Konferenz Agile Verwaltung am 24. Oktober 2019 in Berlin – Ticketverkauf ist gestartet

Die Location ist gebucht, das Programm steht und die Vorabendveranstaltung ist organisiert. Jetzt fehlen nur noch Sie.

Die Anmeldung für die Konferenz Agile Verwaltung am 24. Oktober 2019 in Berlin ist ab sofort möglich. Sichern Sie sich eines der begehrten Tickets.

Hier erfahren Sie mehr.

Wir freuen uns auf Sie.

Zwischen allen Stühlen? Der Product Owner in der öffentlichen Verwaltung

Im Scrum-Rahmenwerk gibt es keinen Projektleiter im herkömmlichen Sinne mehr. Einige seiner Aufgaben übernimmt der Product Owner (andere Aufgaben gehen auf den Scrum Master oder das Team über, einige fallen ganz fort). Und er bekommt Kompetenzen und Aufgaben zusätzlich, die für eine öffentliche Verwaltung oft in Richtung „Amtsanmaßung“ deuten. Mit einem Wort: der „PO“ hat es nicht leicht. Und er ist – ganz unabhängig von Scrum – ein Beispiel für die Änderungen der Organisationskultur, die agile Arbeitsweisen für die Verwaltung bedeuten.

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Rezension: Manifest für Menschliche Führung

Sechs Thesen für neue Führung im Zeitalter der Digitalisierung …

Ich habe einen Traum, dass eines Tages die Wirtschaft dem Menschen und dem Leben dient und dass der Mensch Zweck ist und nicht bloß Mittel.
Ich habe einen Traum, dass wir die Menschen so behandeln, als wären sie, was sie sein sollten und sie so dahin bringen, wohin sie zu bringen sind.
Ich habe einen Traum, dass wir den kläglich gescheiterten Versuch, Menschen mit Anreizen zu Leistung zu motivieren zu den anderen seelenlosen Akten legen und stattdessen Strukturen bauen, die Menschen nicht derart demotivieren, dass sie diese Anreize brauchen, um Leistung zu zeigen.
Ich habe einen Traum, dass der Mensch nicht länger als Ressource betrachtet wird, sondern dass die Entfaltung des individuellen Potenzials als entscheidender Wettbewerbsfaktor im Zeitalter der Digitalisierung gesehen wird.
Ich habe diesen Traum jeden Tag. (Quelle)

Marcus Raitner

Dass Agilität zu allererst etwas mit Haltung zu tun hat, haben wir hier auf dem Blog immer wieder lesen können. Haltung ist auch ein zentrales Thema, das Marcus Raitner in seinem kleinen Büchlein Manifest für menschliche Führung auf 51 Seiten bespricht. Marcus, promovierter Informatiker, stellt sich selbst als Agile Coach, Agile Transformation Agent, Hofnarr und Organisationsrebell dar, der seit 2015 die BMW Group IT auf ihrer Reise zu einer agilen Organisation begleitet. Sein Blog Führung erfahren – Human(e) Leadership for the Digital Age – ist mir schon lange ein Quell inspierender Denkanstöße.

Wer sich an den Artikel Was ist Agilität? – Eine Einführung in das Agile Manifest von Thomas Michl erinnert, den werden die folgenden sechs Thesen, die in einem Workshop bei BMW Anfang 2018 formuliert wurden, bekannt vorkommen:

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Die Helix und das agile Forschen

Upps, stimmt ja, ich stehe schon wieder auf dem Blog-Plan … und trete heute auf die Schnelle mit einer kleinen agilen Geschichte aus dem Alltag an. Schülerforschungszentrum Freiburg. Brennstoffzelle. Zukunft pur. Den Fachleuten der Zukunft über die Schulter gucken. Mein Part war es, ein Schülerforschungs-Projekt als agiler Beobachter bei Teambildung, Prozessentwicklung und Ablauf zu begleiten. Kein bestimmtes Ziel, eher die Idee, einen Blickwinkel einzunehmen, den man normalerweise als Lehrer niemals hat, weil man keine Zeit für solche speziellen Beobachtungen besitzt. Unsere Fragestellung: Wie viel Agilität kann man in einem „normalen“ Kurs für naturwissenschaftlich interessierte Schüler/innen unterbringen, bei dem von vorneherein als wesentliche Grundlage die agile Haltung schon mal genau passte. Ich habe mein Fazit in einem kleinen Film festgehalten: Es passiert schon ganz viel Agiles, wenn man Schüler/innen möglichst freie Möglichkeiten bietet, sich in ihrem Tempo zu entwickeln, sich auszuprobieren, ihre Fähigkeiten zu erfahren, zu experimentieren, zu forschen, sich zu fordern, auch ohne dass man es in einen konkreten agilen Rahmen packt. Für die Stärksten war der zusätzlich angebotene agile Rahmen leicht umsetzbar, für die anderen müsste er vorher in Ruhe entwickelt werden, um die zusätzlichen Vorteile gegenüber dem ungeplanten agilen Forschen für sie begreifbar zu machen. Auf unserem eigenen „agilen Kanal“ haben wir vom Forum agil lernen und lehren die Sache übrigens schon früher unter dem Stichwort Freiraumforschung vertieft. Helix 1Helix 2Helix 3

Mit den besten Grüßen aus der Zukunft – Heinz Bayer

Eindrücke von der Konferenz der „Musterwandler in Hochschulen“

Bei der Vorbereitung derartiger Events merke ich immer, wie schwer mir selbst noch die Agilität fällt. Am letzten Donnerstag, dem 9. Mai 2019, fand in der Fachhochschule Bielefeld die 1. Konferenz der „Musterwandler in Hochschulen“ statt. Mehr als 50 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet, quer über alle Hochschularten, lauschten Referaten, beteiligten sich an praktischen Übungen von Methoden, diskutierten, lernten sich am Kaffeetisch kennen und machten Pläne für weitere Aktivitäten von gemeinsamem Interesse.

Einzigartig war schon die Art der Vorbereitung.

Jan Tamm, Kanzler der Uni Rostock, bei der Keynote

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Seminarangebot – Stressfreie Kommunikation im agilen Arbeitsumfeld am 12./13.6.2019 in Berlin

Kommunikation und agile Werte sind wichtige Bausteine für eine gelungene Transformation zu einem agil arbeitenden und wirkenden Arbeitsumfeld. Der Weg ist jedoch nicht immer leicht. Wir freuen uns, Sie mit unserem Seminarangebot – Agile Kommunikation / Augenhöhe und Dialog als Werkzeuge agilen Arbeitens – unterstützen zu können.

Im Januar 2019 haben wir bereits einen ersten Seminardurchgang erfolgreich anbieten können. Hier können Sie sich die Zusammenfassung durchlesen: „Stressfreie Kommunikation im agilen Arbeitsumfeld“

Nun gehen wir in die zweite Auflage. Sie können sich ab sofort für das Seminar am 12./13. Juni 2019 in Berlin anmelden. Für ein erfolgreiches Seminarerlebnis haben wir die Teilnehmerzahl auf 12 Personen begrenzt.

Es sind noch Plätze frei. Melden Sie sich jetzt an.

Hier geht es zur Anmeldung.

Wir freuen uns auf Sie.

Chancen und Risiken von agilen Methoden in der Verwaltung

Um uns zunächst kurz vorzustellen: Wir beide, das sind Moritz Junginger und Kilian Hampel, haben im Rahmen unseres Masterstudiengangs “Politik- und Verwaltungswissenschaft” an der Universität Konstanz im Sommer 2018 ein Seminar belegt. In diesem Shared Classroom Seminar mit dem Titel „Digital Transformation in Germany and Estonia“ durften wir, gemeinsam mit der Tallinn University of Technology in Estland, zum digitalen Transformationsprozess forschen. Aufgrund unseres starken Interesses, welches unter anderem aus den Forschungsbeiträgen unserer Dozentin Frau Prof. Dr. Ines Mergel resultierte, haben wir uns für den Themenkomplex Agilität in der öffentlichen Verwaltung entschieden. Im Anschluss an das Seminar wurden unsere Forschungsergebnisse im Rahmen der Open Public Administration Scholarship-Reihe veröffentlicht. Nun haben wir die Gelegenheit erhalten, diese Forschungsergebnisse im folgenden Blogbeitrag vorzustellen.

Kurzzusammenfassung
Mit unserem Forschungsbeitrag zum Thema Agilität in der Verwaltung hatten wir das Ziel, die Chancen und Risiken von agilen Methoden in der Verwaltung zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für die Implementierung in der deutschen und estnischen Verwaltung zu geben. Dafür haben wir insgesamt sieben Interviews (unter anderem mit Mitgliedern des Forums Agile Verwaltung) mit deutschen sowie estnischen Experten aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung durchgeführt. Als Chancen konnten wir bspw. die erhöhte Nutzerzentrierung, Effektivitätssteigerungen und das positive Aufbrechen von Silodenken identifizieren. Auf der anderen Seite wurde deutlich, dass agile Methoden nicht als “Zauberformel” für jede Verwaltung verstanden werden dürfen, sondern auch organisatorische Schwierigkeiten mit sich bringen können. Es ist wichtig, eine der agilen Arbeitsweise empfänglichen Verwaltungskultur entstehen zu lassen. Besonders im deutschen Raum sollte darauf geachtet werden, dass auch die Bedingungen für einen solchen Wandel gegeben sind. Daraus ergeben sich mehrere Implikationen: Besonders eine gelebte Fehlerkultur scheint für die Organisation unabdinglich zu sein, da agiles Arbeiten ein Prozess ist, der dazu anregt, sich und die Organisation ständig zu hinterfragen.

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