Agil lernen – eine Sache der Haltung

Eine Sache der Haltung 2

Agil lernen wird oftmal völlig falsch als entspannte Gruppenarbeit abgetan. Das Gegenteil ist der Fall. Besucher/innen erzählen nach Hospitation bei Willy Wijnands in Alphen aan den Rijn, dass dessen Schüler/innen im ersten Jahr eduScrum-Praxis oft ziemlich stöhnen, weil jeder im Unterricht kontinuierlich arbeiten muss und sich nicht einfach berieseln lassen kann. Im zweiten Jahr haben sie sich daran gewöhnt und im dritten Jahr sind es eigentlich keine typischen Schüler/innen mehr. Sie kümmern sich selbstständig um ihre eigene Bildung. Willy schreibt dazu: „Ich gebe den Schülern Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess, aber vor allen Dingen: Vertrauen. Die Schüler übernehmen Verantwortung für das, was sie tun und ich gebe ihnen Freiheit und Raum. Das Resultat: die Schüler sind engagierter, produktiver und ihre Ergebnisse sind besser. Um es kurz zu machen: brillant!“

Heinz Bayer

Agil Schulen verwalten

Wir spinnen hier auf unserem Blog ein drittes Mal die Idee weiter (verknüpft mit unserer fiktiven Laborschule in Weit im Winkl), wie befreiend es sein könnte, wenn die Verantwortlichen auf allen Ebenen des Systems Schule begreifen würden, dass man Schüler/innen üblicherweise viel zu wenig ernst nimmt, ihnen viel zu wenig zutraut und damit viel zu wenig von ihnen abverlangt.

In unserer kleinen Story hatten wir Hanno Schmitt vom Regierungspräsidium Freiburg der Laborschule in Weit im Winkl einen Besuch abstatten lassen. Lena, eine Schülerin aus dem Schulsprecherteam, erklärte ihm gerade, welches Wochenthema im schulischen Think Tank diskutiert würde. „Think Tank an der Schule? Was soll das denn sein?“ – „Wissen Sie“, meinte Lena selbstbewusst. „Wir jungen Leute werden uns in 20 Jahren in einer Welt zurechtfinden müssen, von der man heute nur eine vage Ahnung hat. Also müssen wir doch am besten schon jetzt selbst darüber nachdenken, wie wir diese Herausforderung später trotzdem möglichst erfolgreich meistern können.“ Die Schulsprecherin öffnete die Tür mit der fetten Aufschrift „FUTURE“.

bildung mit schuelern

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Neues aus Weit im Winkl – Folge 2.2

Ja wir spinnen diese Idee des agilen Schulverwaltens einfach einmal weiter. Nicht als Blaupause für ein tatsächliches Konzept, eher als Anregung für ein Neudenken von Altmustern. „Haben wir doch schon gemacht. Vor 13 Jahren. Verwaltungsreform,“ rufen jetzt manche Insider aus Baden-Württemberg.

Wikipedia meint dazu: „Die Verwaltungsstrukturreform in Baden-Württemberg zum 1. Januar 2005 erweist sich in Hinsicht auf die Vernetzung einer Vielzahl von Spezialisten unter einem Dach als besonders vorteilhaft, indem sie sich bewusst für den Beibehalt einer 3-gliedrigen Verwaltungsstruktur und gleichzeitig für das Auflösen zahlreicher Sonderbehörden entschied, mit dem Ziel, dem Bürger als Verwaltungspartner, abhängig von der Aufgabe, entweder Landratsämter oder Regierungspräsidien anzubieten. Damit sollte das Kernziel der Reform einer bürgerfreundlichen, effizienten Verwaltung unter dem Motto:
Ein Haus
Ein Gebiet
Eine Behörde
Eine Entscheidung
erreicht werden. Die klaren Strukturen und Zuständigkeiten sowie die damit erzeugten Bündelungen führen zu einer größeren Verwaltungseffizienz, Klarheit und Akzeptanz der Verwaltungsentscheidungen und -strukturen bei Unternehmen, Verbänden und den Bürgern. Durch die hierarchische Struktur können innerhalb des Regierungspräsidiums bereits Interessensunterschiede entschieden werden, womit die Regierungsebene entlastet wird.“

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Neues aus Weit im Winkl – Folge 2.1

Liebe Leser/innen

Wahrscheinlich wundern Sie sich als Verwaltungsinteressierte, warum hier im Blog immer mal wieder Beiträge aus dem Bereich agil lernen und lehren auftauchen. Also aus einem Gebiet, das doch so weit entfernt von Verwaltungen und Silos scheint. Mit ein paar neuen Folgen aus unserer fiktiven Laborschule in Weit im Winkl wollen wir diesen Zusammenhang für Sie herstellen.

agil schulverwalten

Und uns dabei an die Vision einer agil angehauchten Schulverwaltung wagen. Die mit einem eher geringen Aufwand so Vieles an den von ihnen verwalteten Schulen sich erfolgreich bewegen lassen könnte. Das Bild dazu gibt es hier. https://www.aufeigenefaust.com/2018/07/02/agil-schulverwalten/

Folge 2.1 – Wie alles begann.

Die Story

Wir schreiben das Jahr 2033. Zwanzig Jahre ist es nun her, dass das Laborgymnasium in Weit im Winkl, kurz vor Basel erstes Tal rechts – also direkt an der Schweizer Grenze, zur „teilautonomen“ Schule wurde. Insiderkreise sprachen schon gar nicht mehr von Schule, sondern vom Café L.

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Agil Schule leiten

Ein kleiner Teil unseres Forums agil lernen und lehren hat sich 2013  den Genuss einer fiktiven Laborschule am fiktiven Ort Weit im Winkl gegönnt, um dort Ideen frei von behördlichen Vorgaben in ein Schulprogramm schreiben zu können. Wir haben dort auf www.aufeigenefaust.com auch eigene Unterrichtslektionen hochgeladen, um auszuprobieren, wie sich „Flip the Classroom“ anfühlt. Wir haben ausprobiert, angepasst, verworfen, neu ausgerichtet, diskutiert, verglichen, verworfen, experimentiert … in kurzen Zeitabschnitten.

Die Story der Laborschule und die pädagogischen Vorstellungen haben wir des öfteren für Lehrerfortbildungen benutzt … in Form einer Zukunftswerkstatt. In Schülerberatungen funktionierte sie oft als Trost – frei nach dem Motto: „In Weit im Winkl hättest du jetzt kein Problem“. Ein Konzept, um schulische Probleme zu relativieren und nach aktuellen Lösungen zu suchen. Die Story der Laborschule ist als Science Fiction geschrieben und findet sich hier.

Für diesen Blog neu geschrieben haben wir aktuell die Aufstellung der Schulleitung in Weit im Winkl unter agilen Aspekten.

Heinz Bayer / Veronika Lévesque Weiterlesen „Agil Schule leiten“

SPLIT4WINWIN

Ein ungewöhnliches Angebot für einen starken pädagogischen Tag an Ihrer Schule.

Das ‚Forum agil Lernen und Lehren’ versteht sich als loser Zusammenschluss von Menschen rund um das Thema agile Lernräume mit einem praktischen Einsatz im Jahr:

Wir bieten Ihnen kostenlos unsere Kompetenzen für einen pädagogischen Tag und erhalten dafür im Gegenzug selbst Erfahrungen und Räumlichkeiten für unsere eigene Jahrestagung.

Das Konzept für den Tag:

Wir gruppieren unsere Referate und Gesprächsrunden um ein von uns entwickeltes Prinzip zum Schnuppern an agilen Denkweisen: SPLIT4WINWIN. Eine Kombination von eduScrum und Luuise, zwei ganz unterschiedliche Konzepte, die allerdings sehr gut als Partner zueinander passen. Dieses Konzept für die konkrete schulische Praxis ist auf unserer vorläufigen Forumsseite www.aufeigenefaust.com im Blog mit Handbuch für Lernende und Lehrende vertieft. Die Unterforderten mit eduScrum selbstständig loslegen lassen und den Rest der Klasse mit Luuise stark unterrichten, das ist die Idee.

 

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