In eigener Sache: Facebook-Gruppe für den kollegialen Austausch

Im Nachgang zu unserer ersten Konferenz am 10. Februar 2017 haben wir uns überlegt, wie wir den Austausch – auch über die Teilnehmer der Konferenz hinaus – erleichtern und vereinfachen können. Da wir die Hürden möglichst niedrig halten wollten, haben wir uns entschieden eine Facebook-Gruppe einzurichten.

Die Gruppe Forum Agile Verwaltung bietet die Möglichkeit, sich über Agilität in der öffentlichen Verwaltung und artverwandte Themen auszutauschen. Im Vordergrund steht der fachliche und persönliche Austauch der Gruppenmitglieder im Sinne einer kollegialen Beratung und eines Informationsaustauschs.

Jeder kann der Gruppe beitreten. Die Gruppe ist geschlossen. Nur Mitglieder können die Einträge in der Gruppe lesen. Innerhalb der Gruppe gilt die „Goldene Regel“ sowie die „Las Vegas Regel“. Wir verstehen die Gruppe als geschützten Raum, der einen offenen Austausch der Gruppenmitglieder ermöglichen soll.

Hier geht es zur Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/255095214935786

Aus der agilen Methodenkiste: Aufwand schätzen

Aufwandsschätzungen ist ein wichtiges Teilelement der (Projekt-)Planung. Das Problem bei Schätzungen jedoch ist, dass sie bestenfalls auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basieren und damit mit einem hohen Unsicherheitsfaktor behaftet sind. Zu komplex sind die Einflussgrößen, um eine verlässliche Schätzung in abstrakten Zahlen liefern zu können. Daher werden Schätzungen – nach der agilen Lehre – ausdrücklich nicht als Verpflichtungen verstanden (im Gegensatz zum Sprintziel, das eine echte Verpflichtung darstellt).

Die Auswirkungen, wenn man Schätzungen als „Verpflichtung“ betrachten würde, wären fatal, wie die Praxis – auch außerhalb des agilen Umfeldes – immer wieder aufzeigt. Bewusst oder unbewusst werden zum Beispiel Qualitätskriterien unterlaufen, um im geschätzten Aufwandsrahmen zu bleiben u. ä., und letztendlich damit das Hauptziel gefährdet: die Kundenzufriedenheit.

Vergleichende Schätzung ist Trumpf

Ein wesentlicher Unterschied zwischen „klassischen“ und agilen Methoden bei der Schätzung ist auch, dass „agile“ Schätzungen in aller Regel keine abstrakten Schätzwerte zugrunde legen, sondern den jeweiligen Aufwand für eine Anforderung (User Story) untereinander in Beziehung setzen.

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Aus der agilen Methodenkiste: Die User Story

Vor geraumer Zeit erzählte mir jemand eine Geschichte, die sehr gut als Einstieg zum Thema „User Story“ passt.

In einer sehr großen Organisation erhielt die EDV-Abteilung den Auftrag, für den Vorstand eine automatisierte Abfrage aus dem Finanzwesen zu erstellen, und zwar mit der Anforderung, eine entsprechende Schnittstelle zu schaffen. Dort machte mensch sich sofort an die Arbeit und schätzte den Aufwand. Die Schätzung lag deutlich im mehrstelligen Stundenbereich. Entsprechend wurde an den Vorstand zurückgespiegelt, dass hierfür Finanzmittel im fünfstelligen Bereich benötigt werden. Die entsprechenden Mittel wurden genehmigt und mit der Umsetzung begonnen.

Erst im Nachgang erfahren die verantwortlichen Umsetzenden in der EDV-Abteilung, dass dieser Bericht nur Weiterlesen „Aus der agilen Methodenkiste: Die User Story“

Aus der Agilen Methodenkiste: Der Daily Scrum

Das Rahmenwerk Scrum umfasst insgesamt 4 verschiedene Besprechungsformen mit unterschiedlichen Zielsetzungen:

  • Sprint Planning (Planungsphase für einen Sprint)
  • Daily Scrum Meeting (tägliches Treffen des Arbeitsteams)
  • Sprint Review (Präsentation der Arbeitsergebnisse am Ende des Sprints)
  • Sprint Retrospektive (ein Rückblick auf den vergangenen Sprint mit dem Ziel die Zusammenarbeit zu verbessern)

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Aus der agilen Methodenkiste: Design Thinking

Wenn es darum geht, Ideen für ein komplexes Problem zu entwickeln, stoßen wir gelegentlich auf das Problem, dass wir im eigenen Saft vor uns hin schmoren. Betriebsblind verschließen wir uns – unfreiwillig – dabei möglichen Optionen, die – aufgrund unseres Erfahrungshorizonts und Fachwissens – für uns nicht ohne Weiteres sichtbar sind. Design Thinking ist einer der Ansätze, die mit methodischer Vorgehensweise versuchen, kreative Lösungsmethoden jenseits der „eigenen Suppe“ zu befördern. Dabei stehen die Menschen in diesem kreativen Lösungsprozess im Vordergrund. „Nicht-Experten“ werden zu „Sofort-Experten“.

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Aus der agilen Methodenkisten: Kontinuierliche Verbesserung durch Retrospektiven

Typisch für agile „Rahmenwerke“ wie z. B. Scrum sind die vergleichsweise kurzen Abstände, in denen sich die Teams zusammensetzen und einen Rückblick auf die abgelaufene (Planungs-)Periode werfen. Scrum definiert die maximale Länge eines Sprints auf 4 Wochen. Am Ende jedes Sprints gehört der sogenannte Sprint Review, bei dem (mit den Anspruchsberechtigten) das Ergebnis begutachtet wird, und die Retrospektive, bei der das Team seine Zusammenarbeit reflektiert zum Pflichtprogramm. Um Letzteres geht es im Folgenden: die Retrospektive.

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