Können wir einfach agil loslegen? Vielleicht ja, vielleicht nein, es kommt darauf an.

Wie können wir an dem anknüpfen, wo wir gerade stehen? Vielleicht kennen Sie diese Aussage: „Wir sind ja eine IT-Abteilung, also können wir auch agil.“. So starten viele und dann gehen die Probleme erst richtig los. Bei jeder Veränderung, ob in der Transformation zu anderen Arbeitsweisen oder neuen Aufgaben wird stets ein Lernprozess in Gang gesetzt. Lernen braucht Zeit. Wie viel? Das kann ich Ihnen nicht sagen. Dafür ist der Lernprozess bei uns Menschen zu unterschiedlich. Hier müssen wir investieren. Nein, kein Geld, sondern Geduld.

Wie kann nun ein guter Start aussehen?

Kommen Sie mit in eine IT-Abteilung einer öffentlichen Verwaltung und schauen Sie den Akteuren über die Schultern. Begleiten Sie den internen Agile Coach Peter bei seinen ersten Schritten mit einem IT-Team.

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Warum? Und vor allem: Wozu das Ganze?!

Agile Teams sind tatkräftig. Und oft auch sehr schnell – Ideen produzieren, Wege entwickeln, umsetzen, erproben, verändern, weitermachen. Manchmal vielleicht zu schnell. Das Problem: „Wer rudert, sieht den Grund nicht.“ (Wilhelm Busch) Und verliert manchmal den Überblick, ob man noch den eigentlich angepeilten Kurs hält. Eine kluge Abfolge aus „Machen“ und „Innehalten/Reflektieren“ gehört deshalb eigentlich zum festen Programm agilen Arbeitens. Aktive, kreativ sprühende Teams müssen sich jedoch manchmal regelrecht zum Innehalten zwingen. Systematische Fragen haben sich deshalb als probates Mittel erwiesen, in die ,reflexive Schleife‘ einzutauchen und das Nachdenken zu leiten.

Die erste Frage, die vielen dazu in den Sinn kommt, ist „Warum?“ Eine wichtige Frage, ohne Zweifel, zwingt sie uns doch, nach den Wurzeln unseres Handelns zu suchen und diese als Hilfe zum Überprüfen, zur Ausrichtung unseres Tuns heranzuziehen. Weiterlesen „Warum? Und vor allem: Wozu das Ganze?!“

Aus der agilen Methodenkiste: Teamboards gestalten in 90 Minuten

Scrum-Kanban-Board, Personal Kanban, Kanban Tafel…. In der agilen und leanen Szene fallen unterschiedliche Namen für ein Instrument, das Ziele, Aufgaben und deren Fortschritt visualisiert. Auch im Rahmen des Office- oder Shopfloor-Managements wird es genutzt, um auf Kurs zu bleiben. Über das Personal Kanban Board hat Thomas Michl hier im Blog bereits geschrieben (https://agile-verwaltung.org/2016/03/31/agile-teamorganisation-mit-personal-kanban-ein-ueberblick/). Ich möchte eine Variante der Boards vorstellen, mit dem ein Team sich effektiv abstimmen und steuern kann. Dieses „Teamboard“, wie ich es im Weiteren nenne, ist spezifisch auf die Informationsbedürfnisse und Aufgaben des jeweiligen Teams zugeschnitten.

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Konferenz „Agile Verwaltung 2019“: Aufruf zum Themen-Voting

Unsere FAV-Konferenz „Agile Verwaltung 2019“ findet am Donnerstag 21.02.2019 in Ettlingen bei Karlsruhe statt. Tagungsort ist die  Buhlsche Mühle. Der Ort ist vom Hauptbahnhof Karlsruhe in wenigen Minuten mit der Straßenbahn zu erreichen.

Wir haben uns eine Vorschlagsliste für Themen überlegt. Wir bitten alle Interessierten, über die Themen abzustimmen oder selbst weitere Themen vorzuschlagen.

Das Voting ist seit dem 20. Juli 2018 abgeschlossen. Das Programm der Konferenz wird Ende August 2018 veröfentlicht.

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Der Aktenplan ist tot. Es lebe der Aktenplan!

Am 5. und 6. Juni 2018 fand in Marburg das 23. Archivwissenschaftliche Kolloquium statt. 200 Archivarinnen und Archivare hörten zwei Tage lang über 20 Vorträge zu „E-Government und digitale Archivierung“ und führten lebhafte Diskussionen. Auch das Forum Agile Verwaltung war eingeladen zu einem Referat über „Die digitale Akte und  die Expertenrolle der Archivwissenschaft“. Weiterlesen „Der Aktenplan ist tot. Es lebe der Aktenplan!“

Empirisches Arbeiten öffnet die Augen

Bei der Auseinandersetzung mit anstehenden Problemen arbeiten wir in unseren Verwaltungen oft lösungsorientiert. Kaum stellen wir uns ein Problem vor Augen (oder erhalten wir es vor Augen gestellt) – schon laufen wir auf die nächstbeste Lösung zu.

Selten machen wir uns die Mühe, den Phänomenen genauer auf die Spur zu kommen. /1/ eGovernment ist in aller Munde. Aber welche Probleme soll eGovernment für wen lösen? Was müssen wir von der E-Akte verlangen, damit sie möglichst großen Nutzen bringt?

Man würde erwarten, dass hierzu empirische Untersuchungen vorliegen – ca. 15 Jahre nach Beginn der Diskussion um eGovernment. Und dass aufgrund von Untersuchungen dann auch Anforderungen an Lösungen formuliert wurden. Das ist aber keineswegs der Fall. Weiterlesen „Empirisches Arbeiten öffnet die Augen“

Seminare zum Einstieg in die Agilität

In den nächsten Wochen finden drei Seminare statt, die agile Methoden für die öffentliche Verwaltung anbieten. Gemeinsam ist den drei Seminaren, dass sie keine Kenntnisse voraussetzen und sich auch nicht dem Ziel der „Missionierung der Zweifler“ verschrieben haben. Vielmehr soll niedrigschwellig Führungskräften, Mitarbeitern der Orga-Abteilungen und Leitern von und Mitglieder in Projektteams die Möglichkeit des „Hineinschnupperns“ gegeben werden. Weiterlesen „Seminare zum Einstieg in die Agilität“

Agile Führung: Die Schwarmintelligenz des Teams hervorlocken

Es ist das Kick-off-Meeting für ein großes und komplexes Projekt in einer Großstadtverwaltung. Der Erste Bürgermeister, Vertreter der Steuerungsgruppe, redet seit einigen Minuten Unsinn. Er lässt sich aus über Dinge, in denen er keinesfalls Experte ist, und gibt Lösungswege vor, die in die Irre führen werden. Die wirklichen Fachexperten, die mit am Tisch sitzen, werfen sich verstohlene Blicke zu. Aber keiner traut sich, dem Bürgermeister zu widersprechen, der zum Teil ihr Linienvorgesetzter ist.

Der Bürgermeister spürt die kritische Aura im Raum. Er interpretiert sie als mangelnde Motivation der Projektgruppe. Also wird er noch nachdrücklicher, versucht noch mehr Druck,  schlägt noch mehr Pflöcke als Projektvorgaben ein. Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit den Projekterfolg gefährden. Am Schluss gehen alle aus der Sitzung und haben ein mulmiges Gefühl: dieses Projekt wird nicht rund laufen.

Soweit, so häufig. Aber was wären agile Ratschläge an Bürgermeister und Projektteam? Wie kann eine Führungskraft führen auf Feldern, wo sie selbst das Terrain nicht kennt? Wie kann ein Team die Rolle der Führungskraft anerkennen, wenn es weiß, dass diese sachlich nicht unbedingt „besser“ ist?

Um eine mögliche Antwort zu illustrieren, möchte ich ein historisches Beispiel erzählen. Und zwar handelt es von der Präsidentschaft John F. Kennedys und ihren beiden Hauptereignissen: der Schweinebucht-Invasion und der Kuba-Krise. /1/ Weiterlesen „Agile Führung: Die Schwarmintelligenz des Teams hervorlocken“

Schülerschule meets eduScrum

Ich erzähle Ihnen jetzt zuerst einmal eine ganz alte Geschichte … um dann aus dieser Geschichte die Kurve zum agilen Lernen und Lehren zu bekommen.

Ich war 35 Jahre lang Lehrer. Physik und Mathematik. Und die Story heißt Schülerschule. Weiterlesen „Schülerschule meets eduScrum“