Vortrag „Agilität und Öffentliche Verwaltung“ auf dem Scrum-Day in Stuttgart

Am 31. Mai 2017 waren Thomas Michl und ich auf den Scrum-Day in Stuttgart eingeladen, um dort einen Vortrag zum Thema „Agilität und Öffentliche Verwaltung“ zu halten.

Für die agile Community, die sich auf dem Scrum-Day einmal im Jahr trifft und die nach wie vor vorwiegend der Software-Branche entstammt, war das Thema einigermaßen exotisch. Immerhin fanden ca. 12 Teilnehmer in den kleinen Vortragssaal K1/K3.

Themen unseres Vortrags waren:

  1. Was macht die Verwaltung so starr? Das Zuständigkeitsprinzip und wie es sich seine (Behörden-)Welt erschafft.
  2. Erste Agilisierungsversuche, damit die Öffentliche Verwaltung ihre Kernaufgaben besser leisten kann: Die Stadt Ängelholm (SE)
  3. Die deutschen Ansätze, den Herausforderungen gerecht zu werden: Digitalisierung und „E-Akte“

Zum Schluss fand eine Diskussion mit den Teilnehmern statt zum Thema
„Wie könnten agile Agenten die Verwaltung beim Neudenken unterstützen?“ Dabei gab es einige interessante Ideen, zum Beispiel „Scrum-Tisch der Stadt X lädt Verwaltungsspitze zum Ideenaustausch ein“.

Wer sich für den Vortrag interessiert, kann ihn hier downloaden: PRÄSENTATION Scrum-Day ‚Agilität und öffentliche Verwaltung‘ 2017_05_31

10 Fragen an … Silke Kirstein

1.    Was machst Du beruflich?

Als Projektleiterin verantworte bzw. verantwortete ich diverse Vorhaben im Bereich Organisations- und Geschäftsentwicklung in unterschiedlichen Organisationen. Ein Projekt, an das ich besonders gerne denke, war die Gesamtprojektleitung eines großen strategischen Kultur- und Reorganisationsprojekts in einem mittelständischen Unternehmen. Unsere Fragestellungen waren hochspannend und für vermutlich viele Unternehmen von Relevanz, die sich mit agilem Arbeiten in einem klassischen beschäftigen:

  • Wie kann sich eine Kultur der wechselseitigen Unterstützung zwischen den Bereichen entwickeln, um den Servicelevel und die Durchlaufgeschwindigkeit zu erhöhen?
  • Wie sind die Funktionen der Bereiche in der Organisation auszurichten, um sich zum Vorbild für Innovationen zu entwickeln?
  • Wie kann gute Arbeit gesund gestaltet werden?

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Reblogged: Da braut sich was zusammen: Das Bildungsbier der Hochschule Luzern ging in die 3. Runde

„Bildung ist eine Frage der Organisation. Gute Bildung ist bislang vor allem gut organisierte Bildung. Sie ist eine Frage der Zuständigkeiten, der geregelten Abläufe, der Anträge und Budgets, der qualifizierten und kontrollierten Inhalte, und der Zertifizierung: von Studiengängen, Prüfungen und lehrenden Berufen. Wo sind da die Spielräume? Wie können die radikalen gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Entwicklungen der Gegenwart in Bildung umschlagen, wenn diese vor allem am Selbsterhalt ihrer Organisation interessiert ist?“ Weiterlesen „Reblogged: Da braut sich was zusammen: Das Bildungsbier der Hochschule Luzern ging in die 3. Runde“

Agiles „Bildungsbier“ am Mittwoch, 12. April, in Luzern

Prof. Dr. Christof Arn vom Zentrum für Lehren und Lernen an der Hochschule Luzern lädt für den Mittwoch um 17 Uhr ein zu einem Treffen mit dem Thema „Viele Menschen leiden unter ihren Organisationen. Wir treffen uns, um das zu ändern“.

Nähere Infos unter https://www.linkedin.com/pulse/viele-menschen-leiden-unter-ihren-organisationen-wir-treffen-arn

Wir wünschen den Teilnehmenden guten Aus-tausch und Um-trunk.

Sich bewegen im nicht-agilen Umfeld: Woher kommt der Widerstand gegen Change-Projekte?

Seit es diese Webseite gibt – seit Februar 2016 – haben wir 39 Blogbeiträge veröffentlicht. Einsamer Spitzenreiter bei den Aufrufzahlen ist der Artikel von Veronika Lévesque „Agile Arbeitsformen im nicht-agilen Umfeld“. Er wurde bis heute 484 mal gelesen. Der Artikel auf Platz 2 folgt erst mit 224 Aufrufen.
Meine Schlussfolgerung: Der typische Leser unseres Forums möchte in seiner Verwaltung Dinge bewegen. Er gehört nicht zu den resignierten Beschäftigten oder gar denen in „innerer Kündigung“, wie sie in den Gallup-Erhebungen regelmäßig in großer Zahl ausgewiesen werden. Aber er stößt in seiner Umgebung auf Widerstand. Daraus folgt für mich: Unser Forum muss sich verstärkt konkreten Herangehensweisen zuwenden, wie man agile Vorgehensweisen verbreiten kann, auch wenn sie nicht gleich Unterstützung erfahren. Heute geht es mir erst einmal um die Formen, die Widerstand annehmen kann.
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Verwaltungskultur und Agilität – ein Widerspruch?

Dass agile Methoden in den öffentlichen Verwaltungen bislang so wenig Verbreitung finden – das kann doch kein Zufall sein – oder? Aber wo sollen wir die Gründe suchen?

Die These, es gebe so etwas wie einen „Bürokratentypus“, der eben in Behörden gehäuft auftrete, hatten wir schon geprüft und verworfen. /1/ Gibt es aber eine spezifische „Verwaltungskultur“? Gibt es überhaupt spezifische „Kulturen“ von Organisationen und wie könnte man sie jeweils beschreiben?

Damit beschäftigt sich eine Untersuchung aus den USA mit dem Titel „Tribal Leadership“. /2/ Weiterlesen „Verwaltungskultur und Agilität – ein Widerspruch?“

Muss Agilität nicht überhaupt scheitern – an den Mitarbeitern?

Bisweilen, wenn ich vom Forum Agile Verwaltung berichte, schlägt mir Skepsis entgegen. Teilweise unverhohlene  – „Agilität in einer Verwaltung – das kann doch nie klappen“ -, manchmal wohlwollend und etwas schulterklopfend: „Übernimmst du sich da auch nicht? Bei den vielen Bürokraten in den Behörden …“

Ein Anlass, sich dem Thema ernsthaft zu stellen: Kann Agilität an „den Menschen“ scheitern? Unterscheiden sich Beamte und Beschäftigte im Öffentlichen Dienst, quasi charakterlich, von den agilen Hüpfern in den Startups und Softwareschmieden?
Gibt es so etwas wie eine Beamtenpersönlichkeit?

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