Mehr Agilität im D&I Prozess kommunaler Verwaltungen

Beitrag von Lila Sax dos Santos Gomes, Netsanet Berhane und Adamantia Goulandris

In der Kommune Planschbeckingen gibt es zu wenig Migrant*innen. Also nicht in der Kommune selbst, sondern in der Verwaltung. Sie ist zu homogen, zu weiß, zu christlich. Die Zivilgesellschaft fühlt sich unter- bis gar nicht repräsentiert. Daher entscheidet sich die Verwaltung dafür, sich zu “öffnen”. Sie will toleranter gegenüber Menschen mit Migrationsgeschichte werden. Sie will gendern, nicht-binäre Menschen einbinden und religiöse Vielfalt feiern. Es gibt nur eine Voraussetzung – eigentlich muss alles beim alten bleiben.

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Wie baut man Vertrauen untereinander auf?

Wir freuen uns sehr, einer Auswahl von Blogartikeln aus dem Musterwandler-Blog, der nicht mehr fortgeführt wird, hier im Forum Agile Verwaltung ein neues Zuhause bieten zu können. Wir wünschen euch eine spannende Lektüre.

Spreche ich mit Kolleginnen und Kollegen, dann fällt immer wieder mal auf, dass ein Aspekt häufiger genannt wird: Vertrauen. Es braucht mehr Vertrauen – untereinander, zwischen den Bereichen, zwischen Führungskräften und Mitarbeiter*innen – so scheint es der Wunsch mehrerer Kolleginnen und Kollegen zu sein.

Jetzt ist das mit dem Aufbau von Vertrauen so eine Sache. Das funktioniert nicht mal einfach so – Vertrauen entsteht vor allem dadurch, dass Menschen bereit sind, Vertrauen zu schenken und eine Beziehung einzugehen. Insofern sind wir alle gefragt, wenn es darum geht, das Vertrauen untereinander zu stärken. Vielleicht gibt es aber etwas, dass uns dabei unterstützen kann.

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Aus der agilen Methodenkiste | Obeya Room – alle wichtigen Informationen und Entscheider an einem Ort versammelt

Ich bin ein großer Freund der visuellen Darstellung von Informationen. Ein Kanbanboard ist ein Beispiel für solch eine Visualisierung. Obeya Room oder Big Room ist ein Ansatz, der sich ebenfalls diese Idee zu eigen macht. Obeya, der Begriff kommt aus dem Japanischen. Das deutet schon an, aus welcher Ecke die Grundidee ursprünglich stammt. Obeya wird gerne mit Big Room, also großer Raum übersetzt. Mir ist zwar auch der Begriff „Kommandozentrale“ in diesem Zusammenhang über den Weg gelaufen. Das wird jedoch der Grundidee der Philosophie und den Prinzipien hinter dem Begriff nicht gerecht.

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Veränderungsbereitschaft für Digitalisierung erzeugen

Teil 1
Warum sich Digitalisierung nicht so einfach in Verwaltungen umsetzen lässt und wie die Stadt Karlsruhe das Thema angeht

Autorinnen: Nora Kaiber, Stadt Karlsruhe & Susanne Schatzinger, VSC-Team

Warum wir uns so ungern verändern

Stellen Sie sich vor, über Nacht bekommen Sie von einer guten Fee alles technische Wissen über Digitalisierung per Feenstaub direkt in Ihren Kopf gezaubert. Am nächsten Morgen gehen Sie gut gelaunt zur Arbeit mit der Motivation, Ihre neuen Superkräfte direkt anzuwenden und Verbesserungen herbeizuführen. Wie ginge es weiter? Ließen sich Ihre Kolleginnen und Kollegen überzeugen, ihre täglichen Abläufe zu verändern? Würde Ihre Chefin oder Ihr Chef Ihnen direkt den Weg freimachen und andere Themen liegen lassen? Vermutlich wäre es leider nicht so einfach, denn nichts fällt uns Menschen so schwer, wie gewohnte Pfade zu verlassen und uns zu verändern.

Wir, die Stadt Karlsruhe und das VSC-Team haben uns in einem gemeinsamen Projekt genauer mit dieser Thematik befasst. Wir haben uns gefragt, warum wir uns so ungern verändern und wie es doch möglich sein kann, Veränderungen in der Stadtverwaltung herbeizuführen.

In diesem ersten Beitrag beschäftigen wir uns mit dem Kontext, warum die Digitalisierung eine langsame Veränderung ist, welche Lösungen wir sehen, um Mitarbeitende dafür zu begeistern und mitzunehmen und welchen Weg die Stadt Karlsruhe eingeschlagen hat

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Agile Sommerhäppchen (1/x) – Von fiesen Fragen zu tragendem Trampolin

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt: Eigentlich wollte ich, während der elf (11) Stunden währenden Fährüberfahrt gestern, einen profunden Artikel zaubern, den ich schon seit geraumer Zeit schreiben will
(über junge Menschen frisch in der Arbeitswelt, über ihre Werte, über das was sie können und die Betriebe nicht und das was sie noch nicht können, aber die Betriebe aber schon. Über die teilweise erschreckenden Missachtungen ihrer Motivation und ihrer dargebotenen mitgebrachten Möglichkeiten durch die «empfangenden» Organisationen bzw. Betriebe. Über Gründe für das Phänomen, das mir gerade so oft begegnet und vor allem über Lösungsangebote dafür.)
Aber dann wurde ich auf der Fähre leicht seekrank und es gab weder Internet noch Strom auf dem Kahn. Bref: Für derart profund langt es jetzt nimmer…. Entschuldigung. Also verschieben wir den Artikel auf später mal und ich habe heute kurzerhand das neue Format «Agile Sommerhäppchen» aus der Taufe gehoben:
Ein kurzer Artikel mit Anwendungsangebot, frisch und ‚amächelig‘ wie ein Marktstand in der Provence...

Es geht um die Nasty-Questions-Technik. Auch etwas, das mir bzw. den Menschen, mit denen ich arbeite in den letzten sechs Monaten in immerhin fünf Projekten und Anlässen konstruktiv und lösungszugewandt erfolgreich zur Seite stand. Eigentlich in der politischen Kommunikation beheimatet. Aber – einem Schweizer Offiziersmesser gleich – auch in anderen Situationen durchaus hilfreich, so zum Beispiel für neu zusammengestellte Teams, bei Veränderungen des Status Quo (Führungswechsel, verändertes Portfolio der Abteilung oder gar neu zu digitalisierende Prozesse), zu Beginn eines Projektes (da gleich mehrmals) und/oder in Sackgassenmomenten jeder Couleur.

Die Nasty-Questions-Technik funktioniert so:

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Save the Date: Am 10. November 2022 besuchen wir die Stadt Kingersheim (Elsass) zum Thema „Bürgerräte“

Auf unserer Frühjahrskonferenz am 15. Juni 2022 hielt Laurent Riche, Bürgermeister der Stadt Kingersheim bei Mulhouse (Elsass), die Keynote zum Thema „Eine Stadt in der demokratischen und ökologischen Transition. Erfahrung mit Bürgerräten“. Anschließend lud er uns ein, mit einer Delegation seine Verwaltung zu besuchen, um unsere Kenntnisse über die dort praktizierten, differenzierten Modelle von Bürgerräten zu vertiefen.

Dafür haben wir jetzt einen Termin vereinbaren können: es wird Donnerstag, der 10. November sein. Wir haben eine Event-Seite auf XING geschaltet, auf der ab sofort Vorab-Reservierungen möglich sind.

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Community of Practice – informative Vernetzung mit der Weisheit der Vielen

Ein Beitrag mit Alexander Null aus Kassel.

Im Zusammenhang mit Agilität und agilen Organisationen taucht der Begriff der Community of Practice auf. In unserem Beitrag wollen wir zeigen, was CoPs sind, was zu einem gelingenden Austausch beiträgt und welche Erfahrungen wir in einer Community of Practice machen, in der wir seit 2020 Mitglied sind.

Bild: EME auf pixabay

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Status Quo agiler Ansätze: Wichtige Erkenntnisse zur aktuellen Nutzung agiler Ansätze – 4. Studie „Status Quo (Scaled) Agile“

Wir freuen uns sehr, einer Auswahl von Blogartikeln aus dem Musterwandler-Blog, der nicht mehr fortgeführt wird, hier im Forum Agile Verwaltung ein neues Zuhause bieten zu können. Wir wünschen euch eine spannende Lektüre.

Autorin: Martina Nolte, M.A. (Hochschule Niederrhein); Studienautoren: Prof. Dr. Ayelt Komus und Moritz Kuberg (Hochschule Koblenz)

Im Februar 2020 ist der Ergebnisbericht zur 4. Internationalen Studie „Status Quo (Scaled) Agile“ 2019/20 veröffentlicht worden. Die Studienautoren Prof. Dr. Ayelt Komus und Moritz Kuberg von der Hochschule Koblenz haben diese Studie zusammen mit dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom), der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement e. V. (GPM), der International Project Management Association (IPMA), Projekt Management Austria (PMA), Scrum.org, der schweizerischen Gesellschaft für Projektmanagement (SPM), der Swiss ICT, Heupel Consultants sowie diversen Studierenden der Hochschule Koblenz entworfen und durchgeführt.

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Besser gemeinsam entscheiden mit dem Systemischen Konsensieren 

Gastbeitrag von Sven Jung
Mehr zum Autor am Ende des Artikels

Mit verschiedenen Beteiligungsverfahren wurden schon erste Erfolge bei der Beteiligung von BürgerInnen und Mitarbeitenden bei Entscheidungen erreicht. In Kombination mit dem Systemischen Konsensieren können Entscheidungsprozesse und Konfliktlösungen noch wirkungsvoller werden – preisgekrönte Beispiele gibt es bereits.

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Ausprobieren, wahrnehmen, antworten. Wie das Cynefin-Framework bei der Einführung von Innovationen helfen kann.

Wir freuen uns sehr, einer Auswahl von Blogartikeln aus dem Musterwandler-Blog, der nicht mehr fortgeführt wird, hier im Forum Agile Verwaltung ein neues Zuhause bieten zu können. Wir wünschen euch eine spannende Lektüre.

Beim vorliegenden Beitrag handelt es sich um eine modifizierte und übersetzte Version des Konferenzbeitrages: Bils, Annabell (2018). Probing, Sensing, Responding – How to implement digital learning innovations by using the Cynefin framework. In Proceedings of EdMedia: World Conference on Educational Media and Technology (pp. 2010-2015). Amsterdam, Netherlands: Association for the Advancement of Computing in Education (AACE). https://www.learntechlib.org/primary/p/184441/.

Wenn an einer Institution, beispielsweise einer Hochschule, Innovationen eingeführt werden sollen, ist dies ein schwieriges Unterfangen. Nicht nur, dass der Prozess oftmals Einfluss auf die verschiedenen Bereiche innerhalb der Institution, wie z.B. Lehre, Forschung und Verwaltung, hat – die Bereiche sind in der Regel auch miteinander verbunden. Den Prozess der Implementation zu planen und zu koordinieren, kann daher verwirrend sein. Um die Fäden ein wenig zu entwirren, kann es sich lohnen, die Systemebene zu betrachten. Ein Framework dafür bietet Cynefin.

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