„Wenn Du loslässt, hast Du plötzlich zwei Hände frei“ – Führung und andere Baustellen

In den letzten Wochen häufen sich die Anfragen nach Workshops und Inputs oder Begleitung, in denen es darum geht, wie es gelingen kann

  • bei anstehender Veränderung mitzuhalten,
  • nicht der Angst vor dem fremdneuen handlungslähmend nachzugeben oder
  • in den veränderten Umwelten einen Platz und eine Rolle zu finden.

Besonders Führung ist vieldiskutiert als statisch – hierarchisch – veraltet – uncool unagil… Führungskräfte – und meiner Erfahrung nach insbesondere Führungskräfte von Führungskräften – sind spürbar verunsichert.  Weiterlesen „„Wenn Du loslässt, hast Du plötzlich zwei Hände frei“ – Führung und andere Baustellen“

Die Digitalisierung kommt, soviel ist sicher. Wir dürfen uns nicht überrollen lassen…, müssen vorbereitet sein.

Dieser Artikel soll wieder ein Ping-Pong werden – diesmal mehr ein Rundlauf als eine reine Zweierpartie: eine Einladung an meine Mitstreiter und -innen vom Forum Agile Verwaltung und an alle Leserinnen und Leser, den Ball aufzunehmen und mit ihrem Drall weiterzuspielen….

„Die Digitalisierung kommt, soviel ist sicher. Wir dürfen uns nicht überrollen lassen…, müssen vorbereitet sein.“

Mhhmmm…. Ich habe es an dieser Stelle schon gelegentlich erwähnt: Ich bin Science Fiction- und insbesondere Star-Trek-begeistert[1]. Technische Gadgets, neue digitale Möglichkeiten, to seek out new life … and to boldly go where no one has gone before – für mich und die meisten ‚Trekkies‘ ist das alles höchst anziehend, spannend, reizvoll, macht neugierig. Bei vielen aber löst der Begriff ‚Digitalisierung‘ Befremden, Furcht und Frust aus. Warum so unterschiedliche Reaktionen?

Wir funktionieren meist – und oft noch zu Recht – nach der Haltung, dass, wer gut ist, weiss wie es geht. Nach allen Regeln der Kunst plant, die bewährten (Fach-)Standards erfolgreich und kompetent anwendet – und dass dann, weil man ja gut ist, die Rechnung aufgeht… . Weiterlesen „Die Digitalisierung kommt, soviel ist sicher. Wir dürfen uns nicht überrollen lassen…, müssen vorbereitet sein.“

Reif für die Insel: Resilient und agil …?!

Neulich wurde ich eingeladen, an einer Tagung zum Thema ‚Resilienz‘ agile Handlungsformen vorzustellen. Zuerst war ich überrascht. Passt so was wie „Agiles Arbeiten in nicht-agilen Umwelten“ zum Thema Resilienz?

„Resilienz (von lateinisch resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Weiterlesen „Reif für die Insel: Resilient und agil …?!“

Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum – Was ist wie wirklich? Ponyhof oder echte Welt?

Die Frage, was den Reiz oder den Sinn ausmacht, sich mit agilen Themen zu beschäftigen, stelle ich mir immer wieder. Andere stellen sie mir auch. Manchmal werden wir als Träumer oder Gutmenschen bezeichnet, als welt- und realitätsfremd.

Letzthin sind mir zwei Sätze begegnet, die einen Aspekt des Reizes von agilem Vorgehen beschreiben helfen könnten:

„Ab Sommer könnten einige Bundesländer die Anwesenheitspflicht [für Studierende] wieder einführen. Der Erfolg für echte Bildung? Oder eine reine Simulation von Ordnung?“[1]

„Menschen haben ein tief verwurzeltes Bedürfnis nach Harmonie, leider begegnen sie dann der real existierenden Welt. Und die entspricht überhaupt nicht diesen Idealen.[2]

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Gleichung mit einer Unbekannten: x = (Handwerk + Kontinuität + Steuerung) * Kontext

Sicher haben alle es sofort erkannt – die Rede ist von … tadaaa …: KOORDINATION.

Koordination gilt gemeinhin als wichtig, mitlaufend und selbstverständlich. Oft ist es aber so, dass sie recht wenig sicht- und spürbar ist und nicht immer ganz so selbstverständlich gut funktioniert. Sie ist eine dieser Leistungen, die erst erkannt und thematisiert werden, wenn sie nicht vorhanden sind oder Fehler passieren. Das ist schade – Koordination hat mehr Aufmerksamkeit und Wert verdient. Weiterlesen „Gleichung mit einer Unbekannten: x = (Handwerk + Kontinuität + Steuerung) * Kontext“

Rollen, Funktionen und andere Paarprobleme …..

fullsizerender

Agil heisst unter anderem: in kurzen Rhythmen, ausprobieren, anschauen und anpassen, nah an Personen und Situationen auf ein Ziel, das sich nach und nach schärft, handeln und das jederzeit der tatsächlichen Situation mit allen ihren Veränderungen möglichst nahe und angemessen — deshalb agil eben.

Betriebswirtschaftliche Klassiker, d.h. Säulen und EckpfeilerBegriffe wie Funktion, Frist, Planung, Führung, Standards und so weiter, erhalten in agiler Nutzung neue Bedeutung oder werden angepasst. Manchmal ist es auch hilfreich, diese Begriffe zu ergänzen:

  • ziel- und situationsbezogene Rollen mehr als starre Funktionen,
  • nützliche Rhythmen mehr als gesetzte Fristen,
  • Leadership mehr als Führung,
  • organisatorische, situative und personenbezogene Anpassung an momentane Fragestellungen und Ziele gestalten können mehr als Planung,
  • in einem Netzwerk mehr als in linearer Linie ….

Beispiele?  Beispiele!

Letzthin hatte ich eine höchstspannende Begegnung mit einer spannenden Frau. Weiterlesen „Rollen, Funktionen und andere Paarprobleme …..“

Wie innovierend, agierend und selbstaktiv getrieben kann und soll eine Verwaltung sein?  

Was macht ‚Verwaltung’ zur ‚Verwaltung’ …

Letzten Mittwoch. Es ist wieder passiert… Es fällt der Satz: „Die Verwaltung muss Entwicklungsabteilungen haben. Dann wird alles besser. Man sieht doch an Google, wie die Zukunft gemacht ist: Digitalisierung, Innovation, Entwicklung, Erfindungsgeist. Da muss es hingehen.“

Am nächsten Morgen auf einer Veranstaltung zu Design Thinking – Versicherungen, IT-ler, alle möglichen Industrien. Mein Namensschild weist meine Herkunft als (ich vermute einzige anwesende) Vertreterin der öffentlichen Verwaltung aus. Nach einem Blick auf das Schild: „Was machen SIE denn HIER?“ (AdR: Nach wenigen erklärenden Sätzen habe ich mich dann dann doch sehr willkommen gefühlt 🙂 .)

Ja, was denn nun? Die Erwartung erfüllen und als Verwaltungsmensch teilhaben an dem, was da draussen passiert? Oder anerkennen, dass Verwaltung so ganz anders tickt als der Rest der Welt und daraus schliessen, dass ich da eigentlich gar nicht hin- und schon gar nicht dazugehöre?

Was kann soll und muss die Verwaltung und ihre Mitarbeitenden? 

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