter verändern sich rasant; der Verwaltungsalltag fühlt sich an wie ein Hamsterrad, und viele von uns würden gern kurz, für längere Zeit oder endgültig aussteigen. Weiterlesen „Universität Rostock: Die Zentrale Verwaltung verändert sich“

Treffen der „Musterbrecher in Hochschulverwaltungen“ findet am 4. Oktober 2018 in Köln statt

Ende Mai hatten wir hier auf dem Blog zu einem Treffen von „Agilisten in Hochschulverwaltungen“ aufgerufen. Die Idee dazu war auf der Konferenz „Agile Verwaltung 2018“ aufgekommen. Mittlerweile haben sich ca. 30 Interessent*innen gemeldet, und zwar quer durch die Bundesrepublik und über alle Hochschulformen hinweg. Die Mehrheit hat sich bei einer Doodle-Umfrage für den 4. Oktober entschieden. Ort ist die Kunsthochschule für Medien Köln, Peter-Welter-Platz 2, 50676 Köln. Beginn 9:30 Uhr, Ende 15:30. Weiterlesen „Treffen der „Musterbrecher in Hochschulverwaltungen“ findet am 4. Oktober 2018 in Köln statt“