Wenn die Lauten und Leisen harmonieren …

Der folgende Artikel ist meine Herzensangelegenheit und deckt sich nicht vollständig mit den Schwerpunkten des Forums, aber streift sie doch. Daher möchte ich ein Interview, das ich mit einer Liedermacherin und Heilpraktikerin über ihre Vision, dessen Erfüllung nun ansteht, geführt habe, auch hier veröffentlichen. Sie gehört zu Jenen, die erkannt haben, welch heilenden Einfluss Klänge haben, ganz besonders wenn sie durch Singen selbst erzeugt werden.

Nada Brahma – Alles ist Klang
(indische Veden)

Wenn nun mehrere Sänger zusammenkommen, dann ist es nicht mehr ein Ton sondern es kommt aufgrund der unterschiedlichen Stimmen zu einer Harmonie. Und hier kommt nun der Bogen zum agilen Arbeiten auf Augenhöhe, weshalb ich meine, dass das von Diane Bliss organisierte Event SINGSPIRATION 2016 auch hier vorgestellt werden sollten.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das mit dem agilen Arbeiten funktionieren kann. Da gibt es doch immer Platzhirsche, die alles an sich reißen wollen, weil sie meinen es besser zu wissen.

Wer schon einmal bei einer Großgruppemoderation dabei war, der hat eine Ahnung davon, was passieren kann, wenn den Großsprechern die Bühen entzogen wird und so der Raum für die Introvertierten und Vorsichtigen geschaffen wird, sich beteiligen zu können, einen Beitrag zu leisten, sprichwörtlich angehört zu werden. Die so erzielten Arbeitsergebnisse sprengen schnell alle vorherigen Vorstellungen. Und genau das zu erleben, und zwar aus beiden Perspektiven, dem Lauten und dem Leisen, ist eines der Ziele, die Diane mit ihrem Event den 5.000 Teilnehmern aufzeigen möchte.

Fast genug der Vorrede. Denn bevor ich beginne, möchte ich zum „Einstimmen“ das wichtigste Lied aus dem erwähnten Film „Wie im Himmel“ empfehlen. Hier singt eine Frau im Chor, die seit einigen Jahren von ihrem Ehemann stark unterdrückt wird, sprich Gehorsam zu leisten hatte, wie das manch sehr Alter auch in seinem Schulalltag noch extrem erleben musste.

… Ich will spüren, dass ich mein Leben LEBE!

Und noch das Motto des Events:

Die Kraft Deiner Stimme
bringt die Welt wieder zum Klingen.
Lass sie hören!

Martin: Liebe Diane, ich hatte schon fast ungeduldig auf Deinen Anruf gewartet. Nachdem Du mich gestern über das, was Du da vor hast, ins Bild gesetzt hast und ich heute die weiteren Information dazu gesichtet hatte, konnte ich kaum erwarten, noch mehr darüber zu erfahren. Und wie ich Dir mit meinen bescheidenen Mitteln helfen kann.

Diane Bliss

Diane: Oh, ich freue mich, wenn ich gestern meine Herzensangelegenheit so gut transportieren konnte🙂 Nun, ich muss gestehen, dass ich heute gelernt habe, dass ich doch noch einige Hausaufgaben machen muss, damit das Event auch wirklich stattfinden kann. Besonders, was die Motivation der Teilnehmer betrifft, damit sie unbedingt kommen wollen, aber auch was die finanziellen „Flüsse“ betrifft. Mit letzterem möchte ich Dich aber nicht belasten.

Martin: Ja, was die Motivation betrifft, musst Du ja gleich zweifach überzeugen. Ich habe verstanden, dass Du zwei Gruppen von Teilnehmern dabei haben möchtest. Die Profis, die die weniger bis gar nicht im Singen Geübten mitreißen sollen. Nun, in die zweite Gruppe kann ich mich gut einfühlen, denn ich bin einer der Vielen, die in jungen Jahren ein weniger schönes Ereignis hatten und deshalb dem Singen den Rücken zuwendeten. So kann ich mir inzwischen sehr gut vorstellen, was mit mir passieren würde zu erleben, wenn meine Stimme von vielen Anderen getragen wird. Lass uns später nochmals anschauen, was denn die Profis motivieren könnte, hier teilnehmen zu wollen. Vorher würde ich aber doch neugierigerweise wissen wollen, was genau es war, was Dich zu Deiner Vision brachte. Sprich solch ein Event zu veranstalten.

Wenn eine Stimme allein singt, ist es ein Ton.
Wenn viele Stimmen zusammen kommen, ist es Harmonie.

Diane: Nun, das war vor etwa 10 Jahren. Hatte aber auch noch eine kleine Vorgeschichte. Ich hatte 2003 im Rahmen meiner Tätigkeit alsHeiltherapeutin ein einwöchiges Seminar mit der amerikanischen Traumtherapheutin Dr. Molly Scott organisiert. Hier lief zuerst einiges so schief, so dass ich eine dreifache Belastung durch machte: Organisatorin, Teilnehmerin, unerwartet auch noch Chauffeurin und Köchin. Nach dieser Woche war ich erst einmal zwei Wochen einfach nur platt. Aber die eine Woche war dann doch für alle Teilnehmer sehr gelungen. Und für mich das besondere Erlebnis. Ich durfte am Ende an mir erfahren, wie ich allein durch den Gesang Anderer völlig „wegtrat“ und in mir Traumata gelöst wurden, so dass ich anschließend in der Lage war, mit Gesang aufzutreten. Es war dann 2006 während eines anderen, sehr genialen Gesangseminars, dass ich das, was ich dort spürte, möglichst viele Menschen selbst erleben lassen wollte: Macht in Harmonie.

Wenn grundverschiedene Menschen mit ihrem ganz eigenen Ton, ihrem SELBST, sich mit den Anderen dennoch zu etwas Großartigem verbinden können.

singen-macht

Martin: Du hattest mehrere Male den Begriff Macht fallen lassen. Nun ist genau dieses Thema eines, was sich wie ein roter Faden durch meinen Blog webt. Vermutlich ist dies auch die Resonanz, die Dich zu mir geführt hat. Ich habe in meinem Blogtitel stehen „auf der Finde nach einer besseren Welt“ und will damit ausdrücken, dass aktuell etwas mächtig schief läuft, seit Adam und Eva das Paradies verlassen mussten. Ich las letzte Woche, dass es eher heißen muss, dass sie es verließen, weil sie erkannten, dass sie manipulieren konnten. So kam es, dass Konkurrenz anstatt Kooperation eintrat (siehe das Projekt) und wir aktuell viele Zeichen einer Endzeitstimmung erkennen können. Es wäre also zuträglicher, wenn die Erkenntnis zurückkommt, dass das Paradies gar nicht so schlecht für uns war. Und da scheint mir Dein Event in Essen ein wichtiger Baustein zu sein.

Diane: Unbedingt! Neben dem Effekt, sich selbst mehr zu erfahren, sollte auch die Erkenntnis kommen, was es heißt, gemeinsam etwas auf Dauer bewegen zu können, statt sich einen nur kurzfristigen Vorteil zu erstreiten. Und ganz wichtig: Es geht dabei nicht um Gleichmacherei, sondern um die Erkenntnis, dass mein Anderssein genau DAS wichtige Moment ist, den einen passenden Beitrag dazu zu leisten kann. Und diese Erkenntnis des gemeinsamen Wirkens ausgestattet mit einer Schwarmintelligenz  – siehe die Metapher des brüchigen Stäbchens in einem starken Bündel – ist das, was uns in die von Dir erahnte bessere Welt führen sollte.

MartinÜber die Macht unserer Worte hatte ich zu Beginn meines persönlichen Blogs schon geschrieben. Der kürzlich verstorbene JapanerMasaru Emoto hat eindrücklich mit seinen Forschungen eingefrorener Eiskristalle gezeigt, welchen Einfluss Frequenzen auf Wasser haben. Als Physiker kann ich mir gut vorstellen, was Schwingungen in unseren Zellen bewirken können. Beeindruckend ist auch das Experiment mit vielen Metronomen, die anfangs durcheinander schwingen und sich recht schnell aufeinander einlassen. Da lässt sich dann auch gut vorstellen, was passiert, wenn die Vielen Kulturell-Kreativen sich gemeinsam organisierten …

Diana: Es geht ja noch viel weiter. Die Wenigsten wissen um die ursprünglich verwendeten Solfeggio Frequenzen (siehe: heilende Klänge), die auf dem Kammerton A = 432 Hertz basierten. 1940 wurden der Kammerton auf 440 Hertz erhöht. Nun schwingt vieles in Disharmonie. Vorher konnte Musik, wie sie noch Mozart ertönen ließ, sehr effektiv heilen. Besser wir gehen wieder auf den Ursprung zurück (siehe)!

Martin: Lass uns zum Abschluss nochmals auf die Motivation eingehen, warum Dein Event besucht werden sollte.

Diana: Das ist ein guter Punkt, denn ich hatte heute nochmals die Aufgabe bekommen, diese Punkte zu konkretisieren. Ich möchte folgende Liste aufstellen:

  • Teil einer großen Sache zu sein, Stolz
    Schauen wir auf das letzte große Fußball-Ereignis und was uns hier die Isländer aufgezeigt haben. Sie sangen ihre Spieler förmlich zum Erfolg.
  • Eigenes Wohlbefinden
    Das Singen war früher Alltag. Wer sang, war einfach gut gelaunt.
  • Neugier auf eigene Power durch Singen
    Wer bisher meinte, nicht Singen zu können, für den sollte ein riesiges AHA am Ende stehen
  • Alte Verletzungen heilen
    Ob diese Wirkung schon direkt eintritt?
  • Lebendigkeit spüren
    Manche treten in Hamsterrad und spüren sich kaum noch. Austreten …
  • Herzberührung
    Gänsehaut!
  • Herausforderung, etwas zu tun gegen die herrschenden Kräfte
    Da kann schon mal Ohnmacht stehen … lösen!
  • Zeichen setzen
    Wer möchte das nicht mal …
  • Größeres Publikum erreichen
    Wichtig für Profis
  • Team-bildendes Event
  • Nivelliert Unterschiede
  • Peak Experience (Gipfelerlebnis nach Maslow)
  • Vernetzung von intelligenten Netzwerkern und Lichtarbeitern

Martin: OK, OK, ich sehe schon, vermutlich kannst Du ein ganzes Buch drüber schreiben🙂 Ich finde, dass diese Idee es Wert ist, dass DER SAAL BIS OBEN GEFÜLLT wird! Wer der gleichen Meinung ist, bitte tragt mit dazu bei, dass die 5.000 zusammen kommen. Und ein Beitrag von 25 € finde ich sehr moderat und sollte nicht abschrecken, oder? Sehen und hören wir uns in Essen am 24.11.2016 ? -> ANMELDUNG

p.s.: Diane hatte vor einiger Zeit an dem Projekt von Eric Whitacres teilnehmen dürfen. Eric hatte Sänger angefragt, das folgende Lied zu singen und auf Band zu spielen. Diane ist eine dieser Stimmen. Eric hat dann diese Stimmen zu einem virtuellen Chor in einem Video zusammen geschnitten. Nochmals WOW zu Fly to Paradise:

Autor: Dr. Martin Bartonitz

Geboren 1958 und aufgewachsen in Dortmund, am Rande des Kohlenpotts, einem Schmelztiegel während der Gründerzeit eingewanderter Menschen. 1992 nach der Promotion in experimenteller Physik gewechselt von der Messprozess- in die Geschäftsprozesssteuerung. Mit Blick auf die Erfahrungen in der Optimierung der Effizienz von Prozessen in der Bürowelt kam in den letzten Jahren immer mehr die Erkenntnis: Das Business machen die Menschen. Und wenn nur nach der Effizienz geschaut wird, dann wird auch noch die letzte Motivation in den Unternehmen zerstört. Daher sollten Organisation und auch die eingesetzte Software die Menschen in ihrer Kreativitität unterstützen und sie nicht knechten. Selbstbestimmtheit statt Fremdbestimmung sollte uns den nächsten Schub in unserer gesellschaftlichen Entwicklung bringen. Aufgrund dieser Überzeugung schreibe ich hier mit.

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