Selbstbestimmung Hui, Fremdbestimmung Pfui?

Marianne Gronemeyer, emiritierte Professorin für Erziehungs- und Sozialwissenschaften

In diesem Artikel möchte ich das Plädoyer von Marianne Gronmeyer für die Nicht-Ächtung der Fremdbestimmung vorstellen. Sie sieht in der Fremdbestimmung eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft. Ob diese aber einen guten oder schlechten Beigeschmack hat, da kommt es eben auf die Art und Weise des Zustandekommens des Arbeistauftrags an. Frau Gronemeyer stellt in ihrer Einleitung bedenkenswert fest:

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Der Unterschied zwischen selbstbestimmter und fremdbestimmter Arbeit ist unkenntlich geworden, und das ist ganz im Sinne derer, die das Sagen haben. Es kann ihnen gar nichts Besseres passieren, als wenn die Untergebenen sich ihrer Willensfreiheit rühmen und an ihre Entscheidungsfreiheit glauben. Betrug und Selbstbetrug wirken da einträchtig zusammen. Denn natürlich möchte man sich lieber als Herr im eigenen Hause fühlen denn als Knecht unter fremder Knute.

In vielen unserer Artikel schreiben wir über unsere Haltungen während des gemeinsamen Arbeitens. Auf Augenhöhen um eine Lösung ringen,  ist so eine andere Redewendung, wenn es um Agilität geht, im Rahmen komplexer Beziehungen sich an ein Ziel heranzutasten.

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