#ANDI: Bericht vom Treffen am 25.09.2018 in Konstanz

Ende Juni 2018 hat sich das Netzwerk #ANDI „Agiles Netzwerk Digitale Innovation“ gegründet, und zwar vorerst von Vertretern der Städte Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Konstanz  und der Metropolregion Rhein-Neckar. Anstoß war die Unzufriedenheit mit dem Stand des Angebots an digitalen Bürgerdiensten in Baden-Württemberg. Trotz über zweijährigen Projektivierens der Städte mit dem Innenministerium wurde kein einziges Angebot produktiv gesetzt (siehe den Beitrag von Rüdiger Czieschla   https://agile-verwaltung.org/2018/06/28/wert-versprechen-wert-einhalten-aber-wie/).

Nun also #ANDI. In knapp drei Monaten wurden bereits zwei Serviceprozesse beschrieben und im Grundsatz modelliert. Weiterlesen „#ANDI: Bericht vom Treffen am 25.09.2018 in Konstanz“

Über all ist Tanaland … oder, warum selbst Experten mit guten Absichten scheiterten

Bild: World Cyber Games – Singapore 2005 (Wikipedia)

Eine der wichtigsten Fragen, die sich für den wirklich aufgeklärten und (relativ) objektiven & kritischen Betrachter in unserer Gesellschaft stellen muss, ist die, warum viele Menschen motiviert sind, etwas wirklich zu verändern und trotzdem jeder Einzelne daran scheitert.
Oder warum sind Hilfsorganisationen, wie Tierschutzorganisationen oder „Essen für die Welt“ etc. wenig erfolgreich?
Manche behaupten gar, dass trotz dieser Vielzahl an Organisationen die Situationen nicht besser wurden bzw. dass sie die katastrophalen Ausmaße unserer menschlichen Zivilisation weder stoppen konnten, sondern im Gegenteil, deren Entwicklung in den letzten Jahren gestiegen ist.

Ganz einfach: Überall ist Tanaland!

Dietrich Dörner mache in den 1970-iger Jahren ein legendäres Experiment, nachzulesen in seinem Buch Die Logik des Mißlingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen. Er schickte zwölf Experten unterschiedlicher Fachrichtungen ins Rennen, aber alle scheiterten nach nur kurzen Aufschwüngen und endeten in Hungersnot und anderen Katastrophen.
Aber warum? Warum scheitern selbst hochmotivierte und gebildete Akademiker an dieser vermeintlich leichten Aufgabe?
Auch unsere Politiker scheine hier nicht wirklich eine glückliche Hand im Steuern unserer Geschicke zu haben.

Vielleicht ja deshalb:

1. Das Reparaturdienstverhalten:
Sobald ein wir einen Missstand gefunden haben, wollen wir ihn sogleich beseitigen. Danach suchen wir den nächsten…

2. Close up Sichtweise
Wir betrachten nur einen Ausschnitt ohne Blick auf die Gesamtsituation. Weiterlesen „Über all ist Tanaland … oder, warum selbst Experten mit guten Absichten scheiterten“

Umfrage zur Konferenz 2019: Welche Methoden möchtet ihr gerne lernen?

Die Konferenz „Agile Verwaltung 2019“ findet am 21. Februar 2019 in Ettlingen (ganz nahe bei Karlsruhe) statt.

Der Vormittag ist mit Referaten ausgefüllt. Die Themen dafür stehen zu 90% fest. Der Einladungsflyer erscheint nächste Woche. Ab dann sind auch Anmeldungen möglich.

Am Nachmittag soll die Möglichkeit geboten werden, dass Teilnehmer Themen initiieren oder in Diskussionen mit Referenten die Inhalte des Vormittags vertiefen. Außerdem sollen wieder Workshops zur „Agilen Methodenkiste“ angeboten werden. Wir wüssten gerne von potenziellen Teilnehmern, welche Methoden ihr gerne näher kennenlernen möchtet. Dabei kann es sich auch um Methoden handeln, die wir auf den letzten Konferenzen schon mal vorgestellt haben – denn jedes Jahr kommen neue Teilnehmer hinzu.

Bitte kreuzt hier eure Wünsche an:

Ihr könnt auch andere Methoden hinzufügen. Bitte unbedingt auf „Vote“ klicken, damit eure Wünsche auch gespeichert werden!

Auf diesen Button links unten in der Abstimmungsliste klicken

 

 

Agil Schulen verwalten

Wir spinnen hier auf unserem Blog ein drittes Mal die Idee weiter (verknüpft mit unserer fiktiven Laborschule in Weit im Winkl), wie befreiend es sein könnte, wenn die Verantwortlichen auf allen Ebenen des Systems Schule begreifen würden, dass man Schüler/innen üblicherweise viel zu wenig ernst nimmt, ihnen viel zu wenig zutraut und damit viel zu wenig von ihnen abverlangt.

In unserer kleinen Story hatten wir Hanno Schmitt vom Regierungspräsidium Freiburg der Laborschule in Weit im Winkl einen Besuch abstatten lassen. Lena, eine Schülerin aus dem Schulsprecherteam, erklärte ihm gerade, welches Wochenthema im schulischen Think Tank diskutiert würde. „Think Tank an der Schule? Was soll das denn sein?“ – „Wissen Sie“, meinte Lena selbstbewusst. „Wir jungen Leute werden uns in 20 Jahren in einer Welt zurechtfinden müssen, von der man heute nur eine vage Ahnung hat. Also müssen wir doch am besten schon jetzt selbst darüber nachdenken, wie wir diese Herausforderung später trotzdem möglichst erfolgreich meistern können.“ Die Schulsprecherin öffnete die Tür mit der fetten Aufschrift „FUTURE“.

bildung mit schuelern

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Aus der agilen Methodenkiste: Wissenstransfer als „Stellen-Navi“

Von 2021 an werden nach den Hochrechnungen rund doppelt so viele Beschäftigte in Organisationen in Rente gehen wie noch ein Jahr zuvor. Hinzu kommt die „natürliche“ Fluktuation, weil Menschen Arbeitsplätze intern oder extern wechseln. Personaler und Führungskräfte werden dadurch in Zukunft mehr Mühe haben, geeignetes Personal zu bekommen und schnell einsetzen zu können. Spätestens jetzt werden Methoden interessant, die neuen MitarbeiterInnen die Einarbeitung erleichtern und pragmatisch und ohne großen Aufwand einsetzbar sind. Ich stelle Ihnen hier den Wissenstransfer vor, synonym mit den Begriffen Wissensstafette und Expert Debriefing. Weiterlesen „Aus der agilen Methodenkiste: Wissenstransfer als „Stellen-Navi““

Wollt ihr ein Netzwerk gründen? Dann kann die „Vernetzungsspirale“ hilfreich sein

Zur Zeit stehen verschiedene Vernetzungsinitiativen vor oder mitten in der Gründung. Dabei geht es meistens um Wissensaustausch auf dem einen oder anderen Gebiet und der gegenseitigen Unterstützung in  Projekten (z.B. Einführung der E-Akte, Hochschulverwaltungen usw.). Letztlich sind wir als Forum Agile Verwaltung ja auch nichts anderes als ein Netz, das sich noch in der Entwicklung befindet. In welchen Schritten kann man dabei sinnvoll vorgehen? Für diese Frage hat mir die „Vernetzungsspirale“ gute Dienste geleistet.

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Update zu den Meetups der Agilen Verwalter in Berlin

Zeit für einen Rückblick auf die ersten beiden Meetups der Berliner agilen Verwalter als auch einen Ausblick.

Wie waren die ersten Treffen?

Das erste Treffen fand im Mai 2018 in der Amerika Gedenkbibliothek mit zwölf Teilnehmern statt. Der Raum hat gestimmt, und unser Gastgeber und Raumsponsor berichtete zu Beginn sehr mitreißend und inspirierend von seinem eigenen Experiment des agilen Arbeitens und von den Entwicklungen in dem Bereich, den er in der Bibliothek verantwortet.

Danach haben wir eine große Kennenlernrunde durchgeführt, in der jeder über Erfahrungen und Herausforderungen an seiner Wirkungsstätte und über seine Erwartungen an das Meetup gesprochen hat. In den Beiträgen der Teilnehmer ging es häufig um bewusst und unbewusst gelebte agile Werte, über die wir uns im Anschluß näher ausgetauscht haben. Wir endeten mit einem Gespräch über Veränderungensprozesse (Rogers Innovationskurve & John Kotters 8 Stufen im Veränderungsmanagement ).

Beim zweiten Treffen im Juli 2018 in den Prinzessinnengärten waren wir zu sechst. Wir machten ein Lean Coffee und sprachen dabei auch viel über die Meetup-Gruppe selbst, u.a. diskutierten wir darüber, wie wir ein Backlog an Themen aufstellen könnten und wie es zukünftig weitergehen könnte.

Was hat gut geklappt?

Es waren nicht nur „Agile Berater“ beim Meetup, sondern viele unterschiedliche Menschen aus Berliner Behörden. Sie hatten entweder viel Erfahrung oder kamen mit Fragen und waren auf der Suche nach Methoden, um Veränderungen an ihrer Wirkungsstädte zu ermöglichen. Vier der Teilnehmer waren bei beiden Meetups dabei, so dass sich schon ein Kernteam für die Meetup-Organisation zu bilden scheint. Weiterlesen „Update zu den Meetups der Agilen Verwalter in Berlin“