Unsere Klimakrise mit Agilen Methoden lösen – Wie geht das? Teil 2

Im ersten Teil der Artikelserie „Klimawandel und Agilität“ haben Ludger Wagner und Thomas Michl einen Rahmen aufgezeigt, wie das (sehr ehrgeizige) Ziel die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen angegangen werden könnte.

In diesem zweiten Teil der Artikelserie geht es nun darum, ein Konzept für den Aufbau und den organisatorischen Rahmen für die handelnden Akteure aus agiler Sichtweise zu entwerfen.

Das Ziel ist – wie wir wissen- mehr als ambitioniert,aber gerade deswegen gehen wir es mutig und optimistisch an. Wir wollen über die Beschäftigung mit dem Thema möglichst früh möglichst viel lernen, damit wir und andere Aktive den Klimawandel in die besten menschenmöglichen Bahnen lenken und dadurch unsere Zukunft aktiv (mit-)gestalten können.

Was passiert aktuell und was in der nächsten Zeit?

Das Klimakabinett wird am Freitag, den 20.9.2019, dem Tag des Globalen Klimastreiks (#allefuersklima : Aufruf von #Fridays4Future zum Mitmachen beim globalen Klimastreik am 20.9.2019 auch in Deutschland ), das nächste Mal zusammenkommen.

Ich wünsche mir von dieser Klimakonferenz (vom Klimakabinett und unserer Bundesregierung und unserer Bundeskanzlerin) in Berlin klare Ansagen und Aussagen zur Dringlichkeit des Problems. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass es der Politik gelingt, die BürgerInnen und alle Anspruchsberechtigten mitzunehmen.

Ich wünsche mir ein Bestärken und ein Motivieren aller AkteurInnen unserer Zivilgesellschaft.

Das ist eine Mammutaufgabe, die viel Fingerspitzengefühl sowie klimapolitischen Weitblick und organisatorische Klarheit erfordert. Es gilt, den Spagat hinzubekommen gleichzeitig sehr schnell und doch gerade „so langsam“ zu starten, dass alle Mitmenschen mitgenommen werden.

Gleichzeitig ist – und auch das ist vermutlich jedem bewusst- das ganze „System Klima“ auf unserer Mutter Erde noch viel komplexer, weil letztendlich nicht nur wir in Deutschland, sondern wir alle in Europa und auf der ganzen Welt, in unterschiedlichsten Lebens- und Erlebenswelten (Ländern, Gesellschaften und Gesellschaftssystemen) zusammenleben und -arbeiten.

Der Fokus unseres Artikels richtet sich auf die Dinge, die wir in Deutschland selbst beeinflussen können. (Anmerkung des Autors: Sonst verlieren selbst wir – als optimistische Optimisten – den Mut nach einer Lösung zu suchen und diese schnell (!) anzugehen.)

Die konkrete Frage soll sein:

Wie können wir hier bei uns in Deutschland schnell und kraftvoll das Problem angehen und lösen?

Die Vision – das Weshalb:

Eine Vision beantwortet die Frage nach dem „Weshalb“ und muss von allen Beteiligten verstanden werden, also möglichst von allen 83 Millionen MitbürgerInnen in Deutschland. Das ist eine große Kommunikationsaufgabe.

Die Vermittlung muss in vielen Sprachen (Jugendsprache, Erwachsenensprache, Managersprache, Politikersprache, Aktivistensprache und in allen möglichen Sprachen und Dialekten erfolgen.

Weshalb also lösen wir die Klimakrise?

Damit die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder, schöner und lebenswert(er) wird.

Viele Wege zur Erfüllung der Vision.

Wir -alle- müssen uns auf den Weg machen die Vision zu erfüllen. Bei einer so komplexen Aufgabe kann niemand sagen, wohin die Reise gehen wird. Aber eins ist -denke ich- offensichtlich. Wir müssen loslegen und Schritte tun. Iterativ werden wir Ziele entwickeln, wir werden Maßnahmen messen und immer wieder nachsteuern.

IMG_2137_der_iterative_Weg_zum_Ziel

Wir dürfen Fehler machen und wir brauchen diese Fehler, um uns zu verbessern. Wir brauchen dazu feste Zyklen, müssen uns vernetzen und Informationen teilen, damit wir gemeinsam in unserem Tun besser werden und unser Ziel (eine schönere Zukunft) immer wirkungsvoller erreichen.

Den Rahmen für die komplexe Organisation unseres Vorhabens schaffen

@ottokratz, hat sich an die Visialisierung des möglichen Zusammenspiels, der Beteiligten gewagt. Es sind bei Weitem nicht alle gesellschaftlichen Gruppen abgebildet, genauso wenig wie alle Abhängigkeiten zwischen den beteiligten Gruppen und AkteurInnen.

Was gelingen muss, ist das lösungsorientierte und achtsame Zusammenspiel von Regierung, Kabinett, Klimakabinett, Ministerien, Ländern, Kommunen und aller BürgerInnen, der gesamten Zivilgesellschaft, der Kindergärten und Schulen und anderer Unternehmungen, der Initiativen, der Lobbyvertretungen, der „aktiven Aktivisten“ und der „passiven Nichtaktivisten“ auf unterschiedlichsten Ebenen. Sei es auf Bund- auf Länder- oder Komuneneben, in den Städten oder im ländlichen Raum, bis „hinab“ zu jedem einzelnen Menschen, in ihren kleinen und größeren Familien, in ihren jeweiligen ganz unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten.

Wir „gestaltende Menschen“ müssen unsere Mitwelt verantwortungsvoll in unser Handeln mit einbeziehen:

Vom Wasser über den Wald, landwirtschaftliche Flächen und unsere Infrastruktur. Wir brauchen den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen und Lebensgrundlagen, unsere Rohstoffe und nicht zuletzt müssen wir auf alle anderen Lebewesen, auf Pflanzen und Tiere achtgeben und auch ihr Wohl mitbetrachten.

IMG_2138_Vision_und_Ziel

Uns alle eint die gemeinsame Vision:

„Die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder, wird schöner und lebenswert(er) werden.“

Klimawandel und Agilität – Wie wir jetzt (gerade noch) gemeinsam die Welt retten können – Teil 1

Diese Bilder sind von der „fridays for future“- Demonstation, am 14. Juli 2019 in Berlin.

Komplexität, Verantwortung, Zusammenarbeit, Fokussierung, Priorisierung, herausfordernde Ziele, Versuch und Irrtum, „funktionierende Ergebnisse mehr als umfassende Dokumentation“, Interdisziplinarität, Politk, Öffentliche Hand und Zivilgesellschaft, Kommunikation, das Wohl unserer Kinder, unser aller Wohl und Zukunft. Der Klimawandel ist ein hoch komplexes und dringendes Problem, das drängendste Problem und die größte Herausforderung unserer Zeit.

Weiterlesen „Klimawandel und Agilität – Wie wir jetzt (gerade noch) gemeinsam die Welt retten können – Teil 1“

Update zu den Meetups der Agilen Verwalter in Berlin

Zeit für einen Rückblick auf die ersten beiden Meetups der Berliner agilen Verwalter als auch einen Ausblick.

Wie waren die ersten Treffen?

Das erste Treffen fand im Mai 2018 in der Amerika Gedenkbibliothek mit zwölf Teilnehmern statt. Der Raum hat gestimmt, und unser Gastgeber und Raumsponsor berichtete zu Beginn sehr mitreißend und inspirierend von seinem eigenen Experiment des agilen Arbeitens und von den Entwicklungen in dem Bereich, den er in der Bibliothek verantwortet.

Danach haben wir eine große Kennenlernrunde durchgeführt, in der jeder über Erfahrungen und Herausforderungen an seiner Wirkungsstätte und über seine Erwartungen an das Meetup gesprochen hat. In den Beiträgen der Teilnehmer ging es häufig um bewusst und unbewusst gelebte agile Werte, über die wir uns im Anschluß näher ausgetauscht haben. Wir endeten mit einem Gespräch über Veränderungensprozesse (Rogers Innovationskurve & John Kotters 8 Stufen im Veränderungsmanagement ).

Beim zweiten Treffen im Juli 2018 in den Prinzessinnengärten waren wir zu sechst. Wir machten ein Lean Coffee und sprachen dabei auch viel über die Meetup-Gruppe selbst, u.a. diskutierten wir darüber, wie wir ein Backlog an Themen aufstellen könnten und wie es zukünftig weitergehen könnte.

Was hat gut geklappt?

Es waren nicht nur „Agile Berater“ beim Meetup, sondern viele unterschiedliche Menschen aus Berliner Behörden. Sie hatten entweder viel Erfahrung oder kamen mit Fragen und waren auf der Suche nach Methoden, um Veränderungen an ihrer Wirkungsstädte zu ermöglichen. Vier der Teilnehmer waren bei beiden Meetups dabei, so dass sich schon ein Kernteam für die Meetup-Organisation zu bilden scheint. Weiterlesen „Update zu den Meetups der Agilen Verwalter in Berlin“

Initiales Treffen der „Agilen Verwalter“ in Berlin am Donnerstag, den 3. Mai 2018

BrandenburgerTorBerlin_L_WagnerHerzliche Einladung zum ersten Treffen der „Agilen Verwaltung Berlin„.

Am Donnerstag, den 3. Mai 2018 von 19 bis 21 Uhr werden sich in Berlin Kollegen aus Berliner Verwaltung, öffentlichen Unternehmen und Interessierte Bürger zu einem Meetup treffen.

Anmeldungen bitte über die  Meetup-Seite von Agile Verwaltung Berlin.  Dort stehen auch aktuelle Informationen, zu Ort und Zeit des Treffens. Wir treffen uns in einem Raum in der Amerika Gedenkbibliothek, dort gibt es im Mai einen öffentlichen Themenraum „Arbeit“.

Geplant ist, dass Martin Buchholz und Ludger Wagner zu Beginn des Treffens kurz Weiterlesen „Initiales Treffen der „Agilen Verwalter“ in Berlin am Donnerstag, den 3. Mai 2018″

Wann fängt (Culture) Hacking an? #Teil2

#Teil2 der Artikelserie über Culture Hacking ist jetzt Online.

Im ersten Teil der Artikelserie wurde von Martin Bartonitz der Frage „Was hat Culture Hacking mit Manipulation zu tun?“ nachgegangen. In diesem zweiten Teil versucht Ludger Wagner eine Einordnung von (Culture) Hacking. Was ist Hacking, was sind Beispiele für Hacks? Wann begeben wir uns auf die Hacking-Seite?

„Playfully exploring the boundaries of a system“, Hacking-Definition nach Olaf Lewitz.

Mir ist diese Definition von Olaf schon länger bekannt. Es fiel mir allerdings bisher immer schwer, Sie in meine eigene Gegenwart und Arbeit zu übertragen.

Als Familienvater merke ich zum Beispiel, wie meine kleine, gerade zweijährige Tochter Weiterlesen „Wann fängt (Culture) Hacking an? #Teil2“