Wohin geht deine Reise?

Ich möchte gerne ein Thema anreichen, das nur indirekt mit der agilen Welt zu tun hat. Es geht hierbei aber auch um das Thema Haltung, und die, wenn Mensch es verstanden hat, ihm hilft, besser in die agile Welt zu kommen. Ich habe mich immer wieder gefragt, warum ich Menschen begegne, für die ein Glas Wasser eher halb leer erschien oder eben halb voll. Schaue ich es halb leer an, schwingt etwas Negatives hinein. Beim halb vollen eher etwas positiv Stimmendes. Kann Mensch an seiner inneren Haltung was ändern? Und wie?

Menschen, die das Glas halb leer sehen, werden häufig auch als Bedenkenträger bezeichnet, denn sie gehen in für sie unruhige Zeiten bei Veränderungen davon aus, das das Neue für sie wahrscheinlicher etwas Unbequemes bringen wird. In solch unruhigen Zeiten, wie wir das gerade in der Corona-Krise erleben, in der nicht klar ist, wann und wie diese zu Ende gehen wird, ob man direkt durch Erkrankung oder indirekt durch einen Jobverlust betroffen sein wird, gehen Erstere mit viel Angst und Panik, u.a. geschürt durch die Medien, durch das Leben und erkranken gegebenen Falls an der Depression. Die Anderen sehen in der Krise eine große Chance für Änderungen des gesellschaftlichen Lebens hinzu eher zuträglicheren Lösungen. Wir beobachten dies gerade am Thema Tierhaltung und Schlachtung. Aber auch durch die Erfahrung des Homeoffice, die dazu führen kann, dass Menschen viel weniger Pendeln müssen, sprich es wird viel Energie gespart. Viele sprechen auch davon, dass sie achtsamer durch das Leben gehen. Sie wollen andere nicht unnötig schädigen. Viele wollen nun anpacken, auch in der Politik mehr mitbestimmen wollen, um einen Gegenpol zu den Lobbyisten der Konzerne wie Tönnies zu setzen. Was aber tun, wenn Mensch sich eher in den Sog der negativen Gedanken gezogen fühlt und er sich so gegebenenfalls für ihn positive Neuerung aus Angst in den Weg stellt?

Energie folgt der Aufmerksamkeit

Ich fand bald, nach dem ich erste Blogartikel schrieb und ich mich mit dem Thema Bewusstsein auseinandersetzte, die Emotionsskala von Hicks, die mir half, eher positiv durch die Welt zu gehen, auch wenn ich so manche Wolke am Horizont sich zusammenbrauen sah (ja, ich bin einer von Jenen, die, wie es Kommissare ähnlich tun, Verschwörung versuchen aufzudecken).

Das, womit wir uns tagein, tagaus beschäftigen, an das, woran wir denken, dort, wo unsere Gefühle und Emotionen sind, ist das, was wir verstärken. In der Bibel heißt es bei Hiob:

„Denn was ich gefürchtet habe, ist über mich gekommen, und was ich sorgte, hat mich getroffen.“

Hiob 3,25

Was wir befürchten, worüber wir uns Sorgen machen, wird offensichtlich verstärkt in unserem Leben auftaucht. Im Fall von Sorgen, Wut, Hass, Ärger handelt es sich um eine Abwärtsspirale. Die Esoterik sieht hier einen Weg hin zu einer niedrigen Schwingung aber mit hoher Energie. Auf der genannten Emotionsskala, die auf den Arbeiten von Abraham-Hicks beruht, ist sehr schön zu erkennen, wie wir uns auf dieser Spirale bewegen (unbewusst) oder bewegen können (bewusst):

Emotionsskala nach Hicks

Kennt ihr die Sprüche „Das habe ich nicht gewollt“ oder „Ich habe doch an Gutes gedacht und Affirmationen gemacht“. Das wäre nach Hicks sehr lobenswert. Allerdings wirkten hier vor allem die Kräfte, die sich unserem bewussten Verstand entziehen.

Die entscheidende Frage lautet demnach: Wie bekommt Mensch es hin, seinen Fokus so zu verändern, dass er sich mit dem beschäftigt, was er eigentlich will und was am Ende gut für ihn ist?

Die drei Fragen

Dafür gäbe es drei sehr kraftvolle Fragen, die es immer wieder bewusst-machend anzuwenden gilt, hin zum Positiven oder zu mehr Freude und Erfüllung im Leben, auch im Arbeitsleben:

  1. Wo ist meine Aufmerksamkeit gerade jetzt? (bemerken)
  2. Wo könnte meine Aufmerksamkeit sein? (von den Tausenden von Möglichkeiten, die es gibt)
  3. Wo möchte ich, dass meine Aufmerksamkeit ist? (selbst gewählt)

Das sind die drei eigentlich einfachen Fragen, die viel verändern. Was habe ich selbst bemerkt, als ich meine Achtsamkeit so trainiert: Meine Umgebung und meine Situation erschien mir zwar noch die gleiche zu sein, aber etwas zeitverzögert fanden mich Menschen und Rahmenbedingungen, die mir deutlich gut taten. U.a. anderem erreichte mich so sehr bald die Rolle des SCRUM Product Owners (Stichwort: Agile Entwicklung), die ich nun schon seit 12 Jahren zusammen mit sehr inspirierenden Menschen praktizieren darf.

Autor: Dr. Martin Bartonitz

Geboren 1958 und aufgewachsen in Dortmund, am Rande des Kohlenpotts, einem Schmelztiegel während der Gründerzeit eingewanderter Menschen. 1992 nach der Promotion in experimenteller Physik gewechselt von der Messprozess- in die Geschäftsprozesssteuerung. Mit Blick auf die Erfahrungen in der Optimierung der Effizienz von Prozessen in der Bürowelt kam in den letzten Jahren immer mehr die Erkenntnis: Das Business machen die Menschen. Und wenn nur nach der Effizienz geschaut wird, dann wird auch noch die letzte Motivation in den Unternehmen zerstört. Daher sollten Organisation und auch die eingesetzte Software die Menschen in ihrer Kreativitität unterstützen und sie nicht knechten. Selbstbestimmtheit statt Fremdbestimmung sollte uns den nächsten Schub in unserer gesellschaftlichen Entwicklung bringen. Aufgrund dieser Überzeugung schreibe ich hier mit.

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