Zukunftstag Verwaltung 2026: „Wow, da hat wirklich viel getan!“
Stell dir vor, es ist 2030. Du betrittst eine Kreisverwaltung und denkst: Wow, da hat sich aber etwas geändert. Die Abläufe wirken klar, die Zusammenarbeit selbstverständlich, die Atmosphäre offen. Was könnte dir in diesem Szenario auffallen?
Digitale Anträge sind der Normalfall geworden.
Viele Anliegen beginnen nicht mehr am Schalter, sondern in einem digitalen Bürgerportal, das verständlich durch den Antrag führt und fehlende Angaben sofort erkennt. Wer trotzdem persönlich kommt, wird nicht abgewiesen, sondern bekommt Unterstützung an einem Servicepunkt, an dem Mitarbeitende gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern den digitalen Vorgang starten.
Künstliche Intelligenz unterstützt die Sachbearbeitung.
KI entscheidet nicht allein über Leistungen oder Genehmigungen, aber sie sortiert Unterlagen, fasst Aktenstände zusammen, weist auf fehlende Nachweise hin und schlägt nächste Bearbeitungsschritte vor. Für die Mitarbeitenden bedeutet das weniger Sucharbeit und weniger Routineprüfung; die eigentliche Verantwortung bleibt aber sichtbar beim Menschen.
Die Verwaltung arbeitet stärker prozessorientiert statt nur zuständigkeitsorientiert.
Bürgerinnen und Bürger merken weniger von internen Ämtergrenzen, weil Vorgänge übergreifend gesteuert werden: Ein Anliegen läuft nicht mehr von Stelle zu Stelle, sondern wird als Gesamtprozess betrachtet. Dadurch entstehen klarere Bearbeitungswege, bessere Statusinformationen und weniger Doppelabfragen.
Der Arbeitsplatz in der Verwaltung ist flexibler geworden.
2030 ist es selbstverständlich, dass viele Tätigkeiten hybrid erledigt werden können, also teils im Büro, teils mobil. Die Verwaltung hat dafür verbindlichere Regeln, bessere digitale Akten, sichere Kommunikationswege und neue Führungsroutinen entwickelt, sodass Anwesenheit nicht mehr automatisch mit Leistung verwechselt wird.
Innovation entsteht stärker durch Selbstorganisation.
Neue Ideen kommen nicht mehr ausschließlich aus Projektgruppen oder Führungsklausuren, sondern häufiger aus den Teams selbst. Mitarbeitende bekommen definierte Freiräume, um kleine Verbesserungen zu testen, digitale Hilfsmittel auszuprobieren und funktionierende Lösungen anschließend in die Regelorganisation zu überführen.
Recruiting ist zu einer strategischen Kernaufgabe geworden.
Die Verwaltung wartet nicht mehr nur darauf, dass geeignete Bewerbungen eingehen, sondern spricht Zielgruppen früher, gezielter und sichtbarer an. Ausbildung, Quereinstieg, duales Studium, flexible Arbeitsmodelle und eine klare Arbeitgebermarke sind Teil einer Recruiting-First-Strategie geworden, weil Personalgewinnung über die Leistungsfähigkeit der Verwaltung entscheidet.
New Work ist pragmatischer geworden.
New Work bedeutet in der Verwaltung 2030 nicht bunte Sofas und grenzenlose Freiheit, sondern bessere Zusammenarbeit, mehr Eigenverantwortung und eine bewusstere Gestaltung von Arbeit. Teams klären stärker selbst, wie sie Aufgaben verteilen, Wissen sichern und gute Ergebnisse erreichen, ohne dass die öffentliche Verantwortung und die rechtlichen Rahmenbedingungen aus dem Blick geraten.
Die Frage, die dir hier in den Kopf kommt: Wie konnte dieser Wandel gelingen?
Veränderung beginnt nicht mit Perfektion
Die Antwort ist selten einfach. Veränderung in der Verwaltung entsteht Schritt für Schritt: Mit Haltung, guten Beispielen, ehrlichem Austausch und dem Mut, auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben. Genau hier setzt der Zukunftstag Verwaltung 2026 an.
Im Mittelpunkt stehen Praxisbeispiele, Austausch und konkrete Impulse für alle, die Verwaltung aktiv gestalten wollen.
Die Veranstaltung vom VSC Team (mehr Infos: https://zukunft.vscteam.de/ ) richtet sich an Führungskräfte und Mitarbeiter:innen in der Verwaltung und findet am 25. Juni 2026 in der Westspitze in Tübingen statt.

Ein besonderer Teil des Events sind Vorträge von innovativen Leuchtturmprojekten, die wir in der Verwaltung als einzigartig wahrnehmen. Die Referent:innen kommen aus ganz unterschiedlichen Verwaltungseinheiten in Deutschland und zeigen, was heute schon möglich ist – und wo wir nicht bis 2030 warten müssen. Dabei geht es zum Beispiel um:
- Recruiting First Strategien,
- Innovation durch Selbstorganisation,
- Technische Lösungen etwa für das Monitoring von Gewässern oder der nachhaltige Online-Verkauf von Brennholz aus der Region,
- New Work und
- Neuartige Kooperationen zwischen Kommunen zum Thema Low Code.
Award
Beim Zukunftstag Verwaltung wird ein Award verliehen, der besondere Ansätze und mutige Wege in der Verwaltung auszeichnet und sichtbar macht.
Zukunftstag Verwaltung 2026
Wenn du mehr erfahren, dich austauschen und vernetzen willst, dann komm doch zum Zukunftstag Verwaltung 2026:
25. Juni 2026, 9:00–17:00 Uhr
Westspitze Tübingen, Eisenbahnstraße 1, 72072 Tübingen
Mehr Infos und Anmeldung:
https://zukunft.vscteam.de/events/zukunftstag-verwaltung-2026

Für Mitglieder des Forum Agile Verwaltung gibt es außerdem vergünstigte Tickets. Bei Interesse daran oder bei allen anderen Fragen, kannst du dich jederzeit bei Stella Neuert vom VSC Team (stella.neuert@vscteam.de) melden.
Wir freuen uns auf euch!
