In eigener Sache: Ankündigung eines Workshops des VS Consulting Teams

Das Forum Agile Verwaltung arbeitet ehrenamtlich. Wir erzielen keine Gewinne oder Honorare.

Alle Leistungen, die zu aufwendig sind, um ohne Bezahlung erbracht zu werden, werden – vom FAV klar getrennt – in der „Akademie Agile Verwaltung“ untergebracht. Die Akademie soll zu einer Plattform werden, auf der kompetente Referenten Seminare, Workshops usw. anbieten, die die Einführung agiler Denkweisen in den Public Service befördern.

Die erste Organisation, die dieses Angebot nutzt, ist die VS Consulting Team GmbH in Tübingen. Sie führt am 8. Mai einen Workshop durch unter dem Titel „Agile Methoden für die Verwaltung“. Hier findet ihr nähere Informationen: https://agile-verwaltung.org/workshop-agile-methoden-fuer-die-verwaltung/

Wir wünschen dem VS Consulting Team viel Erfolg!

 

Keine Agilität ohne Intuition

Bild: Dr. Andreas Zeuch

Dr. Andreas Zeuch hat 2010 das Buchs Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen herrausgebracht,  und das ist immer noch aktuell. Ich schrieb dazu diese Passage in einer Rezension:

agiles Geschäftsprozessmanagement über intuitive Improvisation …

… so habe ich schon einmal selbst gepostet, da ich den Bezug zum Geschäftsprozessmanagement, meinem Steckenpferd seit 1992, schon zur Hälfte des Buches erkannt hatte. Womit auch schon klar ist, an wen sich dieses Buch richtet: an Alle, die im Geschäftsleben zu lenken, zu entscheiden haben. Aber auch an alle, die merken, dass unsere Arbeitsphilosophie auf andere Füße gestellt werden muss, wollen wir raus aus dem Tal der lethargischen Mitarbeiterschaft und das Potential selbstlernender Organisation und innovativer Mitarbeiter heben. (Quelle)

Wenig später habe ich Andreas näher kennengelernt und mit ihm und Anderen den Blog „Initiative Wirtschaftsdemokratie“ initiiert. Seitdem hat mich das Thema Intuition nicht mehr losgelassen, und so folgte auch zügig einer weiterer Artikel: Wie trifft man gute Entscheidungen? Ratio versus Intuition … . In diesem Artikel ging ich auf einen hörenswerten Vortrag von Prof. Gigerenzer, dem Weiterlesen „Keine Agilität ohne Intuition“

In eigener Sache: Kostenabrechnung der Konferenz „Agile Verwaltung 2017“

Die Abrechnung der Konferenz „Agile Verwaltung 2017“ ist weitgehend fertig. Es ergab sich ein Überschuss von knapp 4.300 €. Diesen Überschuss wollen wir weitgehend an die Teilnehmer der Konferenz zurückgeben. Weiterlesen „In eigener Sache: Kostenabrechnung der Konferenz „Agile Verwaltung 2017““

Agiles Studieren

Studieren ist auch Lernen

Lernen ist ein komplexer Vorgang, der besonders von Rückmeldungen profitiert. Ohne Rückmeldung weiß ich nicht, ob ich etwas angemessen „richtig“ erlernt habe oder ob ich mich gerade in eine dem Lernziel unangemessene, „falsche“ Richtung bewege. Auch wenn Lernen etwas Individuelles ist, so profitiert man von der Gruppe, in der man sich befindet. Durch eine Gruppe erhalte ich Rückmeldungen und kann selbst Rückmeldungen geben, vertiefe also das Gelernte.

Eine Lerngruppe bietet nicht nur Vorteile. Das Lerntempo der Gruppenmitglieder kann sich unterscheiden. Eine Gruppenmeinung kann individuelle Meinungen unterdrücken. Gruppenarbeit kann zeitaufwändig sein. Trotzdem lernen wir meistens in unserer Gruppe, sei es in einer Familie, in einer Klasse oder in einem anderen organisatorischen Umfeld.

Das Lernen im Studium folgt diesem Muster weniger. In Vorlesungen wird, über einen Zeitraum von 3-4 Monaten verteilt, der Lernstoff dargeboten. Studierende versuchen dies aufzunehmen, aber erst nach Ende der Vorlesungszeit wird dies überprüft. Ein „fehlerhaftes“ Lernen wird also erst spät erkannt und kann ggf. nur langwierig korrigiert werden. Weiterlesen „Agiles Studieren“

In eigener Sache: Facebook-Gruppe für den kollegialen Austausch

Im Nachgang zu unserer ersten Konferenz am 10. Februar 2017 haben wir uns überlegt, wie wir den Austausch – auch über die Teilnehmer der Konferenz hinaus – erleichtern und vereinfachen können. Da wir die Hürden möglichst niedrig halten wollten, haben wir uns entschieden eine Facebook-Gruppe einzurichten.

Die Gruppe Forum Agile Verwaltung bietet die Möglichkeit, sich über Agilität in der öffentlichen Verwaltung und artverwandte Themen auszutauschen. Im Vordergrund steht der fachliche und persönliche Austauch der Gruppenmitglieder im Sinne einer kollegialen Beratung und eines Informationsaustauschs.

Jeder kann der Gruppe beitreten. Die Gruppe ist geschlossen. Nur Mitglieder können die Einträge in der Gruppe lesen. Innerhalb der Gruppe gilt die „Goldene Regel“ sowie die „Las Vegas Regel“. Wir verstehen die Gruppe als geschützten Raum, der einen offenen Austausch der Gruppenmitglieder ermöglichen soll.

Hier geht es zur Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/255095214935786

Anregungen für die Projektarbeit in Bibliotheken

Was passiert, wenn man eine kleine Gruppe von Menschen jeweils mit einer gleich gefüllten Tüte Legosteine ausgestattet an einen Tisch setzt, und sie beauftragt, mit den Legosteinen darzustellen, was sie an „Verwaltung“ stört?

Spannende Skulpturen entstehen, eindrückliche Bilder. Da ist z.B. ein Basketballkorb, der verstopft ist. Davor eine Figur, den Blick auf den Korb gerichtet, im Rücken ein Fußballtor. Die zugehörige Erläuterung verdeutlicht die Darstellung weiter: man wirft immer wieder auf den Korb, auch wenn es offensichtlich nicht möglich ist, denn Ball ins Netz zu bringen. Es werden schlicht Vorschriften verfolgt anstatt nach anderen Wegen oder Lösungsmöglichkeiten zu schauen – würde sich die Figur bewegen, sie könnte das Fußballtor entdecken und sehen, das es einfachere Wege gibt, den Ball ins Netz zu bringen.
Agiles Arbeiten braucht Kommunikation. Vertiefter Austausch mit Stakeholdern mit LEGO Serious Play“ hieß der Workshop, der Rahmen der Konferenz Agile Verwaltung, die am 10.2. als erste Veranstaltung dieser Art vom Forum Agile Verwaltung in Stuttgart ausgerichtet wurde, stattfand.

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Aus der agilen Methodenkiste: Aufwand schätzen

Aufwandsschätzungen ist ein wichtiges Teilelement der (Projekt-)Planung. Das Problem bei Schätzungen jedoch ist, dass sie bestenfalls auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basieren und damit mit einem hohen Unsicherheitsfaktor behaftet sind. Zu komplex sind die Einflussgrößen, um eine verlässliche Schätzung in abstrakten Zahlen liefern zu können. Daher werden Schätzungen – nach der agilen Lehre – ausdrücklich nicht als Verpflichtungen verstanden (im Gegensatz zum Sprintziel, das eine echte Verpflichtung darstellt).

Die Auswirkungen, wenn man Schätzungen als „Verpflichtung“ betrachten würde, wären fatal, wie die Praxis – auch außerhalb des agilen Umfeldes – immer wieder aufzeigt. Bewusst oder unbewusst werden zum Beispiel Qualitätskriterien unterlaufen, um im geschätzten Aufwandsrahmen zu bleiben u. ä., und letztendlich damit das Hauptziel gefährdet: die Kundenzufriedenheit.

Vergleichende Schätzung ist Trumpf

Ein wesentlicher Unterschied zwischen „klassischen“ und agilen Methoden bei der Schätzung ist auch, dass „agile“ Schätzungen in aller Regel keine abstrakten Schätzwerte zugrunde legen, sondern den jeweiligen Aufwand für eine Anforderung (User Story) untereinander in Beziehung setzen.

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