Agilität am Scheideweg: Um den gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden, müssen unsere agilen Methoden besser werden

Anlass dieses Beitrags ist eine Frage, die vor einigen Jahren von Richard Nelson aufgeworfen worden war:

“Warum bringen es Gesellschaften, die innovative Großtaten wie die erste Mondlandung realisierten, nicht zustande, gesellschaftliche Herausforderungen wie die Existenz von Slums oder das Analphabetentum zu besiegen oder auch nur organisiert anzugehen?” /Anmerkung 1/

Daraus folgen für mich zwei Fragen für unsere heutige Situation:

  1. Sind die vor uns liegenden großen Herausforderungen – Klimawandel, Pandemie, Digitalisierung, autoritärer Populismus – eher von der Art „Mondlandung“ oder von der Art „Slums und Analphabetentum“? Also können wir sie voraussichtlich ohne fundamentalen gesellschaftlichen Wandel bewältigen oder laufen sie wohl oder übel auf tiefgreifende Änderungen in unserer gesamten Lebensweise hinaus?
  2. Einmal angenommen, diese Änderungen wären vom zweiten Typ: Sind unsere agilen Methoden ausreichend, um diese gesellschaftlichen Änderungen so zu moderieren, dass wir nicht ins Chaos gleiten, die Änderungen also nicht „disruptiv“ werden?

Zur ersten Frage habe ich eine Gegenüberstellung zwischen dem Projekt „Mondlandung“ in den USA 1962-1969 und dem heutigen Thema „Bekämpfung des Klimawandels“ versucht:

Abbildung 1: Was unterscheidet die heutigen Herausforderungen von der Mondlandung?

Für mich war die wichtigste Erkenntnis, dass es bei der Mondlandung um das „Wie?“ ging und beim Klimawandel um das „Was?“. Das Ziel einer Mondlandung – auch im Sinne einer Systemkonkurrenz mit der Sowjetunion – war in den patriotischen USA weitgehend unumstritten. /Anmerkung 2/ Damit gab es keinen Streit um die Höhe der verwendeten Mittel, um Ausgleich für negativ davon betroffene gesellschaftliche Gruppen usw.
Das ist beim Klimawandel anders. Überall wird gerade darüber verhandelt: Sollen Staat und Verwaltung überhaupt in den Klimawandel große Mittel investieren und auch lenkend tätig werden? Und wenn ja, an wen fließen die Mittel und wer soll wohin gelenkt werden? Ein Großteil der Blockiertheit von Politik und Verwaltung rührt ja daher, dass diese keinen Schritt in irgendeine Richtung gehen können, ohne irgendeiner Lobbygruppe auf die Füße zu treten. Da ist Stehenbleiben die naheliegendste Lösung. (vgl. unser Interview mit Richard Meng).

Oft kann man auch das gleiche Thema unter verschiedenen Blickwinkeln betrachten: einmal aus einer rein technischen Sicht und dann unter sozialen Gesichtspunkten:

Abbildung 2: Diskussion um gute Handys und um ihre gesellschaftliche Rolle

Es gibt die technische Frage, sozusagen unter Ingenieursgesichtspunkten: da ist ein „gutes Handy“ eines mit vielen Funktionen, die von den Anwendern auch für gut und nützlich gefunden werden. Und soziale Frage über die Wirkung von Handys in der Gesellschaft.

Thesen

Agile Methoden wie Scrum und Kanban sind für Fragen vom Typ 1 entwickelt worden. Es geht meistens um Produktentwicklung und darin um technische Fragen. Wenn der Product Owner im Sinne des Kunden oder des „Marktes“ dem Entwicklungsteam sagt

„Jetzt bauen wir Gesichtserkennung in die Handy-Kamera ein.“

dann steht es dem Team nicht zu, zu sagen

„Das finden wir aber unmoralisch.“

In Scrum ist klar: Der PO gibt das “Was” vor und das Team muss sich damit identifizieren. Wenn das eines der Teammitglieder nicht kann, muss er das Team verlassen – es ist seine Privatangelegenheit.

Umgekehrt aber wird um das Entwicklungsteam ein hierarchiefreier Raum gebaut. Innerhalb von Entwicklungsteams soll es keine Machtgefälle geben. Gerade weil das Team nur Einfluss auf das “Wie” hat, kann man „auf Augenhöhe“ miteinander umgehen und so optimal produktiv werden. Die Haltung des „Ärmel aufkrempelns“ ohne „langes Geschwätz“ stellt den Kern der technizistischen Denkweise dar. Darauf sind Methoden wie Scrum ausgerichtet.

Die aktuellen Megaherausforderungen finden auf machtbesetzten Feldern statt. Diese Fragen können wir nicht als rein technische behandeln. Scrum ist nicht dazu geeignet, Verhandlungen zwischen Stakeholdern mit gegensätzlichen Interessen und unterschiedlichen Machtpotenzen zu organisieren.
Was aber dann? Für mich ergibt sich daraus die dringende Fragestellung:

Wie können wir unsere agilen Vorgehensweisen erweitern, so dass sie auch Antworten für die aktuellen gesellschaftlichen Challenges geben?

Das Buchprojekt „Agile Verwaltung 2040“ (Arbeitstitel)

Der vorstehende Text ist ein erster Entwurf für ein Kapitel in unserem geplanten Buch. Ich habe ihn auf der Webkonferenz der Buch-Community am 17. Oktober 2021 vorgetragen. Das Buchprojekt ist ja für uns vor allem als Kristallisationspunkt für Diskussionen mit allen gedacht, die sich mit solchen Fragen auseinandersetzen möchten. Deshalb haben mich zwei Antworten gefreut, die ich daraufhin erhalten habe.

Unsere Leser:innen sind weiterhin herzlich eingeladen sich an diesen Diskussionen zu beteiligen. Hier der Kontakt zum Buchprojekt.

Hier nun die beiden Feedbacks:

Feedback von Sven Theobald

Dein Beispiel zeigt, dass die Komplexität entweder in der Technologie (Smartphone, Mondlandung) liegen kann oder in den Anforderungen (gesellschaftliche Aufgaben). Die bekannte Stacey Matrix ordnet Projekte gerade anhand dieser zwei Aspekte bzgl. ihrer Komplexität ein.
Auch anhand des Cynefin Frameworks (definiert die vier Domänen simple, complicated, complex, chaos) lassen sich die Mondlandung und der Klimawandel gut einordnen:

Die Mondrakete operiert in einem relativ klar definierten Kontext mit ziemlich festen Regeln der Physik. Einwirkungen auf das System (Änderungen in der Systemumgebung wie Hitze, Kälte, etc.) können vorausgesagt werden. Das Ganze ist kompliziert, aber kann ausreichend berechnet werden.
Beim Klimawandel sieht das anders aus. Wir befinden uns in einem VUCA Umfeld. Hier verschwimmen Ursache-Wirkungs-Beziehungen, und man kann die Gesamtlösung nur systemisch betrachten. Auswirkungen von einzelnen Maßnahmen können nicht vorausberechnet werden und weitreichende Folgen ziehen. Wir sind in der komplexen Domäne.

Aufgaben, die menschliche Interaktion beinhalten, fallen meist alleine deshalb schon in den komplexen Bereich. Dementsprechend wundert es nicht, dass für Klimakrise, Flüchtlingskrise, Flutkrise etc. keine eindeutige und allumfassende Lösung vorhergesagt werden können.

Weitere Ideen:

  • Wie kann man diese Problematik der Machtstreitigkeiten in z.B. Scrum reinbringen?
  • Welche Anpassungen an den Praktiken muss ich vornehmen?
  • Welche weiteren Aspekte müssen ggf. dazukommen?
  • Welche Agilen Werte müssen besonders betont werden?

Um das Team abzuholen: Es gibt im Agilen ja so etwas wie ein Produktziel (z.B. das product vision board von roman pichler). Hier sollte Einigkeit bestehen, was das gemeinsame Ziel ist. Die genauen Ausprägungen von Anforderungen (z.B. User Stories) werden anhand des Produktzieles ausgerichtet. Man könnte im Zuge des Kapitels prüfen, ob für die von dir genannten gesellschaftlichen Herausforderungen solch ein Produktziel definiert werden kann, auf das sich mehrere Parteien als Entwicklungsteam einigen könnten.

In Scrum gibt es ja deshalb den Product Owner. Es soll immer eine Person mit Entscheidungsgewalt vorhanden sein, die ansagt, was als nächstes gemacht wird. Einfach deshalb, damit es schneller weitergeht und Fortschritte erzielt werden, statt Diskussionen unter den Stakeholdern zu haben. Darf ein politisches Gremium ggf. nur als Stakeholder Input liefern? Muss dann jemand anderes als PO befähigt sein, das Thema aktiv zu treiben? Kann man eine solche Rolle ggf. auch rotieren?

Vielleicht ist es ja auch gar nicht notwendig, eine gemeinsame und deckungsgleiche Vision/Zielbild zu haben. Ggf. definiere ich das Klimaziel anders, aber wichtiger ist doch, dass ich damit loslege! Wenn andere nicht mitmachen, wäre es nicht wichtiger, dass ich in einem kleineren Team loslege und mein Ziel erreiche, das uns ja alle in die richtige Richtung bringt?

Kann ich nicht ggf. mit Experimenten verschiedene Lösungsvorgehen ausprobieren und mich anhand der Erfahrungen entscheiden, statt mich ewig über die möglichen Auswirkungen zu streiten?

Feedback von Ute Enderlein

Ich denke, die Kunst wird sein, agile Arbeitsweisen an den richtigen Stellen einzusetzen.

Was auch diskutiert werden muss ist die Rolle der Politik bzw. das Verhältnis zwischen (gestaltender) Verwaltung und (entscheidender) Politik. Denn letztlich können wir beispielsweise wunderbar bürgerbeteiligungsorientiert und agil Verwaltungslösungen für bestehende Probleme entwickeln, die Letztentscheidung oder Kursänderungen kommen von der Politik (siehe Bauvorhaben).

Also: Wie muss diese Schnittstelle gestaltet werden, um trotzdem „schnell“ auf Herausforderungen zu reagieren (Stichwort: Flüchtlingskrise, Corona etc.) Hier war schnelles Handeln von Verwaltungen notwendig – teilweise zeitlich ohne stabile rechtliche Grundlagen und ohne Einbeziehung von Parlament etc. …

Anmerkungen

/1/ Zitiert nach Mariana Mazzucato: Mission. Auf dem Weg zu einer neuen Wirtschaft, Campus Verlag, Frankfurt/New York, 2021, Seite 138
/2/ Es gab ein paar kritische Songs vor allem von Schwarzen Musikern, warum man das Geld auf den Mond schießt und nicht in Bildung für arme Kinder investiert. Aber die verhallten weitgehend ungehört.

Autor: Wolf Steinbrecher

Volkswirt und Informatiker. Zuerst als Anwendungsentwickler in Krankenhäusern und Systemhäusern tätig. Dann von 1995 bis 2008 Sachgebietsleiter für Organisation und Controlling in einem baden-württembergischen Landkreis (1.050 MA). Seitdem Berater für Teamarbeit und Dokumentenmanagement. Teilhaber der Common Sense Team GmbH Karlsruhe, www.commonsenseteam.de. Blogger bei www.teamworkblog.de.

6 Kommentare zu „Agilität am Scheideweg: Um den gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden, müssen unsere agilen Methoden besser werden“

  1. Ich habe mich gefreut, diese Seite und Ihre Initiative zu finden. Das macht mir Hoffnung.
    Ich finde die Unterscheidung zwischen Mondlandung und Klimawandel auch richtig und zwar einerseits wegen des Grades der Komplexität und andererseits wegen der Interessenkonflikte. Sicher sind beide Themen sehr komplex, aber beim Klimawandel sind so viel mehr Einflussfaktoren im System und so viel mehr Chaos, dass sich eine Vorausberechnung ungleich schwerer anstellen lässt. Das Klima hat ja viele Untersysteme, die alle mit eigenen Kipppunkten große Player sind (Meeresströmung, Jetstream, Tundra, Meereis…) und damit andere Systeme beeinflussen.
    Zum Glück sind sich inzwischen (nach 50 Jahren!) fast alle einig, dass der zentralste Ansatz die Reduktion des CO2-Ausstoßes ist. Insofern könnte man jetzt als World-Owner das Ziel ausrufen: „CO2-Reduktion“ und das Team macht sich dann dran. Aber diese Sicht wäre eben illusorisch. Was dabei rauskommt, sehen wir ja: BP erfindet als ihren Beitrag aus der Marketing-Abteilung den persönlichen CO2-Fußabdruck und delegiert das Problem an den einzelnen und weg von der eigenen Verantwortung. (1)
    Das Team-Ziel kollidiert mit den Zielen von Big Playern wie den fossilen Konzernen, die zwar auch aus Menschen bestehen, die Kinder haben, die aber unter Konkurrenzdruck stehen, Unternehmensziele verfolgen müssen und die heißen nun mal maximale Rendite und das geht nur mit maximaler Naturausbeutung. Und deren Macht ist global und ist mit „verschiedenen Lobbygruppen“ schon fast verharmlosend beschrieben. Das globale Ziel ist hier mit dem Verlust des Geschäftsmodells einer Partei verbunden. Bei Scrum würde diese Gruppe das Team verlassen. Damit ist aber das Problem nicht gelöst. Sie bleiben ja in der Welt und stellen den Hauptverursacher des Problems dar. Scrum müsste also um den Zwang erweitert werden, dass jemand der aussteigen will, nicht aussteigen darf und sich unter Aufgabe seiner eigenen Interessen dem Teamziel unterordnet. Und hier ist wohl die Grenze von Scrum erreicht. Es handelt sich ja hier um die Infragestellung der Prinzipien des Kapitalismus mit exponentiellem Wachstum durch exponentiellem Naturverbrauch (und natürlich auch Ausbeutung anderer Menschen im Norden wie erst recht im Süden). Kein Ölkonzern würde entscheiden, auf Rendite zu verzichten, die Produktion drastisch schrittweise runterzufahren, vorerst niemanden mehr einzustellen und in 20 Jahren nur noch eine minimale Förderung für Sonderzwecke aufrechtzuerhalten. So würde vielleicht in einem vergesellschafteten Zweck-Betrieb entschieden werden, aber nicht in einem kapitalistischen Konzern.
    Die Frage ist, wie die Menschen ihr Hauptinteresse (Überleben) mit Macht gegen gegenläufige Interessen durchsetzen können. In Gremien einer deliberativen Demokratie würden sicher richtige Entscheidungen getroffen werden. Nur müssten diese Gremien dann Macht bekommen, diese Entscheidung auch durchzusetzen. Im Moment dürfen diese nur beraten und die Politik entscheidet und die finden dann wieder vieles „nicht machbar“ – d.h. nicht gegen die Interessen der Mächtigen durchsetzbar. Und hier verbinden sich dann Konzerne mit Medienmacht (Verzicht = nicht zumutbar; der Wirtschaft etwas vorschreiben = Sozialismus = schlecht) und Klientel-Gewerkschaften (Arbeitsplätze haben Vorrang vor Zukunft) (siehe Kohleausstieg). Im Grunde geht es um die Frage, wie die Macht des Geldes gebrochen werden kann. Hier müsste dann das Thema „agile Transformation“ oder unverblümter „agile Revolutionspraxis“ heißen 🙂 Und damit Fragen, wie Menschheitsinteressen und damit gegen das fossile Kapital gerichtete Interessen Hegemonie in der Gesellschaft, in den Medien erhalten können und die Notwendigkeit eines Verzichts auf individuellen Reichtum (zuallererst der Superreichen und Reichen) hinzu öffentlichem Reichtum sich als Haltung durchsetzt. Denn das ist ja der mögliche Weg. ÖPNV statt e-SUV und ja auch öffentliche Bäder statt jedem ein Swimming Pool… Auf so viel müssten wir ja gar nicht verzichten. (2)
    Das klingt vielleicht pessimistisch, aber es bewahrt vor der Illusionen, mit besseren agilen Strategien der Unternehmensführung fundamentale Interessenkonflikte lösen zu können und damit eigene Energie zu verschwenden.
    Aber vielleicht ist es ja ein Ansatz, die Demokratisierung zu stärken, z.B Demokratisierung in Medienhäusern, die ja als wichtige Institution der Demokratie intern meist eher undemokratisch sind, außerparlamentarischen Druck zu erhöhen und Bürgerräte zu ertüchtigen. Die Verantwortung für Entscheidungen eben nicht nur der repräsentativen Demokratie zu überlassen, die relativ ungeschützt dem harten Gegenwind der Geldmacht ausgesetzt ist. Und hier sind dann sicher wieder Scrum-Strategien gefragt. Wie können Menschen bessere Entscheidungen treffen? Wie kann die Gesellschaft die Schwachen unterstützen? Der Markt interessiert sich nicht für die Lausitz. Kein IT-Unternehmen geht von alleine da hin. Das muss die Gemeinschaft gestalten und damit der Staat.
    Ich finde das Thema überhaupt nicht trivial, welchen Beitrag agile Methoden zur Ertüchtigung der Schwachen, weil nicht Wirtschaftsmächtigen leisten können. Denn bisher sind solche Positionen eher ohnmächtig oder bekamen Macht und versanken dann in undemokratischen Mechanismen.

    1) https://www.piqd.de/klimawandel/der-co2-fussabdruck-ist-eine-erfindung-der-fossilindustrie
    2) Guter Artikel im Guardian: „Capitalism is killing the planet – it’s time to stop buying into our own destruction | George Monbiot“ https://www.theguardian.com/environment/2021/oct/30/capitalism-is-killing-the-planet-its-time-to-stop-buying-into-our-own-destruction

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  2. Finde nicht das die Bekämpfung des Klimawandel ein sich bewegendes Ziel ist. Ist doch klar. Keine fossilen Brennstoffe mehr verbrennen. Innerhalb der planetaren Grenzen leben. Der unterschied ist glaube ich eher das die Mondlandung niemanden betrifft. Klimawandel aber schon.

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  3. Auch ich sehe einen großen Unterschied zwischen der Mondlandung und dem Klimaschutz. Der Klimaschutz greift massiv in Lebensverhältnisse und Gewohnheiten ein. Das ist der entscheidende Unterschied zur Mondlandung.

    Die Mondlandung war m.W. nicht nur kompliziert, sondern auch komplex. Viele Faktoren waren unbekannt, minimale Abweichungen konnten unvorhersehbare Ereignisketten auslösen. Man hatte damals auch viel Glück, dass bei Apollo 11 alles gut gegangen ist, auch dass es im Verlauf des Programms nicht zu noch mehr Rückschlägen gekommen ist etc. Die Unterscheidung hier Mondlandung nicht VUCA dort Klimaschutz, VUCA, greift meines Erachtens nicht.

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  4. Ein weiterer Aspekt: Mondlandung und Klimaschutz sind nicht wirklich miteinander zu vergleichen, ich würde „Klimaschutz“ doch eher auf der Ebene eines politischen Handlungsfeldes, bzw. eines Programms verorten. So war auch jede Mondlandung Teil des Apollo-Programms und des größeren Handlungsfeldes „Raumfahrt“. Vergleich man „Raumfahrt“ mit „Klimaschutz“ wird klar, dass es bei „Raumfahrt“ auch viele Debatten über Sinn und Zweck gibt. Andersherumg wird auch klar, dass es bei „Klimaschutz“ an konkreten Projekten fehlt, die sich mit den uns bekannten Projekwerkzeugen bewältigen lassen. Die kommunalen Ziele zur Klimaneutralität gehen hier evtl. in eine komplexitätsreduzierende Richtung, wichtig wäre auch auf globaler Ebene bestimmte Klimasubsysteme nicht kippen zu lassen, z.B. den Amazonas-Regenwald. So würde man zumindest auch hier vllt. eher ins Handeln kommen, weil das Ziel jeweils klarer ist, als z.B. bei der Debatte zw. 1,5° und 2° auf globaler Ebene.

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