Aus der agilen Methodenkiste: Kollaboratives Arbeiten mit Canvas – zwei Beispiele

Im agilen Umfeld lässt sich ein ausgeprägter Hang zur Visualisierung nicht verleugnen. Dieser kommt nicht von ungefähr. Gerne bedienen sich Agilisten auch der Idee der Canvas, eine „Leinwand“ mit vordefinierten Feldern, die gemeinsam mit den verschiedenen Beteiligten befüllt wird. Weiterlesen „Aus der agilen Methodenkiste: Kollaboratives Arbeiten mit Canvas – zwei Beispiele“

Was macht „agile“ anders …

512px-Scrum_process.svg
By Lakeworks (Own work) CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0, via Wikimedia Commons

Dem einen oder anderen ist es sicherlich schon aufgefallen: Agile Methoden basieren auf sehr schlanken Regelwerken. Vergleicht mensch PRINCE2 – ein standardisierter, prozessual aufgebauter Ansatz für Projektmanagement – beispielsweise mit Scrum, fällt sofort auf: der Scrum Guide umfasst gerade mal einen Bruchteil in Form von Buchseiten im Vergleich zum PRINCE2-Leitfaden. Scrum kommt mit gerade mal fünf Aktivitäten, drei Artefakte und drei Rollen aus, die das Grundgerippe der Methodik ausmacht. Aber woran liegt das?

Das Geheimnis

Das Geheimnis liegt im Weiterlesen „Was macht „agile“ anders …“

Veranstaltungshinweis: Creative Collaboration Culture Day am 20.10.17 in Karlsruhe

Am 20. Oktober 2017 findet der „Creative Collaboration Culture Day“ als eintägiges
Non-Profit-Event an der Karlshochschule in Karlsruhe statt.

Geplant sind fünf halbstündige Impulse aus den Themenfeldern:

  • Kreativität in der Arbeitswelt
  • Unternehmensdemokratie & Eigenverantwortung
  • Agile Organisation & Digital Workplace

Zusätzlich finden parallel ganztägig Open Space Sessions statt um jedem Teilnehmer die
Möglichkeit zu geben, Teilgeber zu sein und für sich das Richtige und Beste aus dem Event zu machen.

Weitere Infos: ccc.events

Einen weiteren spannenden Einblick in die Organisation des Creative Collaboration Cultur Day gibt übrigens der folgende Artikel, der auf der Internetseite der Unternehmensdemokraten erschienen ist: http://www.unternehmensdemokraten.de/tag-29-machen-wir-eigentlich-soziokratie-3-0/

Auch das Forum Agile Verwaltung wird am 20.10. dabei sein.

 

Löse das Problem, nicht die Schuldfrage

Löse das Problem, nicht die Schuldfrage. Sprichwort aus China

Eine allzu menschliche Falle, die wir alle kennen: Etwas geht schief und im ersten Moment suchen wir nach einem Schuldigen. Aber ist damit das Problem und seine Ursache gelöst? Nein, natürlich nicht. Das Problem bleibt bestehen. Aber wir haben jetzt einen Sündenbock und müssen uns nicht weiter anstrengen.

Kultur der organisierten Unverantwortlichkeit

Wenn wir uns darauf konzentrieren, einen Schuldigen auszumachen und diesem scheinbar die Verantwortung zuzuschieben, bleibt nicht nur die Ursache bestehen, nein, wir tragen auch noch dazu bei, die Kultur der organisierten Unverantwortlichkeit zu erhalten, die allenthalben und schon seit Jahrzehnten immer wieder bemängelt wird. Niemand ist bereit, die Verantwortung im Sinne einer adäquaten Ursachensuche zu übernehmen. Wir kratzen bestenfalls noch an der Oberfläche der Problemursache, ohne bis zu einer echten Lösung vorzudringen. Die „Schuldfrage“ steht im Fokus, nicht die Frage nach der Problemlösung. Entsprechend wird die „Schuld“ fleißig herumgereicht. Weiterlesen „Löse das Problem, nicht die Schuldfrage“

In eigener Sache: Facebook-Gruppe für den kollegialen Austausch

Im Nachgang zu unserer ersten Konferenz am 10. Februar 2017 haben wir uns überlegt, wie wir den Austausch – auch über die Teilnehmer der Konferenz hinaus – erleichtern und vereinfachen können. Da wir die Hürden möglichst niedrig halten wollten, haben wir uns entschieden eine Facebook-Gruppe einzurichten.

Die Gruppe Forum Agile Verwaltung bietet die Möglichkeit, sich über Agilität in der öffentlichen Verwaltung und artverwandte Themen auszutauschen. Im Vordergrund steht der fachliche und persönliche Austauch der Gruppenmitglieder im Sinne einer kollegialen Beratung und eines Informationsaustauschs.

Jeder kann der Gruppe beitreten. Die Gruppe ist geschlossen. Nur Mitglieder können die Einträge in der Gruppe lesen. Innerhalb der Gruppe gilt die „Goldene Regel“ sowie die „Las Vegas Regel“. Wir verstehen die Gruppe als geschützten Raum, der einen offenen Austausch der Gruppenmitglieder ermöglichen soll.

Hier geht es zur Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/255095214935786

Aus der agilen Methodenkiste: Aufwand schätzen

Aufwandsschätzungen ist ein wichtiges Teilelement der (Projekt-)Planung. Das Problem bei Schätzungen jedoch ist, dass sie bestenfalls auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basieren und damit mit einem hohen Unsicherheitsfaktor behaftet sind. Zu komplex sind die Einflussgrößen, um eine verlässliche Schätzung in abstrakten Zahlen liefern zu können. Daher werden Schätzungen – nach der agilen Lehre – ausdrücklich nicht als Verpflichtungen verstanden (im Gegensatz zum Sprintziel, das eine echte Verpflichtung darstellt).

Die Auswirkungen, wenn man Schätzungen als „Verpflichtung“ betrachten würde, wären fatal, wie die Praxis – auch außerhalb des agilen Umfeldes – immer wieder aufzeigt. Bewusst oder unbewusst werden zum Beispiel Qualitätskriterien unterlaufen, um im geschätzten Aufwandsrahmen zu bleiben u. ä., und letztendlich damit das Hauptziel gefährdet: die Kundenzufriedenheit.

Vergleichende Schätzung ist Trumpf

Ein wesentlicher Unterschied zwischen „klassischen“ und agilen Methoden bei der Schätzung ist auch, dass „agile“ Schätzungen in aller Regel keine abstrakten Schätzwerte zugrunde legen, sondern den jeweiligen Aufwand für eine Anforderung (User Story) untereinander in Beziehung setzen.

Weiterlesen „Aus der agilen Methodenkiste: Aufwand schätzen“

Aus der agilen Methodenkiste: Die User Story

Vor geraumer Zeit erzählte mir jemand eine Geschichte, die sehr gut als Einstieg zum Thema „User Story“ passt.

In einer sehr großen Organisation erhielt die EDV-Abteilung den Auftrag, für den Vorstand eine automatisierte Abfrage aus dem Finanzwesen zu erstellen, und zwar mit der Anforderung, eine entsprechende Schnittstelle zu schaffen. Dort machte mensch sich sofort an die Arbeit und schätzte den Aufwand. Die Schätzung lag deutlich im mehrstelligen Stundenbereich. Entsprechend wurde an den Vorstand zurückgespiegelt, dass hierfür Finanzmittel im fünfstelligen Bereich benötigt werden. Die entsprechenden Mittel wurden genehmigt und mit der Umsetzung begonnen.

Erst im Nachgang erfahren die verantwortlichen Umsetzenden in der EDV-Abteilung, dass dieser Bericht nur Weiterlesen „Aus der agilen Methodenkiste: Die User Story“