Kipp-Punkte und das „Weiter-So“: Ohne eine (agile) Staatsreform wird es nicht gehen

Veronika hat vorletzten Donnerstag einen Artikel „Des Verwaltungspudels Kern – oder: wo (überall) ist ein Hund begraben?“ veröffentlicht, in dem sie viele wichtige Fragen aufwirft. Ich will den Ball hier aufgreifen, den sie uns zuspielt. Dabei beschäftigt mich der Blickwinkel: „Wie können wir agiles Denken dafür nutzen, jenen Kipp-Punkten zuvorzukommen, an denen bedrohliche Tendenzen in Katastrophen umschlagen?“

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Die Sieben Apokalyptischen Reiter einer Kommunalen Digitalisierungsstrategie

Dr. Wolfram von Schneyder, VSC-Team

Wer hat sie nicht, wer braucht sie noch? Die Digitalisierungsstrategie ist eines der Lieblingsprojekte von Städten, Ämtern und Behörden.  Wer öfters welche lesen darf, dem begegnet täglich das Murmeltier. Daher präsentieren wir hier: Die sieben apokalyptischen Reiter der Digitalisierungsstrategie. Viel Spaß beim Lesen!!

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VUKA und die Verschwörung

Wer sich mit Agilität auseinandersetzt, kommt nicht am Thema VUKA vorbei. Ein Akronym, das die Komplexität einer sich ständig verändernden Umwelt beschreibt, in der alles beständig im Fluss ist. Und eine Herausforderung für unsere Verwaltung, die der Fels in der Brandung einer komplexen Welt sein soll, indem sie Rechtssicherheit, Rechtsstaatlichkeit und Verlässlichkeit des staatlichen Handelns gewährleistet. In einigen Nachmittagsrunden, bei den es nicht nur um die Verwaltung ging, sondern auch um ein anderes böses Virus, das uns – nicht erst seit der COVID-Pandemie – intensiv beschäftigt, haben Thomas und ich uns gefragt, warum VUKA und Verschwörungsmythen für uns Agilistinnen und Agilisten in die Verwaltung ein Thema ist, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen. Denn VUKA fördert nicht nur die Agilität, es scheint sogar, dass sie Verschwörungsmythen befördert. Während Agilität die Antwort ist, um mit Komplexität umgehen zu können, scheinen Verschwörungsmythen das Ergebnis der Überforderung mit einer – vermeintlich – nicht greifbaren komplexen Welt mit ihrer ganzen Widersprüchlichkeit zu sein. Während wir mit agilen Methoden das Rüstzeug an die Hand bekommen, um in einer komplexen Welt unsere Handlungsfähigkeit zu erweitern, versuchen Verschwörungsmythen durch vermeintlich einfache Erklärungsmodelle die Komplexität zu verringern. Dabei wird die Verwaltung als Teil des Verschwörungsmythos eines konstruierten Feindbildes, dass man für das Ungemach der Komplexität verantwortlich macht.

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Klimaschutz und Verwaltung

Im Moment ist es noch billiger, in Klimaschutz zu investieren als Geld für die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels auszugeben. Der Verwaltung hat dabei zwei Rollen: zum einen hilft sie Unternehmen und anderen Akteuren, Klimaschutzziele zu erreichen, und zum anderen ist sie selbst für den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen verantwortlich. Wir suchen Menschen aus Politik und Verwaltung, die am 28.-29.04.2022 an einem Open Space teilnehmen.

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Innovative Infrastruktur für einen Innovationsstaat

Wir durchleben eine Zeitenwende. Die Krisen der globalen Ordnung, des Klimas und der Digitialisierung machen uns klar, dass „business as usual“ immer mehr an seine Grenzen gerät. Nicht umsonst ist „Innovation“, die bewusste Schaffung des Neuen, zu einem Leitwort unserer Zeit geworden. In diesem Beitrag möchte ich ausleuchten, was es bedeuten würde, Innovation zu einer Grundlage staatlichen Handelns und somit auch des Verwaltungshandelns zu machen.

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Führen auf Distanz und Kollaboration in virtuellen Settings. Das bedeutet KnowHow, Arbeit, Rahmung – und Haltung.

Viele unserer Arbeitsabläufe basieren darauf, dass wir Arbeiten linear oder parallel denken und organisieren.  Denn solange Papierdossiers arbeitsprägend waren, war der Zugang zu Information und Verlauf limitiert. Schon wenn die Bearbeitenden nur in unterschiedlichen Büros tätig waren, musste die Zusammenarbeit entweder nacheinander oder gleichzeitig zusammenkommend passieren. Von unterschiedlichen Abteilungen gar nicht zu reden. Übersicht, Legitimation – oder oft eher Aufsicht und Kontrolle – spielten hier eine zentrale Rolle. Insbesondere wenn mehrere Abteilungen oder Bereiche beteiligt waren, musste das über die Hierarchiestufen geklärt, abgeglichen, erlaubt und organisiert werden. Viele unserer derzeitigen Prozesse und Arbeitsformen fussen instinktiv auf diesen Gesetzmässigkeiten.  

Digital geprägte Arbeitsformen könn(t)en aber einer anderen Logik folgen – und tun es häufig, auch wenn niemand sie absichtlich einführt. Denn digital zu arbeiten, hat nur wenig mit Technik zu tun – aber sehr viel mit Alternativen und variablen oder neuen Vorgehensweisen, die durch technische Errungenschaften möglich und sinnvoll werden:

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Die Kunst, die Agilität des Lebens zu beschreiben – ohne dass das Wort ‚agil‘ fällt……

Am Jahresende ist es ja Sitte, sich in dieser oder jener Form die Frage zu stellen „Weiter so? Oder anders? Was nehme ich mir vor zu ändern? Was beizubehalten?“ Gehört ihr wie ich auch zu denen, die sich fernhalten von guten Vorsätzen, weil nämlich eure Erfahrungen damit eher wenig erfolgreich waren und schon Ende Januar der Lack ab ist? Privat wie beruflich? Ja, das kenne ich so gut.

Seit ein paar Jahren habe ich für die Jahreswechselzeit eine neue Tradition für mich geschöpft:
Ich höre immer wieder die gleiche Rede an, erfreue mich an ihrer inhaltlichen, sprachlichen, humorreichen und lebenstiefen Qualität, lache mehrmals laut – und setze dabei mein vergangenes und mein kommendes Jahr in Beziehung zum dort Gesagten. Und das bringt bei jedem Durchlauf neue Ernte. Ich scheine mich trotz erhöhtem Alter weiterzuentwickeln… oder zumindest weiter zu entwickeln :-).

Dieses Mal war es die Erkenntnis, dass hier über eine agile Art von Lebensauffassung gesprochen wird, ohne das so zu nennen …

… und ja, das habe ich erst dieses Jahr so erkannt. Und genau deshalb möchte ich es in diesen Blog tragen.

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Buchprojekt Agile Verwaltung 2040 – Was gibt es Neues?

Das Projekt schreitet voran! Am 18. Oktober 2021 haben sich 21 engagierte Autorinnen und Autoren in spe zum Projektworkshop getroffen, um sich auf den neusten Stand zu bringen und die nächsten Schritte zu diskutieren. Im Einzelnen wurde über folgende Themen diskutiert:

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„Es geht darum, dass die Verwaltung Dinge möglich macht, nicht unmöglich“. Interview mit Richard Meng

Richard Meng ist Journalist und Autor. Er ist Kolumnist der Frankfurter Rundschau, Kuratoriumsvorsitzender der Karl-Gerold-Stiftung zur Förderung des journalistischen Nachwuchses und Chefredakteur der Zeitschrift Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte. Von 2007 bis 2014 war er Staatssekretär und Sprecher des Berliner Senats.

Das Interview wurde seitens des FAV von Christiane Büchter und Wolf Steinbrecher geführt.

FAV: Herr Meng,Sie haben in einer Zeitungskolumne einen Aufruf zu einer “Staatsreform” verfasst. Sie mahnen eine neue Kultur der zugewandten Zusammenarbeit von öffentlicher Verwaltung und Gesellschaft an… 

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Buchprojekt „Agile Verwaltung 2040“ – Themensammlung und erste Kapitelvorschläge

Jetzt wird es konkret! Wir haben in unserem Workshop am 7. September 2021 nicht nur eine Version erarbeitet /1/, sondern auch die Themensammlung diskutiert und erste Kapitelvorschlage gesammelt.

Die Reihenfolge der Themen wie auch der Kapitelvorschläge ist zufällig und unabhängig von der Reihenfolge im Buch.

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