Dem Neuem aufgeschlossen sein

Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“
Jean Jaurès

Das Zitat vom Politiker Jean Jaurès beschreibt treffend die Herausforderung, vor der die Verwaltung steht.
Die Vergangenheit hinterlässt Spuren
Preußen – einst ein mächtiger Staat, der die Geschicke Europas beeinflusste. Seine Verwaltungsgliederung, seine Gesetze und auch seine Traditionen sind heute noch präsent.
Die drei Ebenen der Verwaltungsgliederungen mit Provinzen, Regierungsbezirke und Kreise, finden sich heute noch in ähnlicher Form in Deutschland wider.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Verwaltungsgliederung_Preu%C3%9Fens
Das Allgemeine Landrecht schuf eine einheitliche Rechtsgrundlage und legte die Grundprinzipien des Rechtsstaats fest. Es regelte Eigentumsverhältnisse, Verträge, Erbrecht und viele andere Bereiche des täglichen Lebens.
Noch heute finden sich Einflüsse aus dem Landrecht von 1974 in den deutschen Gesetzten oder Abwandlungen davon.
https://www.preussenchronik.de/ereignis_jsp/key=chronologie_004240.html
Was über 200 Jahre Wirkung und Wirksamkeit gezeigt hat, kann das heute noch Veränderung finden?
Wie können wir das Erbe nutzen und trotzdem dem Neuen aufgeschlossen sein?
Die herausfordernde Ansprüche begegnen?
Transformation zum digitalen
Die Zukunft der Verwaltung liegt in der digitalen Transformation und dem aktiven Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern, so kann man historische Strukturen mit modernen Technologien verknüpfen.
Das bedeutet:
E-Government oder
Bürgernähe im digitalen Zeitalter
Bürger sollen ihre Anliegen online erledigen können – von der Anmeldung des Hundes bis zur Beantragung von Baugenehmigungen. Die Verwaltung muss sich von Papierbergen verabschieden und digitale Prozesse etablieren.
So spart man Zeit und Ressourcen, auf allen Seiten und bieten den Bürgerinnen und Bürgern einen zeitgemäßen Service. Welche für sie in anderen Lebensbereichen, schon Alltag ist
Beispiele aus Estland: https://recode.law/e-government-in-estland/
Betrachtung von Außen: https://www.haufe.de/oeffentlicher-dienst/digitalisierung-transformation/digitalisierung-in-deutschland-macht-fortschritte_524786_598028.html
Transparenz und Bürgerbeteiligung mit OpenData
Transparenz ist der Schlüssel zur Bürgerbeteiligung. Verwaltungsdaten sollten für alle zugänglich sein. So können Bürger eigene Anwendungen entwickeln und die Verwaltung aktiv mitgestalten. Offene Daten fördern die Zusammenarbeit und ermöglichen innovative Lösungen. Nicht mehr nur alleine die Verwaltung ist gefordert Anforderungen zu ihren vielen zu erstellen , auch können mit dem OpenData Ansatz eine Demokratisierung der Daten für alle zum Nutzen führen.
https://www.bpb.de/themen/daten/opendata/64075/fallbeispiele-und-best-practice/
https://www.augsburg.de/aktuelles-aus-der-stadt/detail/augsburg-auf-open-data-portal-praesent
Flexibel und kundenorientiert
Mit ein wenig Agilität in der Verwaltung.
Hier einige Beispiele aus dem Fondus des FAV & Partner Community, welche inspirierende Ideen schon mit Erfolg voran getrieben haben.
Eine offene Gemeinschaft der Lernenden in Verwaltung und Bürgerschaft, kann die Möglichkeiten für die zukünftige Ausprägung der dienenden Verwaltung fördern und stärken.
Der Konferenzansatz Beiträge von den Mitgliedern und Interessierten auf die Agenda zu setzen und diese zu großen Teilen auch zu dokumentieren, bietet viele Chancen.
Einblicke aus das Programm der FAV Konferenz 2023
Save-The-Date: 25. September 2024 in Ettlingen bei Karlsruhe
Impulse zur E-Akte
Als eigene Reihe startet im Mai 2024 eine Möglichkeit Online Zur Mittagspause, dabei zu sein
Formate zum nachahmen
Bürgerbeteiligung ein Erfolg?
https://kommunal.de/gelungene-projekte-zur-buergerbeteiligung
Fazit:
Die Flamme des preußischen Erbes weiterzugeben bedeutet nicht, im Gestern zu verharren. Es bedeutet, die Tradition zu ehren und gleichzeitig mutig neue Wege zu gehen. Die Verwaltung der Zukunft wird agil, digital und bürgernah sein – ein Erbe, das wir stolz weitertragen können.
