Wiki-unterstütztes Prozessmanagement von agilen Workflows an der Technischen Informationsbibliothek Hannover

„Agiles Arbeiten in einem nicht-agilen Umfeld“ – das ist eine Herausforderung. Dr. Sven Strobel /1/ vom Kompetenzzentrum für nicht-textuelle Materialien (KNM) an der Technischen Informationsbibliothek Hannover (TIB) stellt im folgenden Gastbeitrag vor, wie agile Vorgehensweisen überlegt und zielgerichtet  angepasst und integriert werden können.

Agile Methoden sind im Bereich der Softwareentwicklung in Agenturen und Industrie längst etabliert. Ganz anders sieht es im Bibliotheksbereich aus. Dort wird in vielen Fällen noch nach dem traditionellen Projektmanagement gearbeitet. Das heißt: Die Projektphasen Initiierung, Planung, Durchführung und Abschluss sind durch Meilensteine getrennt, und Abweichungen vom anfänglich erstellten Plan sollten minimal sein.

Im Kompetenzzentrum für nicht-textuelle Materialien (KNM) an der Technischen Informationsbibliothek (TIB) haben wir vor zwei Jahren begonnen, agile Methoden aus Scrum in unser Projektmanagement zu integrieren. Da Scrum nicht vollständig in unsere Arbeitsabläufe integriert werden konnte, haben wir uns lediglich einiger nützlicher Komponenten von Scrum bedient. Das betrifft v.a. die Sprints. Weiterlesen „Wiki-unterstütztes Prozessmanagement von agilen Workflows an der Technischen Informationsbibliothek Hannover“

Gelungene (agile) Kommunikation mit LEGO® Serious Play®

Agiles Arbeiten lebt von gelungener Kommunikation: Sowohl innerhalb von (cross-funktionalen) Teams als auch mit den beteiligten Stakeholdern. Dabei sind die Entwicklung einer gemeinsamen Sprache und der Abbau von Silodenken durch das Schaffen von Transparenz zentrale Herausforderung im Kommunikationsprozess. Daneben stellt sich beim agilen Arbeiten oft die Frage, wie verschiedene Stakeholder gleichberechtigt in den Kommunikationsprozess einbezogen werden können. Eine Möglichkeit diesen verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden, ist der Einsatz der Methode LEGO® Serious Play® (LSP), die sich hervorragend als Kommunikationstool in agilen Prozessen eignet.

LSP wurden in den 1990er Jahren in Kooperation zwischen dem dänischen Spielzeughersteller LEGO® und dem Schweizer International Institute for Management Development Lausanne entwickelt und ist seit 2010 unter einer CC-Lizenz nutzbar. /1/ LSP verbindet aktuelle Erkenntnisse der Managementwissenschaften mit Theorien der Lern- und Entwicklungspsychologie.

Die Ziele von LSP

Mit dem Einsatz von LSP werden drei Ziele verfolgt: /2/ Weiterlesen „Gelungene (agile) Kommunikation mit LEGO® Serious Play®“

Nachlese zum Kongress „Agile Verwaltung 2017“

Die Initiatoren des Forums Agile Verwaltung möchten sich bei den 42 Teilnehmern und den Vortragenden unseres ersten Kongresses bedanken, denn ohne ihre aktive Beteiligung wäre das Alles Nichts gewesen. (Die Zahl 42 ist für das Team übrigens ein running gag gewesen: die Antwort auf Alles)

Während des Intros, die Initiaroren des Forums Agile Verwaltung - von link: Veronika Lévesque, Cornelia Vonhof, Wolf Steinbrecher, Martin Bartonitz und Thomas Michl
Während des Intros, die Initiaroren des Forums Agile Verwaltung – von links: Veronika Lévesque, Cornelia Vonhof, Wolf Steinbrecher, Martin Bartonitz und Thomas Michl

Wir würden gerne mit Ihnen / Euch, den Teilnehmern, eines der Rituale der agilen Methodik hier und jetzt nutzen und zum Mitmachen einladen:

Die Retrospektive Weiterlesen „Nachlese zum Kongress „Agile Verwaltung 2017““

Einführung der E-Akte: Die Mitarbeiter einbeziehen mit „Remember the Future“

Aktuell stehen die Städte, Landkreise und Gemeinden vor einer großen Herausforderung: nämlich vor der Einführung der digitalen Akte, auch E-Akte genannt. Die meisten Verwaltungen betrachten das als ein Software-Beschaffungsprojekt und schieben es an die IT-Abteilung ab. Diese widmet oft viel Aufmerksamkeit technischen Fragen wie Signierung und Revisionssicherheit. Die tiefgreifende Änderung der Arbeitsabläufe, die mit der E-Akte einhergeht, wird unterschätzt. Damit wird das Risiko des Projektscheiterns erhöht. Denn ohne aktive Einbeziehung der Mitarbeiter sind die Erfolgsaussichten gering. Weiterlesen „Einführung der E-Akte: Die Mitarbeiter einbeziehen mit „Remember the Future““

Cross-funktionale agile Teams: Worauf müssen wir bei ihrer Zusammensetzung achten?

Agile Methoden beruhen auf  dem Teamgedanken. Dabei sollen die agilen Projektteams so zusammengesetzt werden, dass sie ihre Aufgaben eigenständig erledigen können, ohne auf externe Unterstützung angewiesen zu sein.

Die agilen Methoden (wie z. B. Scrum oder Kanban) setzen diese Teams aber einfach voraus. Der Scrum Guide von Jeff Sutherland und Ken Schwaber sagt nicht, wie diese Teams zustandekommen. Worauf müssen wir bei der Teamzusammensetzung achten? Welche Fähigkeiten muss ein Team „noch“ umfassen, außer dass es fachlich umfassend aufgestellt ist?

Dazu sagt das Konzept der „Geber“ und „Nehmer“ etwas aus, das von Adam Grant entwickelt wurde.

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New Work – geht das auch in der Verwaltung?

Mark Poppenborg, Mitinitiator des Netzwerks intrinsify.me!
Mark Poppenborg, Mitinitiator des Netzwerks intrinsify.me!

Wir sprechen auf unserem Blog über Agilität in den Organisation und über agile Methoden, die hier das Arbeiten in Teams unterstützen, aber auch über eine andere Haltung beim Arbeiten. Manche sprechen von auf #AUGENHÖHE miteinander umgehen (siehe). Es gibt inzwichen einen weiteren Begriff, unter dem dieses andere Arbeiten geführt wird: New Work (#NewWork). Der von mir sehr geschätzte Mark Poppenborg, Mitinitiator des Netzwerks intrinsify.me!, in dem sich so genannte Stypes (= Selbstbestimmte Typen) regelmäßig zum Erfahrungsaustausch treffen (sehr zu empfehlen!), hat nun einen Artikel zur Klärung des Begriffs gegeben.

Da ich der Meinung bin, dass auch für die öffentliche Verwaltung diese  andere Haltung des Miteinanders während der Arbeit für alle Beteiligten sehr förderlich ist – man lese nur den Artikel von Thomas Michl hier auf dem Blog: Scrum und Bürgerschaftliches Engagement: Der Anfang eines Gedankenspiels – möchte ich kurz die beiden letzten Aspekte des Artikels von Herrn Poppenborg hier vorstellen: Weiterlesen „New Work – geht das auch in der Verwaltung?“

Wenn agile Methoden die Prüfung in der Familie bestehen …

SCRUM: Gewusel im Football (Foto: Quelle Pixabay)

… sollten sie dann nicht generell angewandt werden können, also auch im öffentlichen Dienst?

Ich hatte vor 8 Jahren das erste Mal erleben dürfen, was es mit Menschen macht, wenn sie im Arbeitsprozess mehr in die Selbstbestimmung kommen. Die Firma, in der ich damals arbeitete, hatte entschieden, dass der gesamte Entwicklungsprozess der Software umgekrempelt werden solle. Anstatt Arbeitsaufträge bis ins Detail von einem Experten vorzudenken und einem Entwickler überzuhelfen, sollte nun ein Product Owner nur noch die funktionalen Anforderungen formulieren und mit dem Team verhandeln, wie viel von dem priorisierten Backlog = Arbeitsstapel in den nächsten 3 Wochen versprochen fertigstellt werden kann. Das WIE der technischen Umsetzung lag also allein beim Team, das sich selbst organisierte und nur von einem SCRUM Master unterstützt wurde, der für die Einhaltung der Rituale und das Beseitigen von Arbeitsbehinderungen zuständig war. Nur, wenn unterwegs noch Unklarheiten aufkamen, wurde mit mir als Product Owner nochmals Rücksprache gehalten. Am Ende habe ich mir Weiterlesen „Wenn agile Methoden die Prüfung in der Familie bestehen …“