Können wir einfach agil loslegen? Vielleicht ja, vielleicht nein, es kommt darauf an.

Wie können wir an dem anknüpfen, wo wir gerade stehen? Vielleicht kennen Sie diese Aussage: „Wir sind ja eine IT-Abteilung, also können wir auch agil.“. So starten viele und dann gehen die Probleme erst richtig los. Bei jeder Veränderung, ob in der Transformation zu anderen Arbeitsweisen oder neuen Aufgaben wird stets ein Lernprozess in Gang gesetzt. Lernen braucht Zeit. Wie viel? Das kann ich Ihnen nicht sagen. Dafür ist der Lernprozess bei uns Menschen zu unterschiedlich. Hier müssen wir investieren. Nein, kein Geld, sondern Geduld.

Wie kann nun ein guter Start aussehen?

Kommen Sie mit in eine IT-Abteilung einer öffentlichen Verwaltung und schauen Sie den Akteuren über die Schultern. Begleiten Sie den internen Agile Coach Peter bei seinen ersten Schritten mit einem IT-Team.

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Diskussion: Digitalisierungsskeptiker haben vielleicht auch gute Gründe

Im Forum Agile Verwaltung haben wir mit einer Diskussion begonnen rund um das Thema „Digitalisierung nicht als Pflicht, sondern als Chance“. /1/ Es gibt Verwaltungen und einzelne Mitarbeiter, die die digitale Transformation eher als Belastung sehen und ihr soweit wie möglich ausweichen möchten. Und es gibt andere Verwaltungen und andere Mitarbeiter, die sie als bunte Blumenwiese begreifen, auf der man sich den schönsten Strauß pflücken kann.
In dieser gespaltenen Situation halte ich es für wichtig, auch die Motive und Gründe der Digitalisierungsskeptiker zu verstehen. Nur dann haben wir eine Chance, einen Dialog zu organisieren. Und können auch selbst, die wir uns vielleicht eher vom Gestaltenkönnen angezogen fühlen, etwas für die Art und Weise dieses Gestaltens lernen.

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Seminare zum Einstieg in die Agilität

In den nächsten Wochen finden drei Seminare statt, die agile Methoden für die öffentliche Verwaltung anbieten. Gemeinsam ist den drei Seminaren, dass sie keine Kenntnisse voraussetzen und sich auch nicht dem Ziel der „Missionierung der Zweifler“ verschrieben haben. Vielmehr soll niedrigschwellig Führungskräften, Mitarbeitern der Orga-Abteilungen und Leitern von und Mitglieder in Projektteams die Möglichkeit des „Hineinschnupperns“ gegeben werden. Weiterlesen „Seminare zum Einstieg in die Agilität“

„Was hat Culture Hacking mit Manipulation zu tun?“

In dieser Artikelserie wollen Martin Bartonitz und Ludger Wagner die Diskussionen im Meetup der Gruppe „Culture Hacking Berlin“ vorstellen.

Im ersten Teil beginnt Martin mit der Frage:

„Was hat Culture Hacking mit Manipulation zu tun?“

Das war die Frage, zu dessen Beantwortung letzte Woche im Meetup aufgerufen wurde und zu dem mich mein Forumskollege Ludger mitgenommen hat. Von dem Begriff „Culture Hacking“ hatte ich bisher noch nicht gehört. Da ich in der Software-Branche tätig bin, hatte ich aber eine Ahnung, was mit Hacking gemeint sein könnte. OK, es gibt zwei Ansätze. Einen positiven als auch einen negativen.

Der postive Ansatz

Es wird mal schnell ein Prototyp zusammen programmiert, der anschließend Stakeholdern gezeigt wird, um eine Idee besser rüber bringen zu können und so schnell eine positive Entscheidung zu erreichen. Am Ende wird er aber weggeworfen und die Lösung nochmals neu und professionell umgesetzt.

Der negative Ansatz Weiterlesen „„Was hat Culture Hacking mit Manipulation zu tun?““

Aus der agilen Methodenkiste: Anforderungen erheben mit „Speedboat“

Eine Neurobiologin, die sich mit Motivationsforschung beschäftigt, erklärt im Zeitungsinterview, welche Faktoren uns Menschen anspornen. /1/ Dies seien unter anderem das Gefühl der Handlungsfreiheit – also nicht bevormundet zu werden – und der Wirkmächtigkeit – also dass unsere Taten nicht folgenlos bleiben und sinnlos sind.

„Und was nützen Ihnen Ihre Forschungsergebnisse im Alltag?“ fragt der Interviewer etwas provozierend. „Wie bekommen Sie Ihre Kinder dazu, mittags auch Salat zu essen.“ – „Ganz einfach,“ antwortet die Forscherin. „Ich lasse sie bestimmen, welche Zutaten in den Salat kommen. Und am besten, sie den Salat selbst machen lassen. Dann ist es ihr Salat, und den essen sie.“

Was können wir daraus für unsere Projekte lernen? Weiterlesen „Aus der agilen Methodenkiste: Anforderungen erheben mit „Speedboat““

„Lageorientierte Führung“ – zaghaftes Kokettieren mit funktionsübergreifenden Entscheidungen

Die Studierenden der baden-württembergischen Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl haben einen ehrenvollen Auftrag der grün-schwarzen Landesregierung erhalten. Im kommenden Studienjahr sollen die Studierenden des 1. bis 3. Semesters ein Fachprojekt durchführen mit dem Titel „Lageorientiertes Führen: Verwaltungsführung in komplexen Lagen zwischen Krisen- und Projektmanagement“. /1/ Weiterlesen „„Lageorientierte Führung“ – zaghaftes Kokettieren mit funktionsübergreifenden Entscheidungen“

Was heißt „agiles Projektmanagement“? Am Beispiel „Einführung der E-Akte“

In letzter Zeit erreichen uns vermehrt Anfragen zum Thema „Agiles Projektmanagement“. Zum Beispiel sollen wir vor Führungskräften einer Verwaltung oder auch erstmal eines Dezernats einen Vortrag darüber halten oder auch schon gleich einen Workshop dazu moderieren.

Aus unserer Sicht ist das eine gute Methode, agiles Arbeiten erst einmal zu „beschnuppern“. Projekte sind zeitlich und vom Ressourcenbedarf her begrenzt. Man muss nicht gleich die ganze Organisation umkrempeln. Weiterlesen „Was heißt „agiles Projektmanagement“? Am Beispiel „Einführung der E-Akte““