Vom Wissenshunger, der Unkonferenz und dem Unternehmens-Meetup als Werkzeuge des #NewWork

Bastian Wilkat hat sich schon zu Studienzeiten für die neuen Formen des Arbeitens begeistert und darüber geschrieben. Inzwischen, mit ein paar Jahren Berufspraxis, ist er Herausgeber des The New Worker. Und hier fand ich gerade einen Artikel von ihm, dessen Inhalte auch auf dem Blog des Forum Agile Verwealtung interessieren dürften. So bat ich um die Erlaubnis, die besprochenen 3 erprobten Ideen für ’neues Machen in konservativen Unternehmensstrukturen‘ auch hier nochmals zu posten. Dann also …

Bastian Wilkat – u.a. Herausgeber des ‚The New Worker‘

Eine Frage, die Bastian immer wieder hörte, wenn es um neue Ansätze von Arbeitsorganisation geht: “Wie soll das bei uns gehen? Wir sind zu groß (zu alt, zu konservativ, denken zu eng…)”.

Die Fragen klängen so, als ob New Work ein Ziel oder Selbstzweck sei. Dem wäre natürlich nicht so. Hinter dem Klapperbegriff verbergen sich je nach Überzeugung konkrete Methoden, Organisationskonzepte oder eine Sichtweise.

So hatte er sich Gedanken gemacht, was an “New Work” auch in „alten Strukturen“ möglich wäre. Wenn New Work verstanden wird als: Etwas besser machen, besonders beim Wissensaustausch- und in Vernetzungsformaten von Kollegen/innen untereinander.

Die drei folgenden Ideen ließen sich selbstorganisiert durchführen, bieten aber auch viele Ansätze für die Zusammenarbeit mit internen Sponsoren (Empfehlung!). Weiterlesen „Vom Wissenshunger, der Unkonferenz und dem Unternehmens-Meetup als Werkzeuge des #NewWork“

Agile Arbeitsorganisation in der Praxis: die „Arenen“ Ängelholms

Die Stadt Ängelholm in Schweden ist die einzige uns bekannte Gemeindeverwaltung Europas, die sich selbst „agil“ nennt. Seit dem 1. Januar 2015 gilt dort formell eine neue Aufbau- und Ablauforganisation; das Transformationsprojekt wird aber erst in diesem Jahr abgeschlossen (und der Veränderungsprozess nie). Das Herzstück der neuen Prozessstruktur bilden die sogenannten „Arenen“. Sie möchten wir hier vorstellen. Weiterlesen „Agile Arbeitsorganisation in der Praxis: die „Arenen“ Ängelholms“

Blinde Digitalisierung mit zweifelhaftem Nutzen: Das Produktivitätsparadox

Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat sich in einer neueren Studie damit beschäftigt, ob die Einführung der IT in den letzten Jahrzehnten zu einem Produktivitätsfortschritt beigetragen hat. Das Ergebnis war niederschmetternd. „IT führt zu keiner Produktivitätsrevolution, so wie es von den Anbietern immer wieder propagiert wird“, heißt es in der Zusammenfassung der Studie /1/.

Die bisherigen Strategien von Bundes- und Landesregierungen zur sog. Digitalisierung der Verwaltung (Stichwort „E-Akte“) lassen befürchten, dass auch hier den Schalmeienklängen der DMS- und ECM-Hersteller auf den Leim gegangen wird und die Digitalisierung außer Kosten nicht viel bringen wird. Weiterlesen „Blinde Digitalisierung mit zweifelhaftem Nutzen: Das Produktivitätsparadox“

Was macht „agile“ anders …

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By Lakeworks (Own work) CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0, via Wikimedia Commons

Dem einen oder anderen ist es sicherlich schon aufgefallen: Agile Methoden basieren auf sehr schlanken Regelwerken. Vergleicht mensch PRINCE2 – ein standardisierter, prozessual aufgebauter Ansatz für Projektmanagement – beispielsweise mit Scrum, fällt sofort auf: der Scrum Guide umfasst gerade mal einen Bruchteil in Form von Buchseiten im Vergleich zum PRINCE2-Leitfaden. Scrum kommt mit gerade mal fünf Aktivitäten, drei Artefakte und drei Rollen aus, die das Grundgerippe der Methodik ausmacht. Aber woran liegt das?

Das Geheimnis

Das Geheimnis liegt im Weiterlesen „Was macht „agile“ anders …“

In eigener Sache: Vortrag auf dem Scrum-Day am 31. Mai 2017 in Stuttgart

Das Forum Agile Verwaltung hat einen Vortrag für den diesjähigen Scrum-Day angemeldet, der angenommen wurde.

Der Scrum-Day wird dieses Jahr zum 10. Mal veranstaltet. Sein Ziel ist es, allen Interessierten eine breite Kommunikationsplattform rund um Agilität und Scrum in der Praxis zu bieten. Er hat sich im Laufe der Jahre zur größten Community Konferenz entwickelt. Schwerpunkte sind natürlich Scrum, aber auch Themen wie agile Organisationsentwicklung, agile Strategien, agiles Management und vieles mehr. Und dieses Jahr eben auch das Thema „Agilität und Öffentliche Verwaltung„.

Die Home-Page des Scrum-Day findet ihr hier: http://www.scrum-day.de/home.html

Von Sog und Druck und Kopfgeburten

In einer bestimmten Zeit in Richtung auf ein Ergebnis, ein Produkt oder ein Ziel hin zu arbeiten – oder arbeiten zu lassen –  ist einer der Kerne des alltäglichen betrieblichen Arbeitens.

Zeit
Zeitnot
Zeitdruck
DEADLINE …

Es gibt Führungs- und Organisationsverständnisse, die sich im ganzen Spektrum von
„Ohne Druck bewegt sich keiner und nichts.“ (sic, mehrfach so gehört) bis
„Wer intrinsisch motiviert ist, arbeitet ganz von selbst und gerne.“
bewegen.

Mich beschäftigt derzeit folgende Frage: 1974z0aivue1ajpg
Druck benötigt Kraftaufwand – und zwar sowohl an der Stelle, wo er aufgebaut und eingesetzt wird, als auch dort, wo er auftrifft.
Sog hingegen ist weniger einfach zu fassen und zu beschreiben.

10 Fragen an … Silke Kirstein

1.    Was machst Du beruflich?

Als Projektleiterin verantworte bzw. verantwortete ich diverse Vorhaben im Bereich Organisations- und Geschäftsentwicklung in unterschiedlichen Organisationen. Ein Projekt, an das ich besonders gerne denke, war die Gesamtprojektleitung eines großen strategischen Kultur- und Reorganisationsprojekts in einem mittelständischen Unternehmen. Unsere Fragestellungen waren hochspannend und für vermutlich viele Unternehmen von Relevanz, die sich mit agilem Arbeiten in einem klassischen beschäftigen:

  • Wie kann sich eine Kultur der wechselseitigen Unterstützung zwischen den Bereichen entwickeln, um den Servicelevel und die Durchlaufgeschwindigkeit zu erhöhen?
  • Wie sind die Funktionen der Bereiche in der Organisation auszurichten, um sich zum Vorbild für Innovationen zu entwickeln?
  • Wie kann gute Arbeit gesund gestaltet werden?

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