„Was hat Culture Hacking mit Manipulation zu tun?“

In dieser Artikelserie wollen Martin Bartonitz und Ludger Wagner die Diskussionen im Meetup der Gruppe „Culture Hacking Berlin“ vorstellen.

Im ersten Teil beginnt Martin mit der Frage:

„Was hat Culture Hacking mit Manipulation zu tun?“

Das war die Frage, zu dessen Beantwortung letzte Woche im Meetup aufgerufen wurde und zu dem mich mein Forumskollege Ludger mitgenommen hat. Von dem Begriff „Culture Hacking“ hatte ich bisher noch nicht gehört. Da ich in der Software-Branche tätig bin, hatte ich aber eine Ahnung, was mit Hacking gemeint sein könnte. OK, es gibt zwei Ansätze. Einen positiven als auch einen negativen.

Der postive Ansatz

Es wird mal schnell ein Prototyp zusammen programmiert, der anschließend Stakeholdern gezeigt wird, um eine Idee besser rüber bringen zu können und so schnell eine positive Entscheidung zu erreichen. Am Ende wird er aber weggeworfen und die Lösung nochmals neu und professionell umgesetzt.

Der negative Ansatz Weiterlesen „„Was hat Culture Hacking mit Manipulation zu tun?““

Darüber, wie Lob und Tadel den Menschen von seiner inneren Einstellung entfremden …

Wir lesen hier auf dem Blog immer wieder darüber, dass es beim Wirken innerhalb von Umgebungen mit agilen Arbeitsansätzen um das Thema innere Haltung geht, um ein vertrauensvoller Umgang miteinander, so dass ohne Angst ausprobiert werden kann. Dass Mensch sich so in seiner Berufung und in Begeisterung entfalten kann. Dass er sich nicht fremd- sondern selbstbestimmt fühlt.

Ich möchte hier gerne einen Artikel anreichen, der mich ungemein inspiriert hat und den ich in die Hand bekam, als ich meine ersten Erfahrungen nach der Einführung der agilen SCRUM Methoding in unseren Arbeitsprozess bei meinem damaligen Arbeitgeber. Ich beobachtete, wie sich die Kollegen hinsichtlich ihrer Motivation positiv verändern, wo sich die Teams nun selbst organisieren durften, und dabei er Einzelne sich viel mehr mit eigenen Ideen einbringen konnten.

Der Artikel machte mich auf etwas aufmerksam, was ich in obigem Prozess erkennen konnte. Die Nutzung von Lob (man denke an Boni) und Tadel als extrinsische Motivationsmethode fiel zunehmend weg. Das Team begann über die Retrospektiven aus sich selbst heraus, eben intrinisch zu motivieren. Das spannende an dem Artikel ist, Weiterlesen „Darüber, wie Lob und Tadel den Menschen von seiner inneren Einstellung entfremden …“

Wenn das Organisationsmodell von Buurtzorg dem Dalai Lama gefällt …

Bild: Während eines Workshop auf dem Kongress „Agile Verwaltung 2017“

Standing Ovation, für Frederic Laloux, Autor des Buchs Reinventing Organizations: Ein Leitfaden zur Gestaltung sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit, für seine 20-minutige Erklärung vor seiner Heiligkeit, dem Dalai Lama, darüber, welche Transformation gerade in unseren Unternehmen stattfinden.

Die Kernaussage:  Es gibt einen Paradigmenwechsel. War es vorher noch das Bild einer Maschine mit Planung und Kontrolle, so sehen sich Organisationen heute zunehmend als lebendiger Organismus, der einem schelle Wandel effektiv folgen kann. Dabei sieht Frederic drei wesentliche Dinge, die anders sind: Weiterlesen „Wenn das Organisationsmodell von Buurtzorg dem Dalai Lama gefällt …“

Schlechte Menschen – gute Menschen: die X-Y-Theorie

Foto: extrinsisches Motivieren (Wikipedia)

Wer die Menschen behandelt, wie sie sind, macht sie schlechter.
Wer sie aber behandelt, wie sie sein könnten, macht sie besser.

Johann Wolfgang von Goethe

Wir lesen hier auf dem Block immer wieder davon, dass Agil-sein primär etwas mit Haltung, also der Einstellung zu anderen Menschen hat. Gunter Dueck machte mir diesen Fakt das erst Mal in seinem Buch Abschied vom Homo Oeconomicus: Warum wir eine neue ökonomische Vernunft brauchen mit einem Blick auf die Aufs und Abs in unserer Wirtschaft  klar: Weiterlesen „Schlechte Menschen – gute Menschen: die X-Y-Theorie“

Rezension: Wie sich Menschen organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen

Bild: Logo im Twitter-Account von Lars Vollmer

Ich folge den Artikeln und Büchern des Unternehmers und Organisationsberaters Lars Vollmer schon länger, und habe auch einige Mal die von seinem mitinitiierten Netz intrinsify.me veranstalteten, sehr inspirierenden ‚Wevents‘ des Gedankenaustausches rund um Arbeitsorganisation besucht. Er hat vor ein paar Tagen sein neuestes Buch veröffentlicht, das quasi eine Ergänzung zu seinem vorherigen  Zurück an die Arbeit ist, und es genauso in sich hat, und das ich  gerne weiterempfehlen möchte.

Schon der Titel wird Viele irritieren, vermutlich sogar provozieren, besonders wenn sie sich bisher in der ausfüllenden Rolle des dirigierenden, alles kontrollierenden Chefs sehen. Mich selbst hat der Titel sehr angesprochen, reicht er doch viel Spielraum zur Entfaltung an, der Möglichkeit, sich berufen zu fühlen, seiner Bestimmung folgen zu können, oder ganz einfach, sich so einbringen zu können, dass es wie ein Spiel wird. Weiterlesen „Rezension: Wie sich Menschen organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen“

Agile Transformation: Persönlichkeitscheck

Sind sie mit Führungsaufgaben betraut und überlegen sich, ob sich der Einstieg in agile Methoden in ihrem Verantwortungsbereich lohnen könnte? Hier ist ein zusammengefasster Faktencheck, ob Sie diesen Weg gehen oder besser vermeiden sollten. Etwas ausführlicher können Sie sich im Original auf der Web-Seite von Roloff & Schumacher informieren. Wenn diese Punkte auf Sie zutreffen, lassen Sie besser die Finger weg, so die Empfehlung von Hans Jörg Schumacher:

1. Eine fehlende „Kultur des Vertrauens“

Ich vertraue meinen Mitarbeitern nicht – sie sind weder motiviert noch kompetent genug – und Kontrolle ist der einzige Weg, die Produktivität zu sichern.

2. Massenproduktion

In unserem Unternehmen produzieren wir nur Massenprodukte und erledigen Routineaufgaben für einen stabilen Markt.

3. Direktionaler Führungsstil / Management by Command and Control

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AUGENHÖHEmachtSchule – über ein förderungswürdiges Filmprojekt

Bild: Logo von AUGENHÖHE

Dass ein Arbeiten in komplexen und dynamischen Umgeben am besten gelingt, wenn die Involvierten auf Augenhöhe miteinander agieren, und es weniger gut in starren hierarchischen Befehlsstrukturen passt, das ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Themen hier auf dem Blog. Dabei geht es im Wesentlichen um die innere Haltung. Bleibt die Frage, wie diese entwickelt oder gebildet wird. Und schon sind wir in den jungen Jahren eines Menschen, sprich der Zeit der Schule. Dazu möchte ich einen inspirierenden Text, den ich aus dem intrinsify.me-Netzwerk erhalten habe, zitieren:

Stelle Dir vor, Du wärst noch einmal 6 Jahre alt und könntest Dich im Hinblick auf Deine heutigen Herausforderungen in der Neuen Wirtschaft zwischen zwei Schulen entscheiden.

Die eine Schule heißt Procrustes. Dort sitzt Du täglich 5-7 Stunden auf einem Stuhl, durchläufst einen Standardlehrplan, der nichts mit Deinen Interessen zu tun hat, lernst für Klausuren und nicht fürs Leben und wirst ermahnt, wann immer Du eine kritische Grundsatzfrage stellst.

Die andere Schule heißt Kairos. Dort lernst Du mit Mitschülern unterschiedlichsten Alters in Form von Projekten, hast immer einen Bezug zur Lebenspraxis, kannst Deinen Interessen nachgehen und wirst angehalten, kritische Fragen zu stellen und Verantwortung zu übernehmen.

Für welche Schule würdest Du Dich entscheiden?

Dachte ich mir. So geht es mir auch.

Es gibt solche Kairos Schulen mit Kindern, die nicht nur ihre Persönlichkeit frei entfalten können und Spaß am Schulalltag haben, sondern den Procrustes Schülern auch überwiegend haushoch überlegen sind: kreativer, reifer, differenzierter, interessierter, verantwortlicher.

Doch viele kennen diese Schulen nicht und es gibt viel zu wenige davon. Stelle Dir vor, es gäbe einen Film über die Kairos Schulen. Und stelle Dir weiterhin vor, es gäbe an jeder der über 30.000 Schulen in Deutschland nur eine Person, die den Film in der eigenen Aula zeigen möchte…und danach reden alle darüber!

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